Verein „Deutsche Basketballärzte“ gegründet3. Mai 2006

Ärztliches Qualitätsmanagement durch BVO-Mitglieder auch im Profi-Basketball

Medizinisches Neuland wurde am Rande des TOP 4 der BBL in Bamberg mit der Gründung des Vereins „Deutsche Basketballärzte“ betreten. Dabei wurde der Teamarzt des Deutschen Basketballmeisters GHP Bamberg, Dr. Markus Schneider, gleichzeitig stellvertretender Bezirksvorsitzender des BVO Oberfranken, zum 1. Vorsitzenden gewählt, sein Bamberger Teamarztkollege Dr. Gerhard Dobmeier (BVO-Mitglied) schuf mit der Ausarbeitung der Satzung die rechtliche Basis für diese Innovation außerhalb des Basketball-Parketts. Neben Dr. Markus Schneider komplettieren der Giessener Orthopäde Dr. Wolfgang Leutheuser (2. Vorsitzender) und Kassenwart Dr. Heinz Gerd Grotepass von den Artland Dragons die Premieren-Vorstandschaft.


Der Notar Hillmann aus Bamberg überreicht die Gründungssatzung dem 1. Vorsitzenden Dr. Markus Schneider, daneben Kassenwart Dr. Heinz Gerd Grotepaß von den Artland Dragons  und 2. Vorsitzender Dr. Wolfgang Leutheuser von den Gießen 46ers.

Völlig unbekannt waren bislang die Organisationsstrukturen neben den Aktiven, genauer gesagt in medizinischer Hinsicht in den jeweiligen Vereinen. Natürlich hat jeder Bundesligist eine gute medizinische Abteilung, aber: Wie ist diese strukturiert? Es waren die beiden Bamberger Mannschaftsärzte Dr. Markus Schneider und Dr. Gerhard Dobmeier, die den ersten Schritt wagten in eine „neue Welt“ wagten. Beim ALL STAR GAME in Köln im Januar diesen Jahres inszenierten sie ein erstes „Kennenlern-Wochenende“ – und siehe da: Siebzehn „Docs“ kamen zum ersten Treffen, und es wurde der Beschluss gefasst, dass nach dem Vorbild der Deutschen Eishockey-Liga ein eingetragener Verein gegründet werde. Zur Gründungsversammlung am 22. April reisten achzehn Ärzte aus sechzehn Basketball-Bundesligastädten an und unterstrichen damit Ihre Bereitschaft zur medizinischen Verbesserung.

Im wissenschaftlichen Rahmenprogramm berichtete Prof. Dr. Dieter Rosenbaum von der Orthopädischen Uniklinik Münster über eine umfangreiche prospektive Studie mit Vereins- und Profibasketballern über die Prävention von Supinationstraumata.

Sogenannte „Standards“, zum Beispiel hinsichtlich der orthopädischen und auch internistischen Lizensierungsuntersuchungen vor einer Bundesligasaison, werden geschaffen, die Frage nach dem Notfallmanagement in den doch großen Hallen (Max-Schmeling Halle in Berlin bis 10. 000 Zuschauer) und der Rehabilitation stehen im Mittelpunkt der Arbeit, genauso wie der Aufbau eines Unfallberichtsystems und natürlich auch die umfangreiche Doping-Problematik. Selbstverständlich wird auch der Deutsche Basketball Bund und die Basketball Bundesliga GmbH mit ins Boot genommen. „Die Zeiten, dass jeder für sich arbeitet, muss vorbei sein. Auch Fragen der Berufsgenossenschaft und Kompetenz-Abgrenzungen müssen geklärt werden“, umreißt Dr. Markus Schneider das Vorhaben der Bundesliga-Ärzte. Außerdem soll die Zusammenarbeit mit Teamärzten anderer Sportarten und auch mit den entsprechenden sportmedizinischen Fachgesellschaften gepflegt werden.

„Qualitätsmanagement“ im Bundesliga-Oberhaus ist angesagt und nun fest fixiert! Die Verletzung des Nationalspielers Robert Garrett im Finale 2004, damals noch im Frankfurter Dress, war letztlich ursächlich für die derzeitige Entwicklung in den medizinischen Abteilungen. So kommt es nicht von ungefähr, dass neben den Bamberger GHP-Ärzten auch der „Frankfurt-Skyliner“-Doktor Wolfgang Raussen zu den „Machern“ in puncto Vereinsgründung gehört.

Die beschriebene Idee wurde in den letzten Wochen hinter den Kulissen „gepusht“ und es ist ein großer Erfolg, dass beim TOP 4 die Gründungssatzung unterzeichnet und notariell beurkundet werden konnten.


Die beiden Gründer des „Deutsche Basketballärzte e.V“: Dr. Markus Schneider, 1. Vorsitzender (re.) und Dr. Gerhard Dobmeier.

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