U16-Mädchen tanken Selbstvertrauen22. Juli 2014

Die U16-Mädchen-Nationalmannschaft hat das zweite Heimspiel in Kamp-Lintfort und damit die Generalprobe vor der B-EM gewonnen. In der Glückauf Sporthalle zeigte das Team von Bundestrainerin Alexandra Maerz eine gute Partie und siegte mit 67:55 (13:7, 17:22, 23:14, 14:12) gegen die Niederlande. Erfolgreichste Schützinnen auf deutscher Seite waren Satou Sabally (15 Punkte, 10 Rebounds) sowie Leonie Rosemeyer  (15, 5). Für die Mannschaft steht jetzt die B-EM vom 31. Juli – 10. August in Tallinn/Estland an.

Wie bereits gestern vertraute Alex Maerz zu Beginn auf Satou Sabally, Leonie Schütter, Anna Lappenküper, Johanna Klug und Kira Barra. Die ersten Punkte der Partie erzielten die Gäste aus den Niederlanden, ehe Klug ausgleichen konnte und Barra sowie Schütter nach knapp vier Minuten die 6:2 Führung erzielten. Nach dem 6:4 der Niederlande taten sich beide Teams schwer, den Rhythmus aufrecht zu erhalten. Ballverluste, Fehlversuche und Fouls häuften sich und die Bundestrainerin sah sich zum Wechseln gezwungen. Nach knapp sieben Minuten traf Kira Barra zum 8:4, was etwas mehr Sicherheit ins Spiel der DBB-Auswahl brachte. Leonie Rosemeyer (Foto) und Anne Zipser sorgten für den 13:7 Zwischenstand nach 10 Minuten.

Die ersten Zähler im zweiten Viertel erzielte Asuamah-Kofoh. Mit ihren ersten Punkten war dann auch Sabally zur Stelle und brachte Deutschland früh mit 20:11 in Führung (13. Min.). Alles sah nach einer Wiederholung des zweiten Viertels vom Vortag aus, in dem die DBB-Mädchen die Vorentscheidung gesucht hatten, doch diesmal ließen sich die Niederländerinnen nicht beeindrucken. Sie stellten ihre Verteidigung um, überrannten förmlich die ING-DiBa-Korbjägerinnen und eroberten nach knapp 16 Minuten die Führung (20:21). Auch eine Auszeit von Maerz hatte diese Aufholjagd nicht stoppen können. Immerhin bekam das deutsche Team die Gegner etwas besser unter Kontrolle und hielt den Anschluss. Lappenküper traf zum 24:25 (18. Min.). Die Defensive stabilisierte sich und nach einem Block von Barra verwandelte Sabally auf der Gegenseite ihre Freiwürfe zum 26:26 Ausgleich (28. Min.). Einen Unterschied gab es zwischen beiden Teams jedoch. Deutschland hatte bis dahin alle sechs Dreier verfehlt, die Niederlande verwandelte ihren vierten zum 26:29 (29. Min.). Unter dem Korb zeigte sich dagegen die Stärke der DBB-Auswahl, die durch Rosemeyer und Barra kurz vor der Halbzeitsirene doch noch die Führung zurückerobern konnten (30:29).

Auch schnelle sechs Punkte der Gäste brachten die deutsche U16 zu Beginn des dritten Viertels nicht aus der Ruhe (39:35, 21. Min.). Drei Minuten später hatten Klug und Sabally den Anschluss hergestellt (36:37). Mitte des Viertels schließlich war es Schütter, die zum 39:37 traf. Die Defensive war jetzt hellwach und in der Offensive lief man langsam heiß. Spätestens der Dreier von Rosemeyer zum 46:37 (26. Min.) ließ das Selbstvertrauen wachsen. Die Niederlande hingegen war verunsichert und leistete sich zahlreiche Ballverluste. Maerz ließ in diesem Abschnitt viel Wechseln und sorgte so immer wieder für neue Impulse. Gut 60 Sekunden vor dem Ende des Viertels erhöhte Rosemeyer auf 50:41 und erzwang die Auszeit der Gäste. Doch die Wurfauswahl der DBB-Damen blieb weiter exzellent und so ging es mit 53:43 in das letzte Viertel.

Eine überzeugend aufspielende Leonie Rosemeyer erzielte auch die ersten Punkte des letzten Spielabschnitts (55:43, 31. Min.). Dann ließ die DBB-Mannschaft die Niederlande kurz zurück in Spiel. Nach 34. Minuten waren die Gäste bis auf  58:53 herangekommen, ehe Sabally einen wichtigen Dreier zum 61:53 traf und den Holländerinnen den Wind aus den Segeln nahm. Sabally und Klug stabilisierten das deutsche Spiel mit ihren Treffern zum 65:53 zur Mitte des Viertels und profitierten dabei auch von der guten eigenen Defensive und den Ballverlusten der Gegnerinnen. Bis in die letzten 90 Sekunden hinein waren beide Teams nicht mehr erfolgreich und hatten ihren Rhythmus verloren. Dann trafen die Gäste zum 65:55, Deutschland erzielte im Gegenzug aber das 67:55. Dabei blieb es am Ende auch. Die DBB-Auswahl gewinnt zum zweiten Mal gegen einen direkten EM-Kontrahenten und sammelt Selbstvertrauen für das Turnier.

Das sieht auch Bundestrainerin Alexandra Maerz so, die mit der “Leistung der Mannschaft sehr zufrieden war. Die Niederlande hat immer wieder versucht, unseren Rhythmus durch wechselnde Verteidigungen zu brechen. Aber wir haben uns nicht rausbringen lassen. Auch in den engen Phasen haben wir einen klaren Kopf behalten und waren konstant. Heute bin ich wirklich sehr zufrieden mit den Mädels. Alle haben ihre Aufgaben gut gemeistert und wir konnten auch taktisch etwas experimentieren. Die gesamte Vorbereitung war gut und wir konnten Selbstvertrauen tanken. Die EM ist trotzdem etwas anderes. Da ist es auch immer Tagesform abhängig. Wir werden von Spiel zu Spiel sehen und abwarten, was am Ende heraus kommt. Unser Ziel ist es, uns täglich zu verbessern. Wenn uns das gelingt, bin ich zufrieden”.

 

Für Deutschland spielten:
Seraphina Asuamah-Kofoh (Citybasket Recklinghausen/Metropol Girls, 4), Kira Barra (Bender Baskets Grünberg/Team Mittelhessen, 6), Fine Böhmke (ChemCats Chemnitz), Britta Daub (BG 74 Göttingen), Johanna Klug (TSV 1861 Nördlingen/Friendsfactory Baskets, 12),  Anna Lappenküper (Herner TC, 2),  Leonie Rosemeyer (Wolfpack Wolfenbüttel/Girls Baskets Bs-WF, 15), Satou Sabally (TuS Lichterfelde, 15), Leonie Schütter (TSV Hagen 1860/Phoenix Hagen Ladies, 7), Theresa Simon (BG Wolfenbüttel/Wolfpack Wolfenbüttel/Girls Baskets Bs-Wf, 2), Maria-Angelina Sola (Herner TC, 2), Anne Zipser (USC Heidelberg/Basket-Girls Rhein-Neckar, 2).

Weitere News

27. September 2016

Erste EuroBasket-Tickets im Verkauf

In Istanbul bereits Finalkarten erhältlich

EuroBasket2017Arena-500

27. September 2016

Minitrainer-Offensive startet in den zweiten Jahrgang

Erster Präsenzlehrgang in Bochum

MinitrainerOffensive216Bochum-500

22. September 2016

Bundesjugendlager 2016

Alle Teams mit Kader und Foto

BessoirHukporti2016-500

DBB auf Flickr

Bitte anklicken, um die Slideshow zu öffnen.