WNBL-Review: Favoriten siegen zum Auftakt der Top 824. März 2014

Mit großer Spannung wurde der Beginn der Top8-Playoffs in der WNBL erwartet. Und die Zuschauer wurden nicht enttäuscht. Nahezu überall gab es enge Spiele – am Ende aber setzten sich die Favoriten durch.

In der Playoff-Gruppe Süd empfing der BSG Basket Ludwigsburg den TSV 1880 Wasserburg. Es war bereits das dritte Aufeinandertreffen in dieser Saison, weil sich beide Teams schon in der Hauptrunde der Gruppe Süd gegenüberstanden. Ludwigsburg ist bis dato das einzig ungeschlagene Team der WNBL-Saison und daran sollte sich auch am vergangenen Wochenende nichts ändern. Zwar schnupperten die Wasserburgerinnen zum dritten Mal am Erfolg, mussten sich aber wieder knapp geschlagen geben. Ein 58:54-Erfolg bringt den Favoriten in eine gute Ausgangsposition im Kampf um einen Platz im TOP4. Für die BSG waren Lucy Reus (14), Juliane Widmaier (13) und Lena Gros (12) die erfolgreichsten Werferinnen, auf Seiten des TSV trafen Constanze Lehershuber (14), Tatjana Stemmer (14) und Linda Petterson (11) zweistellig.

In der zweiten Partie der Gruppe Süd gastierten die Basket-Girls Rhein-Neckar beim Team Mittelhessen. In einer über weite Strecken ausgeglichenen und spannenden Partie siegte das Team Mittelhessen am Ende mit 70:58 und konnte sich dabei vor allem auf die Treffsicherheit der Topscorerin Luana Rodefeld (23) verlassen. Lisa Schwarzkopf (10) und Henriette Gahmig (9) erzielten die zweit-, bzw. drittmeisten Punkte für die Gastgeberinnen. Auf Seiten der Basket-Girls stachen Anne Zipser (14), Anna Klötzl und Helena Rabea Rickert (je 11) hervor, konnten aber die Niederlage nicht verhindern.

In der Playoff-Gruppe Nord kam es zum lange ersehnten Duell zwischen den Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel (Foto) und dem TSV Hagen 1860. Die beiden besten Scorerinnen der ersten Playoff-Runde – Leonie Schütter (Hagen, 61 Punkte in zwei Spielen) und Theresa Simon (Girls Baskets, 45 Punkte in 2 Spielen) – trafen im direkten Duell aufeinander. Doch was ein Korbfestival versprach, wurde zu einer Demonstration zweier starker Defense-Reihen. Schütter (12) und Simon (10) wurden weitgehend abgemeldet und es sprang schon fast folgerichtig das Spiel mit den wenigsten Punkten des Wochenendes heraus. Am Ende setzten sich die Gastgeberinnen knapp mit 44:39 durch und drehten damit den 20:21-Rückstand zur Halbzeit. Flavia Behrendt war mit 17 Zählern auf Seiten der Braunschweigerinnen die beste Werferin, gefolgt von Simon und Leonie Rosemeyer (7). Für die Hagenerinnen waren neben Schütter Julia Dzeko und Antonia Fritz (jeweils 7) am erfolgreichsten.

Das deutlichste Spiel der Playoffs fand am vergangenen Wochenende in Osnabrück statt. Die OSC Junior Panthers nahmen der TuS Lichterfelde von Anfang an den Wind aus den Segeln und dominierten die Partie nach Belieben. Auch nach der 46:19-Halbzeitführung ließen die Gastgeberinnen nicht nach und entschieden das Spiel am Ende deutlich mit 79:38. Ann-Sophie Ossowski (22), Cherina Kaiser (17) und Svea Tigges (10) waren alleine erfolgreicher als das gesamte gegnerische Team, für das Pauline Dreher (12), Chiara Dröll (8) und Sina Kafka (5) am häufigsten punkteten.

Auch in den Playdown-Gruppen wurde am vergangenen Wochenende gespielt. In der Gruppe Süd wollte das Team Oberfranken im Auswärtsspiel beim TS Jahn München den Schwung aus dem ersten Sieg in der Woche zuvor mitnehmen. Das ist bei der 47:52-Niederlage allerdings nicht gelungen, so dass die Abstiegssorgen beim Team Oberfranken (1 Sieg/5 Niederlagen) allmählich größer werden. Allzu viele Chancen hat der Tabellenletzte nicht mehr, sich ans rettende Ufer zu bringen. Die Münchenerinnen haben dagegen den Klassenerhalt durch den Erfolg so gut wie sicher. Das Team feierte vier Siege bei drei Niederlagen und rangiert derzeit auf dem dritten Platz in der Gruppe.

In der Playoff-Gruppe Nord kam es in Oberhausen zu einem Kellerduell mit höchster Brisanz. Evo New Basket Oberhausen empfing das Team Göttingen. Schon vor der Partie war klar: Wer das Spiel gewinnt, kann im Kampf gegen den Abstieg vorerst durchatmen, wer verliert, muss sich mit dem Gedanken auseinandersetzen, bis zum letzten Spieltag zittern zu müssen. In einer hochspannenden Partie behielt das Team Göttingen am Ende mit 57:51 die Oberhand und drehten dabei im letzten Viertel einen 41:44-Rückstand. Auch Ronja Spießbach konnte mit starken 27 Punkten Oberhausen nicht vor einer Niederlage bewahren. Hannah-Maria Rosenkranz (11) und Verena Doczyck (5) trafen nach Spießbach am häufigsten für Oberhausen, auf Seiten des Teams Göttingen waren Merle Wiehl (18), Britta Daub (11) und Nele Hanne Blaume (8) am erfolgreichsten. Das Team Göttingen setzte sich durch den vierten Sieg im sechsten Spiel auf den zweiten Tabellenplatz, Oberhausen stagniert bei drei Siegen und drei Niederlagen auf dem vierten Platz.

Völlig sorgenfrei können die Metropol Girls in die restlichen Partien gehen. Der Tabellenführer machte beim 80:53-Erfolg gegen den Tabellenvorletzten SV Halle Junior LIONS den Nichtabstieg perfekt. Sandrine Gries machte für die Metropol Girls ein überragendes Spiel (27 Punkte), aber auch Josephine Ehling und Isabel Neumann (jeweils 13 Punkte) wussten zu überzeugen. Janina Schinkel (13), Lena Büschel (12) und Luzie Niederhausen (10) waren für die LIONS treffsicher.  Bei drei Siegen und vier Niederlagen hat sich die Situation aber weiter verschärft. In den kommenden Wochen muss unbedingt gepunktet werden, wenn die Relegation vermieden werden soll.

Die Spiele im Überblick:

Playoffs Süd:
BSG Basket Ludwigsburg – TSV 1880 Wasserburg 58:54 (33:24)
Team Mittelhessen – Basket-Girls Rhein-Neckar 70:58 (33:31)

Playoffs Nord:
Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel – TSV Hagen 1860 44:39 (20:21)
OSC Junior Panters – TuS Lichterfelde Basketball 79:38 (46:19)

Playdowns Süd:
TS Jahn München – Team Oberfranken 52:47

Playdowns Nord:
evo New Basket Oberhausen – Team Göttingen 51:57 (28:28)
Metropol Girls – SV Halle Junior Lions 80:53 (35:22)

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