WNBL-Review: Der Alltag ist eingekehrt13. Oktober 2014

Am vergangenen Wochenende stand der dritte Spieltag der Weiblichen Nachwuchs-Bundesliga (WNBL) auf dem Programm. Am Sonntag waren 24 Teams im Einsatz; langsam, aber sicher kristallisieren sich die Topteams der jeweiligen Gruppen heraus.

Dazu muss man nach drei Partien ganz klar die Dragons Rhöndorf zählen. In der Gruppe Südwest setzte sich das Team von Robert Gan dank eines tollen zweiten Viertels gegen die Basket-Girls Rhein Neckar (Helena Rickert 12, Anne Zipser 11) durch und bleibt ungeschlagen. Einen 8:11-Rückstand nach dem ersten Viertel drehten die Dragons noch vor der Halbzeitpause zu einem 24:14-Vorsprung. Am Ende führten Kathrin Menne und Carlotta Ellenrieder (jeweils 11) ihr Team zum 51:42-Erfolg.

Die erste Niederlage musste dagegen Vorjahresfinalist Team Mittelhessen hinnehmen. Im Heimspiel gegen die Rhein-Main Baskets lief es vor allem in der ersten Halbzeit nicht rund. Zwar kam das Team von Aleksandra Kojic vor dem Schlussviertel nochmal 50:54 heran, konnte die Partie aber nicht mehr drehen und verlor am Ende mit 63:72. Beste Schützinnen waren Monika Wotzlaw (24), Leah Niederhausen (16, beide Rhein-Main Baskets) und Anja Oehm (16, Team Mittelhessen).

Im „Kellerduell“ der Gruppe gastierten die Pfalz Towers beim USC Freiburg. In Halbzeit eins hielten die Gäste noch hervorragend mit (28:28), erlebten dann aber einen Einbruch. Katharina Hirt (25) und Felicia Kälble (16) waren beim 79:47-Erfolg am Ende beste Scorerinnen auf Freiburger Seite, Jasmine Griggs (15) und Yasminn Akele (11) scorten für die Pfalz Towers zweistellig.

Satou Sabally überragt, Schwester Nyara überzeugt

Eine wahre „Sabally-Gala“ erlebten die Zuschauer beim Duell der Metropolitan Baskets Hamburg gegen TuS Lichterfelde (55:102) in der Gruppe Nordost.  Satou Sabally (Foto rechts), frisch gekürte U16-B-Europameisterin und Turnier-MVP, überragte mit 37 Punkten für ihr Team. Auch ihre jüngere Schwester Nyara (11) und Chiara Dröll (16) wussten zu überzeugen. Für die Hanseatinnen traf punktete Mirja Beckmann zweistellig.

Das Top-Team der Gruppe, die Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel konnten ihre Tabellenführung in Abwesenheit der ChemCats Chemnitz, die an diesem Wochenende spielfrei hatten, weiter ausbauen. Im Heimspiel ließ die Spielgemeinschaft dem Team Göttingen keine echte Chance und setzte sich souverän mit 77:40 durch. Theresa Simon (19), Leonie Rosemeyer (16) und Aneliya Draganova (13) waren die herausragenden Spielerinnen des Gastgebers, das Team Göttingen hatte mit Britta Daub (16) und Merle Wiehl (10) ihre besten Akteurinnen, bleibt aber weiterhin sieglos.

Ein wahres Auf und Ab erlebten die Zuschauer der Partie zwischen den SV Halle Junior-Lions (Celina Kühn, Janina Schinkel beide 13) und der SG ALBA/BG 2000 Berlin (Sophia Müller 14, Luca Pauline Mariose 10). Nach gutem Anfangsviertel (18:14) durchliefen die Gastgeberinnen im zweiten Viertel ein Tal. Lediglich drei eigene Punkte führten zum 21:30-Halbzeitrückstand. Nach der Pause setzten sich die Berlinerinnen weiter ab, am Ende reichte es gegen tapfer kämpfende Junior-Lions noch zum 57:50-Auswärtssieg. Die Mädchen aus Halle bleiben damit vorerst sieglos, die SG ALBA/BG 2000 Berlin feierte den zweiten Sieg im dritten Spiel.

Herne und Hagen ohne Fehl und Tadel

In der Gruppe Nordwest empfing der Herner TC, einer der Topfavoriten in diesem Jahr, die OSC Junior Panthers, die im Sommer einen großen Umbruch zu verkraften hatten. Herne dominierte die Partie von Beginn an nach Belieben und siegte letztlich deutlich mit 98:47. Maria-Angelina Sola (27), Jenny-Meike Strozyk (23) und Louisa Oleyniczak (16) waren die herausragenden Spielerinnen auf Seiten der Gastgeber, auf Seiten Osnabrücks waren Emily Enochs (16) und Kira Dölle (10) am erfolgreichsten.

Das zweite Topteam der Gruppe, der TSV Hagen 1860, reiste am Sonntag zum evo New Basket Oberhausen. Eine starke Mannschaftsleistung, in der mit Leonie Schütter (23), Jasmin Hujic (18), Samiye Ayse Colakoglu (16) und Elsa Marie Bönicke (11) gleich vier Spielerinnen zweistellig punkteten, führte zum ungefährdeten 84:42-Erfolg. Alica Delling (11), Melissa Kadic (10), Laura Weißenborn (10) waren die besten Schützinnen auf Seiten der Gastgeber. Am kommenden Wochenende kommt es zum großen Spitzenspiel zwischen Hagen und Herne.

In der dritten Partie der Gruppe empfingen die Metropol Girls (Johanne Heinz 16) die Rhein Girls Basket (Karolin-Ivonn Tzokov 16, Ayla Faber 11). Nach einem ständigen Hin-und-Her setzten sich am Ende die Gäste dank eines starken Schlussabschnittes mit 53:43 durch und feierten den zweiten Sieg im dritten Spiel. Die Metropol Girls warten nach ihrem zweiten Saisonspiel noch auf die ersten Punkte in der Tabelle.

Main Sharks gewinnen Spitzenspiel

Ein echtes Spitzenspiel gab es am vergangenen Wochenende in der Gruppe Südost. Die Main Sharks baten den TSV 1861 Nördlingen zum Tanz. Beide Teams waren noch ungeschlagen und hatten bereits zwei Siege auf dem Konto. Erwartungsgemäß spannend verlief die Partie dann auch über die gesamte Spielzeit – bis hin zum packenden Finish. Am Ende setzten sich die Main Sharks hauchdünn durch (50:49), auch wenn mit Anna Furman (12) lediglich eine Spielerin zweistellig punktete. Auf Seiten des TSV waren Constanze Ehrmeier (13), Johanna Klug (13) und Luisa Geiselsöder (10) die besten Punktesammlerinnen.

Etwas deutlicher ging es dagegen in der Partie zwischen dem TS Jahn München und dem Team Oberfranken zu. Beide Mannschaften waren mit jeweils einem Sieg und einer Niederlage in die Saison gestartet. Die Gäste kamen aber überhaupt nicht aus den Startlöchern und lagen bereits nach dem ersten Viertel mit 4:16 zurück. Dieser Rückstand stellte sich im weiteren Verlaufe der Partie als zu groß heraus. München (Eva Morf 14, Sophia Erlacher 12, Joanina Oltersdorff 11, Emma Jessel 10) setzte sich letztlich mit 75:58 durch. Für das Team Oberfranken war Ramona Hesselbarth (12) am erfolgreichsten.

Der bis dato sieglose TSV 1880 Wasserburg empfing die BSG Basket Ludwigsburg, die mit einem Sieg in die WNBL-Saison gestartet war.  Nach einem guten Start der Wasserburgerinnen schlugen die Gäste bis zur Halbzeit zurück und lagen mit 34:39 in Front. Auch nach dem dritten Abschnitt lagen die Gastgeberinnen noch zurück, wenn auch denkbar knapp (49:51). Am Ende bewiesen die Spielerinnen des TSV den längeren Atem und drehten die Partie im Schlussviertel noch zum überraschenden 72:61-Erfolg. Überragende Spielerin war Anna Fuchs (Foto links, Foto: Anton Höpfl) mit 33 Punkten, auch Tatjana Stemmer zeigte mit 21 Zählern eine starke Leistung für die Wasserburgerinnen. Auf Ludwigsburger Seite waren Nadja Stöckle (18), Iva Banozic (16) und Mica Himmeldirk (12) die besten Schützinnen.

 

Die Ergebnisse im Überblick:

Gruppe Südwest:

Dragons Rhöndorf – Basket Girls Rhein-Neckar 51:42

Team Mittelhessen – Rhein Main Baskets 63:72

USC Freiburg – Pfalz Towers 79:47

Gruppe Nordost:

Metropolitan Baskets Hamburg – TuS Lichterfelde 55:102

Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel – Team Göttingen 77:40

SV Halle Junior-Lions – SG ALBA/BG 2000 Berlin 50:57

Gruppe Nordwest:

Herner TC – OSC Junior Panthers 98:47

Metropol Girls – Rhein Girls Basket 43:53

evo New Basket Oberhausen – TSV Hagen 1860 42:84

Gruppe Südost:

TS Jahn München – Team Oberfranken 75:58

TSV 1880 Wasserburg – BSG Basket Ludwigsburg 72:61

Main Sharks – TSV 1861 Nördlingen 50:49

 

 

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