U20-Herren verlieren EM-Viertelfinale gegen Favorit Spanien20. Juli 2012

Die deutsche U20-Nationalmannschaft hat das Viertelfinale der Europameisterschaft gegen den Titelverteidiger Spanien verloren. Das Team von DBB-Bundestrainer Frank Menz unterlag nach großem Kampf mit 47:73 (8:13, 16:20, 15:20, 8:20) und spielt nun um die Plätze 5-8. Gegen die extrem souverän auftretenden Iberer konnte das DBB-Team immer wieder verkürzen, schaffte es aber ob der extrem hohen Trefferquote des Europameisters nicht, dem Spiel eine entscheidende Wendung zu geben. Philipp Neumann (9 Punkte ) , Dennis Schröder (Foto, 8 Punkte), Daniel Theis (8 Punkte) und Besnik Bekteshi (7 Punkte) waren die tragenden Säulen im DBB-Angriff, doch auch sie konnten die Viertelfinal-Niederlage nicht verhindern. Die morgige Partie des DBB-Teams entscheidet sich im weiteren Verlauf des Abends.

Ole Wendt, Patrick Heckmann, Mathis Mönninghoff, Daniel Theis und Philipp Neumann führten die deutsche Mannschaft in das EM-Viertelfinale, in dem den Iberern die ersten Punkte der Partie gelangen. Heckmann hielt mit schöner Bewegung dagegen und half zudem mit, die starken spanischen Schützen in der Verteidigung zu stoppen. Bundestrainer Menz hatte vor dem Spiel vor der immensen Stärke des Titelverteidigers im Transition Game gewarnt; seine Spieler setzten dies in der Anfangsphase gut um (Neumann, 4:4, 4. Min.). Doch Spanien wurde im weiteren Verlauf des Auftaktviertels stärker und setzte immer wieder Nadelstiche durch Distanzwürfe. Bundestrainer Menz rief seine Mannschaft beim Stand von 5:11 (7. Min.) zu einer Auszeit und forderte ein, im Angriff wieder besonnener zu agieren. Wendt verwandelte einen Fastbreak, doch es blieb dabei: die deutsche Mannschaft musste gegen die hochintensive Verteidigung der Spanier um jeden Punkt kämpfen. Neumann traf von der Linie und markierte damit den 8:13-Zwischenstand nach zehn Minuten.

Mit sieben unbeantworteten Punkten begann Spanien das zweite Viertel – eindeutig zuviel nach dem Geschmack von Dennis Schröder, der mit zwei ebenso frechen wie wichtigen Dreipunktwürfen antwortete (14:20, 13. Min.). Deutschland fand unter der guten Regie von Schröder die entsprechend positionierten Mitspieler und konnte so seine Stärken besser auszuspielen. Beide Mannschaften versuchten, sich mit wechselnden Verteidigungsstrategien aus dem Konzept zu bringen, sodass offensive Highlights rar waren. Angeführt vom starken Duo Schröder und Neumann verkürzte das DBB-Team den Rückstand nun Punkt um Punkt (23:26, 18. Min.). Doch Spanien zeigte sich nur kurzzeitig beeindruckt: Abrines und Diez konnten für ihre Farben wiede einen Vorsprung erspielen. Deutschland haderte mit sich, auch weil die beiden Leistungsträger Theis und Mönninghoff viel Wurfpech hatten. Das DBB-Team ging gegen die starken Spanier mit einem 24:33-Rückstand in die Halbzeitpause, hatte aber weiterhin alle Chancen auf den Einzug in das EM-Halbfinale.

Theis tankte sich zu Beginn des dritten Spielabschnitts schön zum Korb durch, doch die spanische Auswahl traf ihre Floater in traumwandlerisch sicherer Manier. Die drei Niederlagen in der Zwischenrunde schienen den amtierenden Europameister noch fokussierter gemacht zu haben; nach Diez Drive wuchs der Rückstand der deutschen Mannschaft auf 13 Punkte an (26:39, 22. Min.). Besnik Bekteshi brachte nach der DBB-Auszeit viel Energie und traf nach Steal zum 30:39. Die Verteidigung der ING-DiBa-Korbjäger brachte sie aber zurück in die Partie: Theis’ Punkte waren immens wichtig, ebenso, dass Mönninghoff von der Linie traf und weiter verkürzte (34:40, 25. Min.). Wendts Energieleistung gegen die versammelte Centergarde brachte die Möglichkeit auf ein And-One-Spiel, doch die Freiwürfe blieben ein Problem für das DBB-Team. Wie bereits in der ersten Halbzeit nutzte Spanien dann aber eine Schwächephase der deutschen Mannschaft gnadenlos aus, um wieder davonzuziehen, und lag folglich vor Beginn des Schlussviertels wieder deutlicher in Front (39:53 aus deutscher Sicht).

Nahezu jeder Wurf saß nun bei den Spaniern, und diese trafen die aufopferungsvoll kämpfende deutsche Mannschaft mitten ins Herz. Mit Bekteshi und Schröder übernahmen zwei Spieler des jüngeren Jahrgangs viel Verantwortung; doch Spanien hatte immer eine Antwort. Während bei Deutschland die Würfe zumeist auf den Ring fielen und wieder heraus sprangen, berührten selbige diesen bei den Iberern noch nicht einmal. Nachdem der Rückstand auf zwanzig Punkte angewachsen war (44:64, 36. Min.), nahm Menz seine Starting Five aus dem Spiel, um allen Spielern des Kaders noch einmal Einsatzzeit zu geben. Richters Punkte setzten aus deutscher Sicht den Schlusspunkt – die deutliche Niederlage gegen die übermächtigen Spanier ließ das DBB-Team mit gebrochenem Herzen zurück (47:73).

Für Deutschland spielten:

Besnik Bekteshi (Neckar RIESEN Ludwigsburg, 7), Mario Blessing (University of South Carolina Upstate/USA), Kevin Bright (Vanderbilt University/USA), Patrick Heckmann (Boston College/USA, 3), Mathis Mönninghoff (TBB Trier, 4), Philipp Neumann (Brose Baskets Bamberg, 9), Johannes Richter (TSV Breitengüßbach, 2), Dennis Schröder (Spot Up Braunschweig / Phantoms Braunschweig, 8), Daniel Theis (ratiopharm Ulm, 8 Punkte, 12 Rebounds), Leon Tolksdorf (University of Connecticut/USA), Johannes Voigtmann (Fraport Skyliners, 1) und Ole Wendt (phoenix Hagen, 5).

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