WNBL-Review: Favoritenstürze!2. Dezember 2013

Es war das erwartet packende Wochenende in der WNBL. Und es endete gleich mit zwei Favoritenstürzen. So brachte die SG Weiterstadt dem Team Mittelhessen die erste Saisonniederlage bei, und die OSC Junior Panthers entführten die Punkte beim Titelverteidiger TSV 1860 Hagen. Außerdem gab es eine ganze Reihe anderer spannender Partien, auf die wir nun zurückblicken.

Mit großer Spannung war in der Gruppe Nordwest die Begegnung der beiden ungeschlagenen Spitzenreiter TSV Hagen 1860 gegen die OSC Junior Panthers erwartet worden. Und das Spiel erfüllte die Erwartungen durchaus, lieferten sich beide Teams doch eine packende und hochintensive Partie. Das recht deutliche Endergebnis von 62:48 für die Gäste aus Osnabrück täuscht etwas darüber hinweg, dass es über weite Strecken sehr ausgeglichen zuging, ehe den Gastgeberinnen in den letzten Minuten buchstäblich die Puste ausging. Bis dahin hatten sich Annemarie Potratz & Co. sehr aggressiv mit der Verteidigung gegen WNBL-Topscorerin Leonie Schütter beschäftigt und deren Kreise einigermaßen einengen können (26 Punkte). Nicht immer zur Freude der Hagener Fans in der vollbesetzten Öwen-Witt-Halle, die mit einigen Schiedsrichterentscheidungen haderten. Insgesamt war es aber ein verdienter Erfolg der homogenen Panthers, die in Svea Tigges (16) und Lisa Siemund (12) ihre erfolgreichsten Werferinnen hatten. Auf Hagener Seite punktete nur Schütter zweistellig.

Auf nicht minder hohem Niveau verlief das Spiel zwischen dem Herner TC und den Metropol Girls, das die Gäste nach spannendem Spielverlauf mit 74:68 (36:34) gewinnen konnten und damit für eine ganz enge Tabelle auf den Verfolgerplätzen sorgten. Zwar hatte Herne in Maria-Angelina Sola (31) die überragende Werferin in den eigenen Reihen, die vornehmlich von Jenny Strozyk (16) und Anna Lappenküper (12) unterstützt wurde, aber die Metropol Girls um Sandrine Gries (23), Seraphina Asuamah-Kofoh (15) und Severine Greifenberg (14) bewiesen den etwas längeren Atem. Ohne Probleme kamen die Metropolitan Baskets Hamburg (Merle Xenia Bitter 14, Julia Zollenkopf 14, Andrea Matanovic 13) im dritten Spiel der Gruppe Nordwest zu einem 82:56-Heimerfolg gegen die BG ´89 Rotenburg/Scheeßel. Letztere stellte allerdings mit Edda Schmidt (Foto, 35) die überragende WNBL-Werferin des Spieltages.

Ein in Bezug auf den Kampf um die Playoff-Plätze ganz wichtiger Erfolg gelang in der Gruppe Nordost den Mädchen von ALBA Berlin mit dem hauchdünnen 50:47-Erfolg beim Team Göttingen. Jeweils am Ende der drei ersten Viertel hatten die Göttingerinnen knapp vorne gelegen, am Ende aber mussten sie den Gästen die Punkte überlassen – der letzte Wurf zum Ausgleich verfehlte das Ziel – und schlichen mit hängenden Köpfen vom Feld. Bei ALBA überragte Centerin Aliya Konate trotz Doppelbewachung mit 32 Punkten, während das Team Göttingen im Wesentlichen von Merle Wiehl (17), Annika Reinhardt (12) und  Britta Daub (11) getragen wurde. Keine Überraschungen gab es in den beiden übrigen Spielen der Gruppe. Die Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel (Antonia Rennspieß 23, Leonie Rosemeyer 19, Theresa Simon 14) hatten beim 85:50-Erfolg bei den ChemCats Chemnitz  (Marlene Reimann 16, Jessica Kluge 11, Laura Heß 10) ebenso wenig Mühe wie zumindest nach der Pause Spitzenreiter TuS Lichterfelde (Hannah Neis 21, Satou Sabally 21, Chiara Dröll 10) beim 87:38-Sieg bei den SV Halle Junior LIONS.

Fünf Teams fast gleichauf
Nach dem aktuellen Spieltag sind die ersten fünf Teams der Gruppe Mitte nur noch durch einen Sieg getrennt. Der SG Weiterstadt gelang es, dem bis dahin ungeschlagenen Primus vom Team Mittelhessen die erste Saisonniederlage beizubringen. Beim überraschenden 72:64-Erfolg der Weiterstädterinnen gegen die ohne Luana Rodefeld und Laura Zdravevska angetretenen Gäste brachten eine sehr aggressive und effektive Defense mit daraus resultierenden Fastbreak-Punkten den Erfolg, der die Gruppe zu einer hochspannenden Angelegenheit macht. Lara Müller (20), Melissa Kolb (15), Celine Martin (13) und Kübra Gümüs (12) durften über den Triumph jubeln, während sich Henriette Gahmig (18), Kira Barra (17) ud Susanne Seel (14) die Sache sicher etwas anders vorgestellt hatten. Die Dragons Rhöndorf (Darja Dikalenko 16, Arina Vlasenko 14, Emily Emrich 10) schlossen sich mit einem ungefährdeten 73:40 gegen das Team Oberfranken (Ramona Hesselbarth (13) dem Spitzenquintett an, in dem die Rhein-Main Baskets (Paula Reinhardt 27, Leah Niederhausen 19, Caro Rexroth 13, Clara Willand 13) mit dem 84:52 gegen Rhein Girls Basket verblieben.

In Gruppe Süd kämpfte sich der TSV 1861 Nördlingen zu einem 61:55-Erfolg bei TS Jahn München und setzte sich damit auch in der Tabelle vor die Münchenerinnen. Johanna Klug (22) und Katja Gerstmeyr (14) hielten die Nördlingerinnen über die gesamte Spielzeit knapp in Front. Auf Seite der Gastgeberinnen punktete Leonie Bodenschatz zweistellig (16). Zumindest in der Deutlichkeit überraschend gewann das Team des TSV 1880 Wasserburg bei den Pfalz Towers mit 74:51. Nur bis zum Seitenwechsel (24:28) konnten die Gastgeberinnen um Cara Horz (15), Anna Schmitz (12) und Neele Steinort (10) mithalten, ehe Wasserburg mit Anna-Maria Fuchs (30) und Linda Pettersson (16) davonziehen konnte. Ihren zweiten Tabellenplatz festigen konnten die Basket-Girls Rhein-Neckar mit dem 75:35-Erfolg gegen überforderte Freiburgerinnen, die nach wie vor auf den ersten Saisonsieg warten müssen. Janina Ernst (22), Melina Karavassilis (15) und Anne Zipser (13) teilten sich beim Sieger einen Großteil der Punkte.

Gruppe Nordost:
Team Göttingen –  ALBA Berlin 47:50 (22:20)
ChemCats Chemnitz – Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel 50:85 (22:49)
SV Halle Junior LIONS – TuS Lichterfelde Basketball 38:87 (24:29)

Gruppe Mitte:
Dragons Rhöndorf – Team Oberfranken 73:40 (42:24)
SG Weiterstadt – Team Mittelhessen 72:64 (35:29)
Rhein-Main Baskets – Rhein Girls Basket 84:52 (43:18)

Gruppe Nordwest:
Metropolitan Baskets Hamburg – BG ´89 Rotenburg/Scheeßel 82:56 (45:22)
TSV 1860 Hagen – OSC Junior Panthers 48:62 (22:28)
Herner TC – Metropol Girls 68:74 (34:36)

Gruppe Süd:
TS Jahn München – TSV 1861 Nördlingen 55:61 (28:33)
Basket-Girls Rhein-Neckar  – USC Freiburg 75:35 (36:22)
Pfalz Towers – TSV 1880 Wasserburg 51:74 (24:28)

Alle Ergebnisse, Tabellen und Statistiken gibt es hier

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