U20-Damen verlieren “Do-or-Die”-Spiel14. Juli 2013

Nach der furiosen Aufholjagd und dem sensationellen Sieg am gestrigen Tag gegen Ungarn konnte die deutsche U20-Damen-Nationalmannschaft ihre letzte Chance heute nicht nutzen und ist in die europäische B-Gruppe abgestiegen. Nach einem umkämpften Spiel gegen die Schwedinnen bei der EM im türkischen Samsun musste sich das Team von Bundestrainer Harald Janson mit 60:71 (16:12, 11:18, 19:17, 14:24 ) geschlagen geben und tritt jetzt den bitteren Gang in die zweite europäische “Liga” an. Beste Werferin für das DBB-Team war erneut Laura Hebecker mit 24 Punkten.

Es war der erwartete Showdown zweier Teams, die ihre letzte Chance um den Verbleib in der A-Gruppe unbedingt nutzen wollten. Katharina Müller, Elisabeth Dzirma, Lena Gohlisch, Ilka Hoffmann und Laura Hebecker standen in der “Ersten Fünf” für Deutschland. Beide Teams begannen nervös, Deutschland mit dem etwas besseren Start und der 6:2 Führung nach drei Minuten. Die ING-DiBa-Korbjägerinnen nahmen den Kampf insbesondere in der Defensive an und spielten extrem physisch. Laura Hebecker traf ihre ersten beiden Würfe, Hoffmann, Gohlisch und Müller hatten bereits nach drei Minuten je ein Foul auf dem Konto. Nach der frühen Führung vergaben die Schützlinge von Harald Janson die nächsten vier Würfe, die Schwedinnen trafen allerdings nur einen ihrer ersten elf Versuche aus dem Feld (6:3, 5. Min.). Dzirma und Hebecker sorgten nach sieben Minuten für die 10:5 Führung. Laura Hebecker hatte früh ihren Rhythmus gefunden und erzielte das 12:5 (8. Min.). Wenig später konterte sie nach einem erfolgreichen Abschluss der Schwedinnen zum 14:7. Eine Minute vor Ende des ersten Viertels gelang den Schwedinnen der erste Dreier des Spiels zum 14:10, erneut war es Hebecker, die zum 16:10 traf. Mit 16:12 ging es in das zweite Viertel.

Auch in den zweiten zehn Minuten erwischte Deutschland den besseren Start. Carla Bellscheidt mit fünf Punkten zum 23:15 (13. Min.). Doch dann wurde es dramatisch. Punkt um Punkt arbeiteten sich die Schwedinnen heran. Vier Minuten vor der Halbzeit stand es nur noch 23:22, 50 Sekunden später war es dann geschehen. Nach einer Vielzahl an kleinen Fehlern lag das deutsche Team mit 25:27 zurück. Die Mannschaft aus Schweden hatte das Momentum auf ihrer Seite und das DBB-Team agierte mit einem Schlag unsicher. Ein Fehler folgte dem anderen, die Würfe wollten nicht fallen und so stand es zwei Minuten vor der Halbzeit 25:29. Eine Minute war noch auf der Uhr, als Elisabeth Dzirma die deutsche Mannschaft wieder auf 27:29 heranbrachte. Die Schwedinnen konnten noch einen Freiwurf verwandeln und so ging es mit 27:30 in die Halbzeit.

Lena Gohlisch eröffnete das dritte Viertel mit einem erfolgreichen Abschluss zum 29:30, dann waren aber die Schwedinnen wieder am Zug (29:36, 23. Min.), während Bellscheidt und Hoffmann auf deutscher Seite vergaben. Nach einer Auszeit durch Harald Janson war Lena Gohlisch per Dreier erfolgreich, auf der Gegenseite traf Schweden zum 32:38 (24. Min.). Insgesamt agierte das deutsche Team in der Defensive immer wieder ungeschickt und so gingen die Schwedinnen elf Mal an die Linie, während Deutschland nur einen Freiwurf in 25 Minuten zugesprochen bekam. Vier Minuten vor dem letzten Spielabschnitt stand es 39:45, ehe Carla Bellscheid und Laura Hebecker das DBB-Team auf 43:45 heranbrachten. Bellscheidt brachte Deutschland dann sogar mit 46:45 in Führung, im Gegenzug traf Schweden zum 46:47 (28. Min.). So ging es auch in die letzten 10 Minuten.

Das Schlussviertel begann schlecht für das deutsche Team. Vier Punkte erzielten die Schwedinnen in Folge zum 46:51. Nach dem zwischenzeitlichen 48:53 leisteten sich beide Teams sieben Fehlpässe am Stück, ehe erneut die Schwedinnen erfolgreich waren (48:57, 34. Min.). Fünf Minuten vor dem Ende der Partie musste das deutsche Team einen Dreier hinnehmen und lag mit zwölf Punkten zurück (48:60). Laura Hebecker brachte die DBB-Mannschaft auf 51:60 heran, dann aber vergab das Team zwei Dreier in Folge und musste das 51:62 hinnehmen (37. Min.). Zwei Minuten vor dem Ende dann fast schon die Vorentscheidung durch Schweden – 53:67. Fouls prägten die Schlussminuten, Schweden blieb aber konzentriert. Wie schon im Gruppenspiel musste sich die deutsche U20-Damen-Nationalmannschaft dem Team aus Schweden mit 60:71 geschlagen geben. Der Abstieg aus der A-Gruppe steht somit fest.

Bundestrainer Harald Janson zum Abstieg und zum Spiel: „Wir haben es nicht geschafft, die Klasse zu halten, trotzdem muss ich dem Team ein riesen Kompliment für ihren großen Willen und ihren Einsatz am heutigen Tag machen. Sie haben alles gegeben, man kann ihnen keinen Vorwurf machen. Ich weiß, dass wir am Ende des Tages am Ergebnis gemessen werden und das heißt: Klassenerhalt nicht geschafft. Ich kann gerade noch nicht sagen, ob dieses Ziel möglich gewesen wäre, das müssen wir intern noch analysieren. Was aber festzuhalten bleibt ist, dass sich die Mannschaft in den letzten sechs Wochen weiterentwickelt und hier große Spiele gezeigt hat. Auch gegen die Schwedinnen, die eigentlich zur europäischen Spitze gehören, haben wir heute zwei Viertel gewonnen. Die zwei Jahrgänge unseres Teams haben bei diesem Turnier mit zwei Siegen ein gutes Ergebnis erreicht. Natürlich sind wir alle enttäuscht, trotzdem ziehe ich meinen Hut vor der Einstellung und dem Willen dieser Mannschaft.“

 

Für Deutschland spielten:

Katharina Müller (Herner TC, 2), Mary Ann Mihalyi (Chemcats Chemnitz), Levke Brodersen (TV Saarlouis Royals), Elisabeth Dzirma (Bender Baskets Grünberg, 9), Isabell Meinhart (Bender Baskets Grünberg), Lena Gohlisch (Berlin Baskets/ASV Moabit Berlin, 7), Ilka Hoffmann (Eisvögel USC Freiburg, 4), Caroline Van der Velde (Herner TC, 2),  Laura Hebecker (SV Halle LIONS, 24), Lena Bradaric (TuS Bad Aibling Fireballs), Carla Bellscheidt (BBZ Opladen, 12), Anna Heise (University of Maine/USA).

Sämtliche Information zur Europameisterschaft der U20-Damen gibt es unter diesem Link

Weitere News

29. August 2016

EM-Qualifikation: Alle Spiele im Livestream

sportdeutschland.tv mit Kommentator Michael Körner

HeckmannZipser2016vsPOR-500

29. August 2016

DBB-Herren: Start in die EM-Qualifikation

Dennis Schröder kommt als Unterstützung

LoMaodo2016vsPOR-500

29. August 2016

DBB begrüßt 21 neue B-Trainer/innen

Geringe Durchfallquote

DBB auf Flickr

Bitte anklicken, um die Slideshow zu öffnen.