U16-Mädchen unterliegen Tschechien13. Juli 2014

Die U16-Mädchen-Nationalmannschaft hat das zweite Spiel gegen die Tschechische Republik in Grünberg verloren. Nach der knappen Niederlage im offiziellen Spiel am gestrigen Samstag ließ die Mannschaft von Bundestrainerin Alexandra Maerz den Gegnern zu viele Räume und musste sich im inoffiziellen Länderspiel mit 57:82 (15:21, 16:20, 13:20, 13:21) geschlagen geben. Satou Sabally war mit 29 Punkten herausragende Werferin des DBB-Teams. Für den Nachwuchs beginnt am 31. Juli die B-Europameisterschaft in Tallinn (Estland), davor stehen noch Testspiele gegen Belgien und die Niederlande an.

Für die DBB-Auswahl begannen Fine Böhmke, Satou Sabally, Anna Lappenküper, Johanna Klug und Kira Barra, die nach kleinen Startschwierigkeiten die Anfangsphase offen gestalten konnten. Sabally, Böhmke und Lappenküper sorgten für eine 9:8 Führung nach knapp fünf Minuten. Anne Zipser (Foto) traf kurz nach ihrer Einwechslung zum 11:10. Stark war im ersten Viertel das Umschaltspiel der Deutschen, die von den ersten 13 Punkten acht aus Fastbreaks heraus erzielten (13:10, 7. Min.). Die Tschechinnen hatten jedoch Vorteile bei den Zweitchancen und nutzten eine schwächere Phase der DBB-Mädchen zur 13:18-Führung (7.-9. Min.). Maerz reagierte und brachte Sabally und Böhmke zurück aufs Feld. Erstere traf zum 15:18, konnte den Buzzerbeater der Tschechinnen jedoch nicht verhindern, die den 15:21 Viertelstand erzielten.

Den Beginn des zweiten Viertels verschlief das DBB-Team. Wenig Kommunikation in der Defense, einige Ballverluste und kaum Struktur in der Offensive ließen den Rückstand auf 16:27 anwachsen (14. Min.). Auch bei der Reboundarbeit präsentierten sich die Gäste besser und zwangen Alex Maerz vor der Hälfte des Viertels zu einer Auszeit. Doch auch danach leisteten sich die ING-DiBa-Korbjägerinnen zwei Ballverluste, was Tschechien zum 16:29 nutzte. Nach dem 16:31 wachte dann Sabally auf und verkürzte auf 21:31 (16. Min.); Sicherheit brachten die Aktionen aber nicht und nach einem erneuten Ballverlust netzte Tschechien von Außen ein (21:34, 17. Min.). Die stark aufspielende Sabally traf nach einer Auszeit Deutschlands erneut doppelt und versuchte, das Team weiter zu pushen (26:36, 18. Min.). Dank ihrer Stärke beim Offensiv-Rebound blieben die Gäste allerdings am Drücker. Mit 31:41 ging es in die Halbzeitpause.

Und auch nach dem Seitenwechsel wollte den DBB-Damen nicht wirklich viel gelingen. Die Kommunikation blieb ein Manko, ebenso wie die Ballverluste. Tschechien zeigte sich im vergleich zum Vortag formverbessert und war präsenter. Das Resultat spiegelte sich auf der Anzeigetafel wieder: 36:56 nach etwas mehr als 25 Minuten Spielzeit. Einzig Satou Sabally mit 19 Punkten hielt dagegen, die nach einem Drei-Punkt-Spiel auch zum 41:60 traf (28. Min.). Am Ende des dritten Viertels stand es 44:61. 24 Punkte davon gingen auf das Konto von Sabally.

Die Anfangsphase des Schlussabschnitts verlief zerfahren. Tschechien konnte aus den Offensiv-Rebounds keine Körbe erzielen, Deutschland blieb zunächst auch ohne Treffer, ehe Theresa Simon zunächst zwei Freiwürfe und kurz darauf per Korbleger einnetzte (48:61, 33. Min.). Bis zur Hälfte des letzten Viertels mussten die Schützlinge von Alexandra Maerz jedoch sieben Punkte der Gäste hinnehmen (50:68, 35. Min.). Danach führten drei Ballverluste des DBB-Teams zu direkten Treffern durch die Tschechinnen, die damit für die endgültige Vorentscheidung sorgten (50:72, 37. Min.). In der Schlussphase ging es eigentlich nur noch um Ergebniskorrektur und  die Frage, ob Sabally die 30-Punkte-Marke knacken würde. 90 Sekunden vor dem Ende gelangen ihr per Dreier der 29. Punkt zum 57:76. Doch am Ende gelang beides nicht und man musste sich mit 57:82 geschlagen geben.

“Wir dürfen nach dieser Niederlage den Kopf jetzt nicht in den Sand stecken”, erklärte Bundestrainerin Alexandra Maerz nach der Partie. “Die Tschechinnen sind eine gute Mannschaft, besser als wir, da kann man schon mal verlieren. Was mir heute nicht gefallen hat war die Körpersprache. Nach der intensiven und guten Partie vom Vortag haben wir es nicht geschafft, die Kräfte noch einmal zu mobilisieren und über den Müdigkeitspunkt hinaus zu gehen. Genau das wird aber wichtig sein bei der EM, wo wir vier Spiele hintereinander haben. Wir werden aber nicht verzweifeln, sondern an diesen Schwächen arbeiten. Das gestrige Spiel macht uns Mut und aus den Fehlern von heute werden wir lernen. Mit Belgien und den Niederlanden haben wir jetzt noch zwei starke Gegner vor der Brust, an denen wir uns messen können”, warf Maerz den Blick auf nächste Woche voraus. Lobende Worte fand sie für die Organisation in Grünberg: “Das ganze Wochenende war perfekt organisiert und eine runde Sache.”

Für Deutschland spielten:
Seraphina Asuamah-Kofoh (Citybasket Recklinghausen/Metropol Girls), Kira Barra (Bender Baskets Grünberg/Team Mittelhessen), Fine Böhmke (ChemCats Chemnitz, 4), Britta Daub (BG 74 Göttingen, 3), Johanna Klug (TSV 1861 Nördlingen/Friendsfactory Baskets, 1),  Anna Lappenküper (Herner TC, 5),  Leonie Rosemeyer (Wolfpack Wolfenbüttel/Girls Baskets Bs-WF, 1), Satou Sabally (TuS Lichterfelde, 29), Leonie Schütter (TSV Hagen 1860/Phoenix Hagen Ladies, dnp), Theresa Simon (BG Wolfenbüttel/Wolfpack Wolfenbüttel/Girls Baskets Bs-Wf, 6), Maria-Angelina Sola (Herner TC, 2), Anne Zipser (USC Heidelberg/Basket-Girls Rhein-Neckar, 6), Paula Kohl (MTV 1846 Gießen).

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