U18-Jungen besiegen Frankreich im Testspiel-Krimi5. August 2012

Die deutsche U18-Nationalmannschaft hat ihr vorletztes Testspiel vor der Europameisterschaft in Litauen gewonnen und sich in guter EM-Frühform präsentiert. In Heidelberg setzte sich die Mannschaft von DBB-Bundestrainer Kay Blümel nach einem intensiven Testspiel-Krimi nach Verlängerung mit 72:63 (13:6, 17:17, 15:20, 12:14, 15:6) gegen die Auswahl Frankreichs durch. Morgen steht um 16 Uhr ein weiteres Testspiel im Olympiazentrum Rhein-Neckar in Heidelberg an, ehe die deutsche Mannschaft am Dienstag zur Europameisterschaft nach Litauen aufbricht. Beste Werfer der deutschen Mannschaften waren Paul Zipser (17 Punkte) und David Taylor (14 Punkte).

DBB-Bundestrainer Kay Blümel, der wegen leichter Verletzungen auf den Einsatz von Malik Müller (Fuß) und Gavin Schilling (Knie) verzichtete, begann mit Ismet Akpinar, Dominik Lockhart, Paul Zipser, Maximilian Ugrai und Johannes Thiemann. Das DBB-Team diktierte von Beginn an das Geschehen und übernahm früh die Führung (6:4, 5. Min.). Insbesondere die eingewechselten David Taylor und Daniel Mayr überzeugten offensiv und brachten die deutsche Mannschaft nach zehn Minuten erstmals etwas deutlicher in Front (13:6).

Im zweiten Spielabschnitt kamen die Franzosen, die ebenfalls in Heidelberg ihre Vorbereitung auf die EM abschließen, etwas besser in die Partie. Deutschlands Verteidigung weiß nun einige Lücken auf, sodass Frankreich mit ihren agilen Akteuren immer wieder erfolgreich zum Korb kam. Unter den Brettern dominierte Deutschland allerdings und wusste seine Innenspieler entsprechend einzusetzen. Schmerzhaft waren hingegen die Ballverluste (zur Halbzeit zehn), die Frankreich immer wieder einfache Punkte brachten. Deutschlands Führung hatte – auch dank des stark agierenden Paul Zipsers – mit dem Halbzeitpfiff Bestand (30:23).

Auch nach dem Seitenwechsel blieb es eine umkämpfte Partie, in der sich beide Mannschaften nichts schenkten. Zipser überzeugte mit Spielübersicht und setzte seine Mitspieler gut in Szene, doch Frankreich steckte nicht auf und blieb gefährlich. Deutschland wechselte viel um die richtige Mischung zu finden, denn die gut aus der Distanz treffenden Franzosen waren nun mehr als ebenbürtig. Mauricio Marin und David Taylor übernahmen in dieser schwierigen Phase für Deutschland Verantwortung: Marins Distanzwürfe brachten das DBB-Team vor Beginn der letzten zehn Minuten auf 45:43 in Front, doch es bahnte sich ein Krimi an.

Mit einer aggressiven Pressverteidigung setzten die ING-DiBa-Korbjäger Frankreich zu Beginn des Schlussviertels unter Druck. Mit Erfolg, denn Frankreich wusste sich in dieser Phase nur mit Fouls zu helfen. Deutschland haderte jedoch mit seinen Freiwürfen und ließ so die Gelegenheit liegen, die Partie deutlicher zu seinen Gunsten zu gestalten (46:45, 33. Min.). Lockharts Punkte waren wichtig, da die Franzosen die Führung eroberten und defensiv den Druck auf Deutschland hochhielten. Zipsers Dreipunktewurf zum 54:52 gut drei Minuten vor Spielende war immens wichtig, doch die DBB-Mannschaft fing sich trotz guter Verteidigung weiter Punkte der Franzosen. 90 Sekunden vor Schluss lagen die ING-DiBa-Korbjäger denkbar knapp mit 56:54 in Führung – Frankreich rief zur Auszeit. Die Equipe Tricolore traf einen Distanzwurf, im Gegenangriff ging Zipser für Deutschland an die Linie. Ein Wurf fiel zum 57:57 durch die Reuse, und da Frankreich in den verbleibenden Sekunden nicht mehr traf, ging die Partie in die Verlängerung.

Deutschland wollte den Ball in Zipsers Hände bringen und war damit erfolgreich: mit zwei Dreipunktewürfen eröffnete der Heidelberger die Verlängerung. Thiemanns Punkte nach gutem Einsatz beim Rebound brachten die 66:63-Führung nach drei Spielminuten der Verlängerung. Auch nach der französischen Auszeit blieb Deutschland dominant und steigerte sich in der Verteidigung. Taylors Einsatz wurde offensiv wie defensiv belohnt; beim Stand von 70:63 in der letzten Spielminute war die Vorentscheidung gefallen. Deutschland musste sich den 72:63-Erfolg hart erarbeiten, ging aber letztlich verdient als Sieger vom Platz.

“Gegen die Franzosen ist es immer ein verteidigungsintensives Spiel – das war auch heute so. Ich bin zufrieden mit der Intensität und der Verteidigung meiner Mannschaft, die ja ohne Malik und Gavin gespielt hat. In der Verlängerung haben wir dann Herz gezeigt, uns noch einmal gesteigert und so verdient gewonnen. Morgen wird es sicherlich noch einmal eine schwierige und intensive Partie, die uns aber weiter bringen wird”, so Bundestrainer Kay Blümel nach dem Spiel.

Für Deutschland spielten:
Ismet Akpinar (BC Hamburg / Piraten Hamburg, 5), Robin Jorch (RSV Eintracht Stahnsdorf/ IBBA Berlin, 4),  Dominik Lockhart (VfB 1900 Gießen Pointers, 6), Mauricio Marin (FC Bayern München, 8), Daniel Mayr (Science City Jena), 6, Malik Müller (TuS Urpringschule, dnp), Gavin Schilling (LA Salle Institute Chicago, dnp), David Taylor (TSV Breitengüßbach, 14), Johannes Thiemann (TSV Breitengüßbach, 7), Maximilian Ugrai (Würzburg Baskets Akademie, 5), Stefan Wess (UBC Münster) und Paul Zipser (USC Heidelberg, 17).

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