U20-Herren besiegen Ungarn16. Juli 2014

Auch nächstes Jahr in der A-Gruppe! Die deutsche U20-Herren-Nationalmannschaft hat bei der Europameisterschaft auf Kreta (Griechenland) den Klassenerhalt geschafft. Gegen Ungarn gewann das Team von Bundestrainer Frank Menz mit 63:53 (11:12, 18:5, 6:15, 28:21) und spielt jetzt um die Plätze 13-16. Hätte man das Spiel verloren bzw. mit weniger als sieben Punkten Vorsprung gewonnen, hätte man in der Abstiegsrunde mit drei weiteren Teams um einen Nichtabstiegsplatz kämpfen müssen. So können die DBB-Herren ihr nächstes Match am Freitag in aller Ruhe angehen. Im heutigen Spiel gegen Ungarn war Johannes Thiemann mit 24 Punkten (davon 19 im vierten Viertel)  bester Werfer.

Menz vertraute zu Beginn auf Ismet Akpinar, Kevin Bryant, Maximilian Ugrai, Kenneth Ogbe und Robin Jorch. Gleich die erste Offensiv-Aktion war von Erfolg gekrönt; Jorch traf zum 2:0 und Bryant erhöhte von der Linie (3:0, 1.  Min.). Nach drei vergebenen Möglichkeiten in Folge waren es die Ungarn, die nach knapp drei Minuten mit 4:3 in Führung gingen. Frank Menz wechselte früh und brachte mit Merz und Thiemann zwei neue Kräfte. Beiden Mannschaften war die Nervosität beim Abschluss anzumerken. In der Folge häuften sich die Fehlversuche und so stand es nach fünf Minuten immer noch 4:3, ehe die Ungarn auf 6:3 erhöhten. Fast sechs Minuten blieb die DBB-Auswahl ohne Korberfolg. Dann erlöste Malik Müller per Dreier die deutschen Fans auf Kreta (8. Min.) und Ugrai legte zum 9:6 von Außen nach. Die Ungarn blieben aber weiter aggressiv und unter dem Korb erfolgreich. Nach zehn Minuten stand es 11:12 aus deutscher Sicht.

Auch im zweiten Viertel waren zunächst die DBB-Herren erfolgreich. In Person von Bryant eroberten sie sich die 13:12 Führung (11. Min.). In der Defensive arbeitete Deutschland jetzt besser und hielt die Ungarn aus der Zone heraus. Kevin Bryant erhöhte in der 13. Minute auf 15:12. Thiemann setzte kurz darauf zum Doppelschlag an und netzte zum 20:12 ein (14. Min.). Die ING-DiBa-Korbjäger überzeugten jetzt auch bei der Reboundarbeit (19:9) und erzielten folgerichtig das 22:12 durch Jorch zur Hälfte des zweiten Viertels. Auch der nächste Treffer durch Geske fiel per Korbleger. Der erste Korberfolg Ungarns im zweiten Viertel ließ mehr als sechs Minuten auf sich warten (24:24, 17. Min.). Mit dem ersten Distanzwurf traf Lockhart kurz darauf zum 27:14. Zwar leistete sich das Team von Frank Menz in der Folge einige Ballverluste, erhöhte die Führung aber dank Malik Müller auf 29:15 (19. Min.). Wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff war Ungarn nochmal erfolgreich und so ging es mit 29:17 in die Pause.

Drittes Viertel beginnt schlecht

Das dritte Viertel  begann denkbar schlecht für das DBB-Team. Während Ungarn traf, ließen Jorch, Merz und Müller drei Chancen liegen. Frank Menz wechselte weiter viel, um die Energie hochzuhalten und neue Impulse zu setzen. Zunächst legten die Ungarn aber weiter nach (29:21 und 29:23, 23. Min.) und selbst leistete man sich zu viele Ballverluste. In der 24. Minute nahm der Bundestrainer die erste Auszeit, doch auch danach trafen die Ungarn zum 29:24. Erst nach über vier Minuten war auch das deutsche Team wieder erfolgreich (Thiemann zum 31:24). Jedoch hatten sie sich bereits fünf Teamfouls geleistet, die Ungarn zeigten an der Linie jedoch genauso Nerven wie die DBB-Auswahl. Nach 25 Minuten erhöhte Müller auf 33:25. Jetzt waren es die Ungarn, die die Räume eng machten und Deutschland zwangen, von außen zu werfen. Müller übernahm in dieser Phase Verantwortung und schloss per Korbleger zum 35:25 ab (27. Min.), die Gegner trafen aber ihrerseits kurz darauf durch ihren besten Mann. Tibor Ban versenkte zwei Distanzwürfe zum 35:30, sein Teamkollege Bakk verstärkte die Sorgenfalten von Frank Menz durch seinen Treffer zum 35:32 nach 30 Minuten.

Hoffnung keimte auf, nachdem Thiemann das entscheidende letzte Viertel mit vier Punkten zu Gunsten der DBB-Herren eröffnete (39:32) und nach einem Freiwurftreffer der Ungarn sogar auf 41:33 erhöhen konnte (32. Min.). Doch auch zu Beginn des Viertels waren es die Ballverluste, die zu den nächsten Punkten der Ungarn führten (41:35, 34. Min.). Nach erfolgreichen Freiwürfen durch Thiemann musste das DBB-Team nach 35 Minuten einen bitteren Dreier hinnehmen, der den Vorsprung auf 43:38 schmelzen ließ. Nach der Auszeit von Frank Menz und schönem Anspiel von Geske traf Müller zum wichtigen 45:38 und Thiemann erhöhte auf 47:38 (36. Min.). Beide Teams schenkten sich in der Folge nichts und verteidigten hart. Jorch versenkte drei Freiwürfe zum 50:40, ehe Ungarn in der 37. Minute ein Dreier zum 50:43 gelang. Jorch schien jetzt seinen Wurf gefunden zu haben und traf den ersten Dreier Deutschlands im letzten Spielabschnitt (53:43, 38. Min.).

Immer wieder Thiemann

Auch dank Thiemann, der in dieser Phase vier Punkte erzielte, konnten die ING-DiBa-Korbjäger den 10-Punkte-Vorsprung bis 80 Sekunden vor dem Ende der Begegnung halten (57:47). Eine Minute vor dem Schlusspfiff nahm Ungarn eine Auszeit, konnte jedoch nur kurz verkürzen, ehe Thiemann per And-One wieder zur Stelle war (60:49). Die letzten 60 Sekunden glichen einem Krimi. Ungarn hatte von Außen die Chance zu verkürzen und wenig später an der Freiwurflinie, ließ aber beide Möglichkeiten ungenutzt. Nach einem deutschen Ballverlust traf Ungarn zum 60:51, auf der anderen Seite verwandelte Merz zwei von drei Freiwürfen und stellte damit den Klassenerhalt sicher, da die Ungarn lediglich auf 63:53 verkürzen konnten. Die Erleichterung beim DBB-Team war nach dem Abpfiff dementsprechend groß. Deutschland bestätigte eindrucksvoll, dass es das Team mit der besten Defense im Turnier ist (die wenigsten kassierten Punkte aller Mannschaften).

“Der Druck war heute riesengroß, denn es wären auch in der Absteigsrunde keine leichten Gegner gekommen. Die Ungarn spielen gut als Team und haben uns einen heftigen Kampf geboten. Die Nerven lagen bei einigen Spielern blank, einfachste Würfe sind daneben gegangen, aber wir sind jetzt sehr erleichtert, dass es gut ausgegangen ist. Johannes Thiemann und Niklas Geske, der acht Assists gespielt hat, möchte ich besonders loben, auch Robin Jorch war stark. Jetzt müssen wir erst einmal runterkommen und dann am Freitag weitermachen”, meinte ein spürbar geschaffter Bundestrainer nach dem Spiel.

Für Deutschland spielten:
Niklas Geske (Iserlohn Kangaroos/Phoenix Hagen, 2),  Maximilian Ugrai (s.Oliver Basketball Akademie Würzburg, 3). Max Merz (FRAPORT SKYLINERS, 3), Malik Müller (Virginia Tech/USA, 11), Kevin Bryant (Sunrise Christian Academy Kansas/USA, 5), Ismet Akpinar (ALBA Berlin, ), Dominic Lockhart (Baskets Akademie Weser-Ems/EWE Baskets Oldenburg, 3), Johannes Joos (BBA Ludwigsburg/MHP Riesen Ludwigsburg), Kenneth Ogbe (University of Utah/USA), Robin Jorch (RSVE Teltow/Kleinm./Stahnsdorf, 12), Helge Baues (Eisbären Bremerhaven, dnp), Johannes Thiemann (Brose Baskets/FC Baunach, 24).

Weitere Termine:
18.07.2014, Platzierungsspiele 13-16
18.07.2014, Abstiegsrunde

Alle Informationen und Statistiken finden Sie unter diesem Link

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