“Wer sich in diesem Alter ausruht, der hat schon verloren”11. Februar 2013

Es waren erfolgreiche und spannende Tage, die die U16-Jungen des Deutschen Basketball Bundes (DBB) und ihre Trainer in der letzten Woche im türkischen Sakarya verbringen durften. Mit einem hervorragenden vierten Platz und vielen Erfahrungen konnte sich das junge Team aus dem Turnier verabschieden. Kaum in Deutschland angekommen, wirft U16-Nationaltrainer Harald Stein (Foto) einen Blick zurück auf neun intensive Turniertage und spricht über das Entwicklungspotenzial seiner Mannschaft.


Wie sieht das Fazit des Turnieres aus, nachdem die Eindrücke etwas gesackt sind?

Stein: „Es hat sich wieder einmal bewahrheitet, dass das Turnier in der Türkei ein ganz wichtiger Test für unsere Mannschaft und das gesamte Team ist, denn es kommt von den Anforderungen am ehesten an Europameisterschaften heran. Bei keinem anderen Turnier hat man acht Spiele an neun Tagen, was den Jungs alles abverlangt. Die Belastung ist sehr hoch, was uns einen Eindruck vermittelt, wie die Spieler auf diese Belastung reagieren. Wir können sehr genau beobachten, wie ein Spieler ein schlechtes Spiel oder eine schlechte Phase verkraftet, umgekehrt gilt das Gleiche. Jeder Spieler reagiert anders auf den Verlauf eines Turniers und in diesen Bereichen können wir wertvolle Informationen sammeln“

 

Was sind die Hauptinhalte, an denen die Mannschaft noch arbeiten muss?

Stein: „Da wir es mit einer sehr jungen Mannschaft zu tun haben kann man eigentlich sagen: Wir müssen noch in allen Bereichen arbeiten. Dementsprechend haben wir sehr viele Einzel- und Perspektivgespräche geführt und die Jungs auf die Zeit bei ihren Heimteams eingestellt. Dort müssen sie nun die Grundlagen für zukünftige Einsätze in der Nationalmannschaft legen. Das bedeutet auch, auf anderen, ungewohnten Positionen Erfahrungen zu sammeln. Insbesondere die hohe Intensität, die sie jetzt in der Türkei erlebt haben, müssen sie im täglichen Training konservieren und in den Spielen umsetzen.“

 

Welche Spieler haben Sie besonders beeindruckt?

Stein: „In diesem Alter ist es viel zu früh, jemanden aus dem Team hervorzuheben. Dafür kann zu viel passieren. Wie oft kommt es vor, dass man junge Spieler beobachtet und von denen man zwei Jahre später schon nichts mehr hört. Wichtig ist für uns zu beobachten, dass alle Spieler auf einem sehr guten Weg sind und immer alles geben. Wer sich in diesem Alter ausruht, der hat schon verloren. Aber, und das muss man festhalten: Unsere Jungs sind alle auf einem guten Weg Basketball-Profi zu werden und es in die Bundesliga zu schaffen, vielleicht sogar in die A-Nationalmannschaft.“

 

In Ihrer Mannschaft sind nahezu alle Spieler aus Nicht-Erstligavereinen. Darf man den “kleineren” Vereinen ein besonderes Lob zollen, was die Nachwuchsarbeit angeht?

Stein: „So eine Grenze kann man eigentlich nicht ziehen. Einige unserer Spieler waren verletzungsbedingt nicht dabei, viele kommen aus Standorten mit einem Profi-Team in der Pro-A, also vergleichbar mit Vereinen mit Bundesliga-Mannschaften. Tendenziell kann man sagen, dass überall gute Arbeit geleistet wird und die Nachwuchsarbeit einen sehr hohen Stellenwert genießt.

Das Ziel für junge Spieler muss es aber sein, in ihrem Verein eine Perspektive zu haben, wo es ihnen möglich ist, sich auf hohem Niveau weiter entwickeln zu können. Dafür muss zunächst eine solide Nachwuchsarbeit gewährleistet sein. Fehlen dann irgendwann die guten, vereinseigenen Senioren-Teams, ist es wie bei einem guten Musiker: Der wird auch nicht auf immer und ewig in seiner Schulband spielen.“

 

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