U18-Jungen: Weiteren Schritt gemacht25. Juli 2014

Die U18-Nationalmannschaft der Jungen ist dem großen Ziel Aufstieg in die A-Gruppe einen weiteren kleinen Schritt näher gekommen. Nach dem deutlichen Auftakterfolg bei der B-Europameisterschaft im bulgarischen Sofia gegen Israel gelang dem Team von Bundestrainer Alan Ibrahimagic heute ein schwer erkämpftes 60:58 (18:19, 14:9, 14:10, 14:20) gegen Island, das sich am ersten Tag klar gegen Estland durchgesetzt hatte. Betrachtet man die ersten Ergebnisse der Vorrundengruppe D, sind die ING-DiBa-Korbjäger jetzt auf einem sehr guten Weg, die Gruppe ungeschlagen nach oben zu verlassen und damit unter die TOP8 einzuziehen.

Gegen Island, das als äußerst unbequem erwartet wurde und das “mit Einheitsgröße und fünf Außenspielern” (O-Ton Ibrahimagic) agierte, erwischten die jungen deutschen Spieler einen schwachen Start. Gewarnt hatten die Coaches vorher besonders vor dem 1.95 m großen Point Guard Jon Axel Gudmundsson, der gegen die Esten 21 Punkte erzielt und sein Team stark gelenkt hatte. Und genau dieser Gudmundsson spielte in den Anfangsminuten den Alleinunterhalter (0:7, 3. Min.).

Andreas Obst brach dann vorne den Bann, aber die Defense war nicht auf der Höhe. Als fast fünf Minuten absolviert waren, widmete sich Obst wieder seiner Lieblingsbeschäftigung, dem Versenken von Dreipunktewürfen (5:9). Tim Hasbargen konterte einen isländischen Dreier mit gleich zwei Distanztreffern, so langsam kam Fahrt in die Begegnung (11:12, 7. Min.). Obst besorgte an der Freiwurflinie die erste deutsche Führung, die aber in der Folge mehrfach wechselte. Bis zum 16:17 hatten offensiv bei Deutschland ausschließlich Obst und Hasbargen stattgefunden. Das 18:19 zum Viertelende machte dann Jan-Niklas Wimberg.

Auch nach 13 Minuten hatte sich kaum etwas am Spiel geändert (20:22). Die DBB-Auswahl konnte nach wie vor ihre körperlichen Vorteile nicht nutzen und kam über “groß” nicht zum Zuge. Da mussten schon die Dreier her, um den Anschluss nicht wieder zu verlieren (23:22, Wimberg, 14. Min.). Bereits der sechste deutsche Dreier (bei zehn Versuchen) war es, der durch Obst zum 26:22 traf. Obst überragte in der deutschen Offensive (29:26, Dreier, 17. Min.), Island agierte allerdings weiter gänzlich unbeeindruckt. Immer wieder verhinderten Ballverluste, dass sich Deutschland auch bis zum Seitenwechsel trotz der ersten Centerpunkte eine komfortable Führung herausspielen konnte (32:28). Stark allerdings, dass man Gudmundsson nach seinen Auftaktpunkten jetzt sehr gut im Griff und er bereits drei Fouls auf seinem Konto hatte.

Deutschland kann sich etwas absetzen

Zum Auftakt des dritten Viertels beendete ein isländischer Dreier über zwei punktlose Minuten. Von den 35 Punkten, die Deutschland nach 23 Minuten erzielt hatte, waren 24 durch Dreipunktewürfe zustande gekommen. Island ließ sich nicht abschütteln, schaffte gelegentlich den Ausgleich und schien nur darauf zu warten, dass die Deutschen eine Spur nachlassen. Die Wurfquoten beider Teams lagen nahezu identisch bei gut 30 Prozent, bei den Rebounds hatten die Deutschen leichte Vorteile. Es passierte minutenlang kaum etwas – zumindest nicht auf dem Scoreboard: 37:35 (28. Min.). Dabei lagen nach dem vierten Foul von Gudmundsson viele Vorteile auf der Seite der ING-DiBa-Korbjäger, für die endlich auch Niklas Kiel traf und Jakob Merz (Foto) noch einen drauf legte (43:35, 29. Min.). Kiel taute jetzt förmlich auf und zeichnete für die erste zweistellige Führung verantwortlich (46:36, 30. Min.).

Auch fortan war es alles andere als ein Spaziergang für die DBB-Jungen, diesen so wichtigen Sieg einzufahren. Die übermäßig vielen Ballverluste standen den Deutschen im Weg, man fühlte sich an einige Spiele der Vorbereitung erinnert (48:42, 33. Min.). Da kam der Dreier von Obst genau zum richtigen Zeitpunkt. der jetzt kaum noch zu stoppende Kiel besorgte das 54:42 (34. Min.), es bahnte sich eine Vorentscheidung an. Doch weit gefehlt, kaum eine Minute später hatte man Island wieder ins Spiel gelassen (54:48, 36. Min.). Das DBB-Team wackelte gehörig und musste die Isländer noch näher heran lassen. Die witterten jetzt ihre Chance, aber Agva konnte die Gemüter drei Minuten vor dem Ende wieder etwas beruhigen (56:49). Buchstäblich bis zur Schlusssirene musste die deutsche Mannschaft alles geben, ehe der Sieg feststand.

“Uns haben heute zu Beginn die unbedingt nötige Aggressivität und die Energie gefehlt. So haben wir den Gegner stark gemacht. Wir hatten alle gemeinsam keinen guten Tag, auch von der Bank kamen zunächst kaum Impulse. Unsere Vorteile inside haben wir überhaupt nicht genutzt und zu wenig Optionen gefunden. Nach der Pause haben wir uns dann in das Spiel reingebissen und Einiges besser gemacht. Es war wichtig zu gewinnen und wir haben gemerkt, wie wichtig es ist, von der ersten Sekunde an voll da zu sein”, wertete der Bundestrainer.

Für Deutschland spielten:
Constantin Ebert (TG 48 Würzburg/s.Oliver Baskets Akademie), Andreas Obst (Bike-Cafe Messingschlager Baunach/TSV Tröster Breitengüßbach, 20), Sebastian Schmitt (FC Bayern München, 5), Joschka Ferner (ratiopharm akademie Ulm/Weißenhorn Youngstars), Jan-Niklas Wimberg (Baskets Akademie Weser Ems/Oldenburger TB, 5), Tim van der Velde (RheinStars Köln, dnp), Jakob Merz (Schoder Junior-Giraffen Langen/FRAPORT SKYLINERS, 2), Luis Figge (finke baskets Paderborn), Tim Hasbargen (FC Bayern München, 9), Mahir Agva (Erdgas Ehingen/CYBEX Urspring, 9),  Niklas Kiel (BBG Herford/finke baskets Paderborn, 10), Moritz Wagner (ALBA Berlin, dnp).

Spieltermine Vorrunde (dt. Zeit)
Sa., 26. Juli 2014, 15.00 Uhr: Deutschland – Estland
So., 27. Juli 2014, 15.00 Uhr: Deutschland – Österreich
Mo., 28. Juli 2014, 19.30 Uhr: Deutschland – Georgien

Weitere Informationen, aktuelle Ergebnisse und Statistiken finden Sie unter diesem Link.

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