U18-Jungen siegen und steigen dennoch ab19. August 2012

Die deutsche U18-Nationalmannschaft hat ihr abschließendes EM-Spiel mit 97:65 (28:24, 33:10, 14:19, 22:12) gegen Dänemark gewonnen. Das Team von DBB-Bundestrainer Kay Blümel musste jedoch im Anschluss auf einen polnischen Sieg gegen Frankreich hoffen, damit Deutschland den Abstieg aus der A-Division doch noch verhindert. Nach der 51:57-Niederlage gegen Frankreich reichte der gestrige 60:57-Sieg der deutschen Mannschaft nicht aus, um die Relegation aus eigener Kraft zu verhindern. Frankreich setzte sich allerdings deutlich gegen Polen durch und besiegelte so den Abstieg der deutschen Mannschaft. Gegen die Dänen waren Mauricio Marin (Foto, 15 Punkte bei hundertprozentiger Trefferquote aus der Dreipunktedistanz) und Johannes Thiemann (12 Punkte und 10 Rebounds) die besten Werfer für Deutschland.

Bundestrainer Kay Blümel begann im letzten Spiel der Europameisterschaft in Litauen mit Ismet Akpinar, Malik Müller, Paul Zipser, Maximilian Ugrai und Johannes Thiemann. Dänemark erzielte die ersten Punkte des Spiels, dann eroberte Thiemann mit vier Punkten in Serie die Führung für die ING-DiBa-Korbjäger. Dänemark, das frei aufspielen konnte, schlug in der munteren Anfangsphase zurück und sorgte für das 4:6 (2. Min.) aus deutscher Sicht. Beide Mannschaften lieferten sich einen offenen Schlagabtausch, der nach Freiwurfpunkten von Zipser in der fünften Spielminute ausgeglichen war (12:12). Deutschland tat sich mit der aggressiven Verteidigung der Dänen schwer und schaffte es nicht, seine Vorteile auszuspielen. Blümel nahm eine Auszeit, um an die wichtige Aufgaber seiner Mannschaft, in Vorleistung zu gehen und das Spiel zu gewinnen, zu erinnern. Mauricio Marins Distanzwurf zum 19:18 war wichtig, doch das DBB-Team brachte sich mit zahlreichen Ballverlusten um den Lohn seiner Arbeit. Dominic Lockhart und erneut Marin aus der Distanz brachten Deutschland wieder in Führung; Akpinar stellte aus der Distanz den 28:24-Zwischenstand zur Viertelpause her.

Deutschland war nun besser im Spiel und hatte durch die Distanztreffer Selbstvertrauen getankt. Akpinar und Marin machten da weiter, wo sie im ersten Spielabschnitt aufgehört hatten und erspielten dem DBB-Team so eine deutlichere Führung (33:24, 12. Min.). Defensiv zeigte sich die deutsche Mannschaft nun auch verbessert und ließ die Dänen kaum noch zur Entfaltung kommen. Marin war in dieser Phase des Spiels nicht zu stoppen, traf schon seinen vierten Dreipunktewurf und sorgte gemeinsam mit Ugrai für die deutlichste Führung der Partie (38:26, 13. Min.). Dänemark kam in dieser starken Phase des DBB-Teams hauptsächlich von der Freiwurflinie zu Punkten; Daniel Mayr und Müller hatten aber die richtige Antwort für Deutschland (43:30, 16. Min.). Der dänische Trainer nahm eine weitere Auszeit, doch die ING-DiBa-Korbjäger dominierten das Spiel nun nach Belieben, spielten sich viel Frust von der Seele und lagen zur Halbzeit deutlich in Führung (61:34). Mit Marin (zwölf Zähler) sowie Zipser und Thiemann (jeweils zehn Punkte) hatten drei Spieler aus dem Blümel-Team bereits vor dem Seitenwechsel eine zweistellige Punkteausbeute.

Auch in der zweiten Halbzeit war es die deutsche Mannschaft, die Tempo und Spielgeschehen diktierte: Schilling und Wess trafen und bauten die Führung weiter aus. Für Dänemark verkürzten Larsen und Jensen zwischenzeitlich, doch Jorchs Dreipuktspiel nach Schilling-Zuspiel zum 68:41 ließen eventuelle Zweifel an einem Comeback der Skandinavier im Keim ersticken (25. Min.). Bundestrainer Blümel ließ nun auch die zweite Fünf spielen und so blieb das Viertel ausgeglichen, ohne dass der deutliche Vorsprung der deutschen Mannschaft in Gefahr geriet (Ugrai zum 75:51, 28. Min.). Vor Beginn der letzten zehn Minuten war das Spiel zu Gunsten des DBB-Teams vorentschieden; Deutschland lag mit 75:53 in Führung.

Im Schlussviertel plätscherte die Partie dahin, aus deutscher Sicht setzten Lockhart und Ugrai nach Müller-Pass noch einmal Akzente (81:57; 35. Min.). Der Sieg des DBB-Teams stand außer Frage. Thiemann, der eine hervorragende Europameisterschaft spielte, griff sich seinen zehnten Rebound und sicherte sich Mitte des vierten Viertels ein Double-Double. Den Schlusspunkt aus deutscher Sicht setzte Mayr, der den Endstand des nie gefährdeten 97:65-Sieges herstellte.

Bundestrainer Kay Blümel sagte nach dem Spiel: “Nach dem schwachen Beginn heute im ersten Viertel haben wir unsere Qualität im zweiten Viertel deutlich ausgespielt. Es war gut und wichtig, dass wir die Spielzeit heute verteilen konnten und alle ihren Beitrag zu diesem Sieg geleistet haben. In der zweiten Halbzeit waren wir dann fast schon etwas verhalten; da hätten wir unsere Vorteile noch deutlicher ausspielen können. Jetzt hoffen wir natürlich auf die Polen – auch wenn die Konstellation natürlich schwierig ist und es für sie um nichts mehr geht.”

Für Deutschland spielten:
David Taylor (TSV Breitengüßbach, 2), Ismet Akpinar (BC Hamburg / Piraten Hamburg, 10), Dominik Lockhart (VfB 1900 Gießen Pointers, 7), Mauricio Marin (FC Bayern München, 15), Gavin Schilling (LA Salle Institute Chicago, 4), Stefan Wess (UBC Münster, 2), Maximilian Ugrai (Würzburg Baskets Akademie, 11), Paul Zipser (USC Heidelberg, 10), Malik Müller (TuS Urspringschule, 10), Robin Jorch (RSV Eintracht / IBBA Berlin, 5), Daniel Mayr (Science City Jena, 9), Johannes Thiemann (TSV Breitengüßbach, 12 Punkte und 10 Rebounds).

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