U20-Herren nach Sieg gegen Montenegro in der Zwischenrunde14. Juli 2012

Die deutsche U20-Nationalmannschaft steht nach dem 71:55 (12:18, 22:15, 21:6, 16:16)-Erfolg über Montenegro in der Zwischenrunde der Europameisterschaft in Slowenien. Das DBB-Team von Bundestrainer Frank Menz zeigte in der Partie gegen die unangenehm zu spielenden und um ihre letzte Chance kämpfende Mannschaft aus Montenegro nach nervösem Beginn eine sehr gute Leistung. Nach dem morgigen Ruhetag steht Deutschland ab Montag in der Zwischenrunde und nimmt den enorm wichtigen Sieg gegen Frankreich mit. Als beste Werfer stachen Mathis Mönninghoff (15), Johannes Richter (13) und Leon Tolksdorf (10) aus dem gut harmonierendem und ausgeglichen punktenden DBB-Team hervor.

DBB-Bundestrainer Frank Menz vertraute zu Beginn dieser immens wichtigen Partie Ole Wendt, Patrick Heckmann, Mathis Mönninghoff, Leon Tolksdorf und Philipp Neumann. Daniel Theis konnte sich dank des hervorragenden Einsatzes der medizinischen Abteilung Deutschlands bereits mit Einlaufen, wurde aber dennoch zunächst geschont. Montenegro begann wie erwartet bissig und kämpfte nach den beiden deutlichen Niederlagen gegen Serbien und Frankreich um seine letzte Chance. Das DBB-Team ließ sich den Schneid nicht abkaufen und führte nach drei Spielminuten dank Punkten von Neumann und einem Distanzwurf von Tolksdorf mit 5:4. Wendt legte einen schönen Drive nach, allerdings konnte Montengros Schütze Nikolic und der agile Pavic die Führung zurückerobern. Johannes Richter vollendete ein schönes Zuspiel von Johaannes Voigtmann mit einem Slam-Dunk, doch die Begegnung blieb weiter offen und umkämpft (Distanzwurf Mönninghoff, 12:12, 7. Min.). Die bissig agierenden Montenegriner hatten zum Ende des ersten Viertels das Momentum auf ihrer Seite; das DBB-Team, bei dem Heckmann trotz hartem Einsteigens seiner Gegenspieler keine Pfiffe bekam, lag knapp zurück (12:18).

Auch zu Beginn des zweiten Viertel tat sich die deutsche Mannschaft gegen die aggressiv verteidigenden Montenegriner schwer. Tolksdorf zweiter Dreipunktewurf brachte wertvolle Entlastung, doch Deutschland lief weiterhin einem Rückstand hinterher (15:21). Doch die ING-DiBa-Korbjäger wurden nun immer stärker und waren von Montenergo nur durch Fouls zu stoppen. Die beiden stark aufspielenden Richter und Voigtmann setzten offensiv wichtige Akzente für Deutschland und wurden von Wendt sehr gut in Szene gesetzt (21:25, 16. Min.). Bekteshi markierte fünf Punkte in Serie und sicherte dem exzellent verteidigenden deutschen Mannschaft den 25:25-Ausgleich (17. Min.). Doch Montenergo steckte nicht auf und blieb brandgefährlich: Schröder egalisierte den Mugosa-Wurf, der trotz enger Bewachung traf (29:29). Kapitän Mönninghoff musste von den – allerdings auf beiden Seiten – kleinlich pfeifenden Schiedsrichtern sein drittes persönliches Foul hinnehmen; Deutschland konnte sich dank Wendts sicheren Nerven von der Freiwurflinie allerdings die Führung zurückerobern (32:31). Vor dem Seitenwechsel war dieses Entscheidungsspiel weit davon entfernt, vorentschieden zu sein: Deutschlands knappe Führung hatte aber Bestand (34:33).

Deutschlands Taktik, Montenegro durch Penetration zum Korb Fouls anzuhängen, ging weiterhin auf. Heckmann setzte Neumann in Szene, der seine Freiwürfe sicher verwandelte (33:36). Doch auch wenn Deutschland optisch das Spielgeschehen bestimmte, blieb Montengro in Schlagdistanz. Heckmann befreite sich kurzzeitig aus seiner Sonderbewachung und ging mit viel Wut im Bauch zum 38:33 zum Korb (24. Min.).  Tolksdorf, Voigtmann und Schröder trafen für Deutschland, die Montenegro nun zu knacken schien und sich erstmals etwas deutlicher absetzen konnte (44:35, 26. Min.). Insbesondere die jungen Spieler aus dem 1993er-Jahrgang übernahmen in diesem schwierigen Spiel viel Verantwortung: Richters Dunk nach Schröder-Pass wurde von Bekteshis Fastbreak-Punkten ergänzt (50:37). Vor Beginn des letzten Viertels senkte sich Mönninghoffs Dreipunktewurf in den Korb, Neumann traf zum 55:39 und sorgte für einen beruhigenden Vorsprung.

Montenegros sechs unbeantwortete Punkte zu Beginn des Schlussviertels missfielen Bundestrainer Frank Menz, der sein Team sogleich zu einer Auszeit rief (55:45, 32. Min.). Mönninghoff übernahm in dieser, für Deutschland schwierigen, Phase Verantwortung und traf nach klugem Pass von Blessing zum 58:47 (34. Min.). Montenergo profitierte davon, das Deutschland in dieser Phase in Foulprobleme geriet und blieb von der Linie in Schlagdistanz. Youngster Richter richtete es dann zur Vorentscheidung: seine fünf Punkte in Serie brachten Deutschland vier Minuten von Spielende wieder deutlich in Front (63:49). Auch Pavics Dreipunktewurf konnte das DBB-Team nicht mehr schocken, da Mönninghoff ebenfalls aus der Distanz auf seine Art antwortete. Deutschland setzte sich am Ende verdient mit 71:55 durch und steht ab Montag in der EM-Zwischenrunde.

DBB-Bundestrainer Frank Menz zeigte sich nach dem Spiel zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: “Montenegro hat hier heute mit allen Mitteln um seine letzte Chance gekämpft und dies haben wir ganz besonders im ersten Viertel gemerkt. Doch meine Mannschaft hat sich sehr gut zurück in das Spiel gekämpft und insbesondere im zweiten und dritten Viertel ihre Stärken ausgespielt.  In der Zwischenrunde warten wieder starke Gegner auf uns, auf die wir uns ab morgen voll fokussieren und in der ich dann auch wieder mit Daniel Theis rechne. Das Team, insbesondere die jüngeren Spieler, die heute einen tollen Job gemacht haben, hat aber gezeigt, dass wir auch so bestehen können.”

Für Deutschland spielten:

Besnik Bekteshi (Neckar RIESEN Ludwigsburg, 6), Mario Blessing (University of South Carolina Upstate/USA), Kevin Bright (Vanderbilt University/USA), Patrick Heckmann (Boston College/USA, 2), Mathis Mönninghoff (TBB Trier, 15), Philipp Neumann (Brose Baskets Bamberg, jeweils 8 Punkte / Rebounds), Johannes Richter (TSV Breitengüßbach, 13), Dennis Schröder (Spot Up Braunschweig / Phantoms Braunschweig, 4), Daniel Theis (ratiopharm Ulm, dnp), Leon Tolksdorf (University of Connecticut/USA, 10), Johannes Voigtmann (Fraport Skyliners, 7 Punkte, 11 Rebounds) und Ole Wendt (phoenix Hagen, 2).

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