U20-Herren siegen im Krimi gegen Frankreich23. Juni 2012

Die U20-Herren des Deutschen Basketball Bundes haben auch das vierten Aufeinanderteffen mit den Franzosen im Sommer 2012 gewonnen. Beim internationalen Turnier in der Türkei gewann das Team von DBB-Bundestrainer Frank Menz mit 47:46 (4:17, 12:5, 21:13, 10:11) und zeigte angesichts des schwachen Starts eine phänomenale Energieleistung. Aus dem homogenen DBB-Team stachen Maximilien Kleber (Foto, 14 Punkte, sechs Rebounds) und Philipp Neumann (12 Punkte, sechs Rebounds) heraus. Im letzten Spiel des Turniers trifft die deutsche Mannschaft morgen um 11 Uhr (deutscher Zeit) auf Polen.

Ole Wendt, Patrick Heckmann, Mathis Mönninghoff, Daniel Theis und Philipp Neumann begannen wie erwartet für die deutsche Mannschaft, bei der nun lediglich Kevin Bright zur Bestbesetzung fehlte. Den besseren Start in die Begegnung – das vierte Aufeinandertreffen der EM-Viertelfinalgegner von 2011 – hatten die Franzosen. Mit drei Distanzwürfen stellten sie die DBB-Verteidigung zunächst vor Probleme, lediglich Neumann hielt offensiv dagegen (2:9, 4. Min.). Frankreich agierte topmotiviert und schien alles daran zu setzen, die Schmach der drei Testspiel-Niederlagen vor zwei Wochen auf heimischem Boden wettmachen zu wollen. Deutschlands Angriff stockte, sodass Bundestrainer Frank Menz sein Team nach fünf Spielminuten zu einer Auszeit rief und Mario Blessing, Besnik Bekteshi und Maxi Kleber brachte. Theis traf im folgenden Angriff und untermauerte durch einen krachenden Block, dass – wie am Vortag – unter den Brettern kaum ein Weg an ihm vorbeiführt (4:9, 7. Min.). Da Frankreich aber überragend aus der Distanz traf und das DBB-Team seinerseits trotz gut herausgespielte Aktionen kein Wurfglück hatte, war der Rückstand nach zehn Minuten bereits deutlich (4:17).

Theis traf nach Anspiel von Heckmann und verkürzte den Rückstand zu Beginn des zweiten Spielabschnitts. Die Verteidigung der ING-DiBa-Korbjäger griff nun besser; Frankreich tat sich nun ebenfalls schwer und punktete über vier Minuten nicht. Klebers vier Punkte (Freiwurf und Dreier) waren wichtig für das Selbstbewusstsein der deutschen Mannschaft, doch Frankreich hatte erneut eine Antwort aus der Distanz (10:24, 16. Min.). Die nun stärkste Phase mit sechs Punkten in Folge (Kleber und Neumann) verkürzten den Rückstand vor dem Seitenwechsel auf acht Punkte. Beim Stand von 16:24 ging es für das DBB-Team, das im zweiten Viertel lediglich fünf französische Punkte zuließ, in die Kabinen.

Patrick Heckmann war der Mann des dritten Viertels: zunächst setzte er Wendt hervorragend in Szene, der von der Dreipunktelinie traf, dann zog er selber zwei Mal unwiderstehlich zum Korb und traf zum 25:28 (24. Min.). Beeindruckend, wie sich die ING-DiBa-Korbjäger trotz schwachem Beginn und wahrlich anstregendem Turnierverlauf wieder in die Partie zurückarbeiteten und diese nun völlig offen gestalten konnten (27:30, Theis). Neumanns vier Punkte von der Freiwurflinie brachten dann den verdienten Führungswechsel zu Gunsten des phantastisch kämpfenden deutschen Teams. Frankreichs starke Schützen Pelos und Westermann trafen für die Equipe Tricolore; mindestens ebenso schön war Heckmanns Durchstecker auf Kleber, der zum 35:37 verkürzte. Den Schlusspunkt dieses sehr guten Viertels aus deutscher Sicht setzten Heckmann durch tolle Verteidigung und Wendt durch seine beiden Freiwürfe, die den 37:37-Zwischenstand vor Beginn der letzten zehn Minuten bedeuteten.

Neumanns Punkte eröffneten das Schlussviertel, doch der starke Westermann hatte aus der Distanz eine Antwort für die Franzosen. Mathis Mönninghoffs Dreipunktewurf zum 42:38 tat da richtig gut, gerade, weil beide Mannschaft auf allerhöchstem Niveau verteidigten und so kaum Punkte zuließen. Deutschland hatte das Spiel unter Kontrolle, doch Frankreich blieb durch seine Schützen gefährlich. Neumann traf zum 46:43 eine gute Minute vor Spielende – doch der französische Trainer nahm noch einmal eine Auszeit, um womöglich doch noch zum Ausgleich und in die Verlängerung zu kommen. Wie wichtig Heckmanns Freiwurf zum 47:43 war, zeigte sich als Westermann noch einen Distanzwurf traf, der den 47:46-Endstand bedeutete.

DBB-Bundestrainer Frank Menz sagte nach dem Spiel: “Großes Kompliment an meine Mannschaft. Nach dem schlechten Start haben die Jungs immer an den Sieg geglaubt und nie aufgegeben. Es ist eine hohe Belastung für die Spieler, daher ist es sehr hoch einzuschätzen, dass wir in der Form zurückgekommen sind. Frankreich hat es uns durch die Dreier immer schwer gemacht, aber insbesondere unter dem Brett hatten wir Vorteile und haben diese auch genutzt.”

Für Deutschland spielten:
Besnik Bekteshi (EnBW Ludwigsburg/VfL Kirchheim Knights), Mario Blessing (University of South Carolina Upstate), Patrick Heckmann (Boston College, 5), Sebastian Fülle (ALBA Berlin), Maximilian Kleber (s.Oliver Baskets, 14 Punkte, 6 Rebounds), Mathis Mönninghoff (Gonzaga University, 3), Philipp Neumann (Brose Baskets Bamberg, 12 Punkte, 6 Rebounds), Dennis Schröder (Spot Up Braunschweig/New Yorker Phantoms Braunschweig, 2), Daniel Theis (Spot Up Braunschweig/New Yorker Phantoms Braunschweig, 6 Punkte, 6 Rebounds), Leon Tolksdorf (ALBA Berlin), Johannes Voigtmann (Funkwerk Baskets SC Jena) und Ole Wendt (Phoenix Hagen, 5).

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