Weddinger Wiesel erhalten „Großen Stern des Sports“ in Gold29. Januar 2007

DBB freut sich mit dem Berliner Basketball-Verein
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und die Volksbanken und Raiffeisenbanken verliehen am Montag den mit 10.000 Euro dotierten „Großen Stern des Sports“ in Gold 2006 an den Berliner Basketball-Verein „Weddinger Wiesel“. Aus den Händen von Bundespräsident Horst Köhler und im Beisein von 450 geladenen Gästen in der Berliner DZ-Bank erhielten die Weddinger Wiesel diese bundesweite Auszeichnung für intensive Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Berliner Bezirk Wedding. Der Deutsche Basketball Bund (DBB), der mit Präsident Ingo Weiss und Generalsekretär Peter Klingbiel bei der Preisverleihung vor Ort war, freut sich mit den Wieseln und gratuliert sehr herzlich zu dieser bedeutenden Auszeichnung.

Um Gold konkurrierten insgesamt 15 Vereine, die auf Landesebene vorher mit Silber ausgezeichnet wurden. Durch die Erfolge auf der Bronze- und Silber-Ebene hatten die Weddinger Wiesel bereits 4.000 Euro gewonnen. Am Spielbetrieb in Berlin beteiligen sich bei den Weddinger Wieseln 14 Basketballteams, davon allein zwölf im Jugendbereich. Dreiviertel der rund 320 Mitglieder sind unter 18 Jahren. Einer der Erfolgsfaktoren des Basketball-Vereins ist die gelebte „Kultur des Mithelfens“. Ab zwölf Jahren übernehmen Kinder kleine Aufgaben, die vom Kampfrichter bei den Jüngsten bis zum Schiedsrichter bei den Älteren reichen. Integration ist bei den Weddinger Wieseln gelebter Alltag. Zwei Drittel der Mitglieder sind ausländischer, mehrheitlich türkischer Herkunft – die Wiesel stammen aus 15 verschiedenen Ländern. „Die unterschiedlichen Nationalitäten sind für uns kein Thema, uns verbindet das Basketballspielen. „Multi-Kulti“ ist im Basketball ganz normal“, darauf legt Karin Radtke, Sportreferentin des Vereins, Wert.

„Die Auszeichnung spiegelt die große Vielfalt des Sports und die Bereitschaft der Vereine wider, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen“, sagte der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, Dr. Thomas Bach. „Wir freuen uns besonders, dass die Wertschätzung für den Sport durch die erstmalige Vergabe des Preises durch den Bundespräsidenten dokumentiert wird. Die ‚Sterne des Sports’ sind eine Auszeichnung, mit der die gesellschaftliche Dimension der Arbeit in den Sportvereinen aufgezeigt wird.“

Eine Jury mit DOSB-Präsident Dr. Thomas Bach, BVR-Präsident Dr. Christopher Pleister, dem ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz, dem dpa-Sportressortleiter Klaus von Elmpt, dem Sportchef des Bayerischen Rundfunks, Werner Rabe, und den beiden Sportlern Fanny Rinne (Hockey) und Boris Henry (Sperrwurf) hatte die Entscheidung gefällt. Sportvereine konnten sich in zehn Kategorien bewerben, mit Projekten zur Gesundheit und Umweltschutz über Sportangebote für Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren bis hin zur Förderung der Leistungsmotivation. Fast 200 Volksbanken Raiffeisenbanken in ganz Deutschland haben auf lokaler Ebene die „Sterne des Sports“ ausgeschrieben. Mehr als 2000 Sportvereine gaben im Jahr 2006 ihre Bewerbungen ab.

Bildzeile:
Karin Radtke, Sportreferentin der Weddinger Wiesel, freut sich über die Auszeichnung, die ihr stellvertretend für den gesamten Verein von Bundepräsident Horst Köhler überreicht wurde.
Foto: Thorsten Griebenow


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