U18-Jungen mit drittem Sieg vor dem AST5. April 2012

Die deutsche U18-Nationalmannschaft hat auch ihr drittes Testspiel vor dem Albert Schweitzer Turnier, das am Ostersamstag beginnt, gewonnen. Gegen die Auswahl aus Neuseeland, die am ersten Turniertag der Gegner des DBB-Teams ist, setzte die das Team von DBB-Bundestrainer Kay Blümel mit 79:46 (19:10, 25:13, 14:17, 21:6) durch. Beste Werfer waren Maurico Marin (18 Punkte) und Stefan Wess (17 Zähler).

Die Anfangsphase der Partie war zunächst von der Verteidigung geprägt. Vor den Augen der weiblichen U18-Nationalmannschaft, die derzeit ebenfalls einen Lehrgang in Heidelberg absolviert, tat sich das DBB-Team gegen die agilen Neuseeländer zunächst schwer. Deutschland, das ohne Malik Müller, Paul Zipser, Gavin Schilling und Ismet Akpinar agierte, kam durch Stefan Wess zu seinen ersten Punkten. Dennoch blieben die Neuseeländer, deren Spiel durch aggressive Verteidigung  geprägt war, das agilere Team. Kalidou Diouf traf von der Freiwurflinie zum  6:6 (5. Min), an der sich die ING-DiBa-Korbjäger im ersten Viertel noch häufiger finden lassen sollten, da Neuseeland sehr früh die Teamfoulgrenze erreicht hatte. Nach zehn  intensiven Minuten stand es vor knapp 100 Zuschauern im Olympiastützpunkt Heidelberg 17:10.

Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts ließ es Alasane Dioubatè zur ersten zweistelligen Führung der deutschen Mannschaft krachen (23:13, 12. Min.). Deutschland dominierte in dieser Phase des Spiels die Bretter und kam so zu zweiten Chancen im Angriff, die allerdings zum Teil leichtfertig vergeben wurde. Neuseeland kämpfte nach wie vor wacker, agierte aber unter dem Korb nicht zwingend genug, um die deutliche Führung des DBB-Teams entscheidend zu gefährden. Wess  wusste im Angriff zu überzeugend und traf mit einem schönen Drei-Punkte-Spiel und Distanzwurf zum 34:16 (17. Min.). Vor dem Seitenwechsel dominierten die ING-DiBa-Korbjäger trotz wechselnder Besetzung das Spiel und lagen trotz sensationellem Kunstwurf von Matt Lacey zur Halbzeit mit 44:23 in Front.

Mauricio Marin eröffnete den dritten Spielabschnitt mit einem dynamischen Drive zum Korb – Deutschland diktierte weiterhin das Geschehen. Blümel nutzte die Testpartie, um Formationen und Positionen zu testen, was die Partie nun etwas zerfahrener werden ließ. Neuseeland blieb auch deutlichem Rückstand (52:25, 23. Min.) zum Trotz physisch und verbal aggressiv und schenkte dem DBB-Team keinen Zentimeter. Bundestrainer Blümel monierte die extrem ruppige Spielweise Neuseelands und wurde nicht nur mit drohenden Verletzungen seiner Spieler, sondern auch mit einem technischen Foul bestraft. Von der Freiwurflinie verkürzten die Ozeaner auf 36:56 aus ihrer Sicht. Vor Beginn der letzten zehn Minuten führte Deutschland mit 58:40.

Die Ansage des Bundestrainers für den Schlussabschnitt war klar: Fokus auf das eigene Spiel, die aggressive Spielweise des Gegners ausblenden und teamorientiert, den freien Mann suchend,  im Angriff die Systeme zu Ende spielen. Angeführt von David Taylor, der in dieser Phase Verantwortung übernahm, setzte Deutschland diese Vorgaben zunächst um. Nachdem Neuseeland auf Zone umstellte, agierte das DBB-Team wieder weniger clever und zwang Blümel zu einer Auszeit. In den letzten Minuten konnte Deutschland ihre optische Überlegenheit auch in Punkte ummünzen und setzte sich am Ende mit 79:46 durch.

“Das war sicherlich kein schönes Spiel und zum Teil ein erlittener Sieg. Wir haben heute eher gegen die All Blacks anstatt gegen die Tal Blacks gespielt. Für meine Spieler war es eine wichtige Erfahrung und ich bin mir sicher, dass sie aus diesem Spiel ihre Lehren ziehen und am Samstag sportlich eine gute Antwort geben werden. Gegen die ruppige Spielweise hat sich Kalidou Diouf gut behauptet, generell war es aber sehr schwierig, unser Spiel zu spielen und sich nicht zu sehr darauf zu fokussieren, den Fouls aus dem Weg zu ghen”, so Bundestrainer Kay Blümel nach dem Spiel.

Für Deutschland spielten:
Ismet Akpinar (BC Hamburg / Piraten Hamburg, dnp), Helge Baues (BSG Bremerhaven, 4), Kevin Bryant (TuS Urspringschule), Alassane Dioubaté (FC Bayern München, 3), Kalidou Diouf (TuS Urspringschule, 10), Robin Jorch (RSV Eintracht / IBBA Berlin, 4), Dominik Lockhart (Gießen Pointers, 5), Mauricio Marin (ALBA Berlin, 18), Daniel Mayr (TuS Jena, 3), Malik Müller (TuS Urspringschule, dnp), Kenneth Ogbe (TuS Urspringschule, dnp), Jamo Ruppert (SC Rist Wedel / Piraten Hamburg, 4), Gavin Schilling (LaSalle Institute Chicago, dnp), David Taylor (BBC Bayreuth, 7), Stefan Wess (UBC Münster, 17), Robert Zinn (BSG Ludwigsburg, 4), Paul Zipser (USC Heidelberg, dnp).

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