U20-Herren unterliegen Russland30. Juni 2013

Zum Abschluss des internationalen „Turgut Atakol“-Turniers in Istanbul musste die deutsche U20-Nationalmannschaft der Herren heute eine Niederlage einstecken. Gegen Russland verlor das Team von Bundestrainer Harald Stein (Foto) mit 62:83(16:25, 17:17, 16:15, 13:26). Bester Werfer war Mauricio Marin mit 14 Punkten. Vor der Europameisterschaft in Tallinn (Estland), die am 9. Juli beginnt, steht für das DBB-Team in den kommenden Tagen jetzt noch der finale Lehrgang in Heidelberg an, wo es sich den letzten Schliff holen will.

Bereits vor neun Tagen war die U20 in Italien auf das Team aus Russland getroffen und dort förmlich überrannt worden. Daher wollte das Team heute von Beginn an konzentriert auftreten, konnte die ersten beiden Angriffe der Russen jedoch nicht erfolgreich stoppen und so lag man bereits nach zwei Minuten mit 1:6 zurück. In der Folge konnten die ING-DiBa-Korbjäger Russland zwar öfter unter Druck setzen, die Jungs verpassten es aber, sich in der Offensive zu belohnen. Nach fünf Minuten stand es 5:11. Nach einem Dreier von Leon Tolksdorf traf Russland zwei Mal in Folge von Downtown (8:17, 7. Min.). Die Schützlinge von Harald Stein ließen sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen und kamen durch fünf Punkte von Mauricio Marin auf 13:19 heran. Russland zog das Tempo zum Ende des Viertels nochmal an und konnte sich bis auf neun Punkte absetzen (16:25).

Julius Wolf und Mauricio Marin kam zu Beginn des zweiten Viertels frei zum Wurf, beide Dreier-Versuche fanden aber nicht den Weg in den Korb. Stattdessen traf Russland zum 18:32 (14. Min.). Die Wurfquote der Deutschen blieb weiter unterdurchschnittlich. Weniger als 40% aus dem Feld, nur 20% von jenseits der Drei-Punkte-Linie. Erst Mitte des Viertels wurde es besser. David Brembly und Bogdan Radosavljevic brachten das DBB-Team auf 26:34 heran (16. Min). Wann immer Deutschland aufholen konnte, zog Russland an und so gelang es nicht, den Abstand weiter zu reduzieren. Dank zweier erfolgreich abgeschlossener Angriffe durch Radosavljevic und Theis stand es eine Minute vor der Halbzeit 33:40. Mit 33:42 ging es in die Pause.

Deutschland kam sehr gut in die zweite Spielhälfte, schloss konzentriert ab und verteidigte viel besser. Dem Team war der Wille deutlich anzumerken, mit einem positiven Resultat das Turnier zu beenden. Bogdan Radosavljevic und Mauricio Marin waren erfolgreich und verkürzten kurzzeitig auf 47:52 (26. Min.). In der zweiten Hälfte des dritten Viertels belohnte sich das deutsche Team jedoch nicht für seinen Aufwand. Die Defense stand sehr gut, zwei Ballverluste und Ungeduld im Angriff brachten Russland zurück ins Spiel und erneut zehn Punkte Defizit (47:57, 28. Min.).In den Schlusssekunden gelang auf beiden Seiten nicht viel, Marin verkürzte auf 49:57 zum Ende des Viertels.

Das letzte Viertel begann aus deutscher Sicht enttäuschend. Russland machte Tempo, war von außen und unter dem Korb erfolgreich, für das DBB-Team war der Korb wie vernagelt. Einfach Korbleger fielen nicht, Russland verteidigte hart, Deutschland wurde zusehends nervöser. Über fünf Minuten blieb das Team ohne Korberfolg (49:70, 35. Min.) und Russland attackierte weiter erfolgreich den Korb. Erst vier Minuten vor dem Ende war es Theis, der das deutsche Team auf die Anzeigetafel brachte. Im Gegenzug musste man einen Dreier hinnehmen (52:75, 37. Min.). Russland baute die Führung bis zum Ende der Partie weiter aus und am Ende musste sich das deutsche Team mit 62:83 geschlagen geben.

“Wir haben in diesem letzten Test nochmal einiges ausprobiert, verschiedene Konstellationen getestet und deshalb zu Beginn die einfachen Dinge vergessen. Russland hat zwar elf von 20 Dreiern getroffen, trotzdem haben wir zu viele einfache Punkte zugelassen. Das Ergebnis war am Ende zweitrangig, viel wichtiger war es, noch einmal alle Spieler einzusetzen und zu testen. Johannes Richter hat erst seinen zweiten Einsatz nach einer Verletzung gemacht und es war aufschlussreich zu sehen, wie die Mannschaft im Spielbetrieb gegen einen starken Gegner funktioniert. Den Feinschliff holen wir uns jetzt in Heidelberg”, ordnete U20-Bundestrainer Harald Stein die Leistung seiner Schützlinge ein.

Für Deutschland spielten:
Max Merz (Fraport Skyliners/Eintracht Frankfurt), Kevin Bryant (Erdgas Ehingen/TuS Urspringschule, 2), David Brembly (Trefl II Sopot/Polen, 4), Mauricio Marin (FC Bayern München, 14), Julius Wolf (FC Bayern München, 8), Fabian Bleck (NOMA Iserlohn / Phoenix Hagen, 4), Johannes Richter (TSV Breitengüßbach/Brose Baskets Bamberg, 2), Leon Tolksdorf (University of Connecticut/USA, 3), Stephan Haukohl (Erdgas Ehingen/TuS Urspringschule, 4), Hans Brase (Princeton University/USA, 6), Sid-Marlon Theis (Erdgas Ehingen/TuS Urspringschule, 6), Bogdan Radosavljevic (FC Bayern München, 9).

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