U16-Jungen verlieren EM-Viertelfinale gegen die Türkei27. Juli 2012

Die U16-Jungen des Deutschen Basketball Bundes haben ihr Viertelfinalspiel bei der Europameisterschaft in Litauen verloren. Die Mannschaft von DBB-Bundestrainer Harald Stein unterlag der Türkei mit 56:67 (11:20, 10:6, 11:16, 22:25) und spielt damit morgen um die Plätze Fünf bis Acht. Deutschland geriet in der Anfangsphase des Spiels ins Hintertreffen, kämpfte sich dann aber sehr gut zurück und musste – auch wegen der schwachen Ausbeute aus der Distanz, am Ende in die Niederlage einwilligen. Vier Spieler punkteten zweistellig für Deutschland: Jan Niklas Wimberg (13), Kevin Casper (Foto, 12), Niklas Kiel (11) und Mahir Agva (10).

Constantin Ebert, Lennart Okeke, Jan Niklas Wimberg, Kevin Casper und Joschka Ferner starteten für Deutschland in die Viertelfinale-Partie, in der das DBB-Team dank vier unbeantworteten Punkten von Casper einen tollen Start hinlegte. Auch das zwischenzeitliche 6:2 (3. Min.) ging auf das Konto von Casper, der dann mit seinem Team allerdings neun türkische Punkte in Folge hinnehmen musste und erstmals in Rückstand geriet (6:11, 5. Min.). Bundestrainer Harald Stein brachte Lars Kamp und Mahir Agva, die sich gleich durch wichtige Punkte einführten und die ING-DiBa-Krobjäger wieder in Schlagdistanz brachten. Angeführt von Center Güven, der zur Halbzeit mehr als die Hälfte der Punkte für seine Farben machte, nahmen die Türken die Führung mit in den zweiten Spielabschnitt. Deutschland lag nach starkem Beginn, auf den offensiv schwache Minuten folgten, mit 11:20 zurück.

Deutschland agierte im zweiten Viertel besser und schaffte es, die starken türkischen Innenspieler zunächst zu stoppen. Bundestrainer Stein musste für die Aufholjagd auf Joschka Ferner verzichten, der sich am Sprunggelenk verletzte und für die Begegnung ausfiel. Es entwickelte sich eine wahre Defensiv-Schlacht, in der die deutsche Mannschaft nun nahezu ebenbürtig war. Vor allem Agva übernahm in dieser Phase des Spiels viel Verantwortung und traf zum 22:26 (17. Min.). Das DBB-Team nahm die physische Spielweise der Türken nun an und agierte seinerseits hochintensiv: Kasper konnte immer wieder Akzente setzten und nahm damit viel Last von Jan Niklas Wimbergs Schultern, der von den Türken gesondert bewacht wurde. Jonas Grof verkürzte von der Freiwurflinie auf 23:26 und sorgte damit für den Halbzeitstand.

Andreas Obst und der weiterhin kaum zu stoppende Casper eröffneten die zweite Halbzeit für die deutsche Mannschaft, die den Rückstand auf zwei Punkte verringern konnte. Doch die Türken hatten auch jetzt eine Antwort und konnten – auch ohne Güven, der dank der guten Verteidigung der DBB-Youngster seit des ersten Viertels keinen Korb mehr erzielen konnte, wieder leicht davonziehen (26:30, 24. Min.). Es blieb weiterhin eine Verteidigungsschlacht, in der jeder gegnerische Korb ob des niedrigen Ergebnisses doppelt schmerzte. Güvens erste Punkte nach fast zwei Vierteln zum 26:34 traf das DBB-Team zu diesem Zeitpunkt mitten ins Herz. Niklas Kiel aber markierte fünf Punkte in Serie und sorgte im Alleingang dafür, dass Deutschland im Spiel blieb (34:38). Selbiges schaffte aber Ulugay für die Türken und so sah sich Deutschland einem 34:42-Rückstand vor Beginn des Schlussviertels konfrontiert.

Die Türken waren gewillt, das Spiel frühzeitig zu entscheiden und kamen mit viel Elan wieder auf das Parkett. Die deutsche Mannschaft hielt aber dagegen und untermauerte unter anderem mit zwei krachenden Dunkings von Wimberg und Okeke, das sie dieses Viertelfinalspiel noch nicht aufgegeben hatten (40:47, 34. Min.). Die Türkei hatte allerdings auch hier eine Antwort und veranlasste Bundestrainer Stein beim Stand von 40:52 und noch fünf Minuten auf der Spieluhr zu einer Auszeit. Agva, der mit vier persönlichen Fouls belastet war, nahm sich die Worte seines Trainers besonders zu Herzen und erzielte die folgenden vier Punkte für Deutschland (44:54). Doch die Türkei zeigte sich vom Kämpferherz der deutschen Mannschaft unbeeindruckt und verwaltete ihre Führung geschickt. Wimbergs Dreipunktewurf zum 51:59 – bezeichnenderweise der erste erfolgreiche Distanzwurf für Deutschland – brachte noch einmal Hoffnung, doch die Zeit lief für die Türken (38. Min.). Das DBB-Team machte in den Schlussminuten alles richtig, foulte schnell, doch die Türkei gab sich seinerseits keine Blöße, traf die fälligen Freiwürfe hochprozentig und fügte Deutschland so die bittere Viertelfinal-Niederlage zu. Am morgigen Samstag spielt die deutsche Mannschaft um 14.45 Uhr (deutscher Zeit) gegen Spanien, die ihr Viertelfinale knapp mit 67:68 gegen Serbien verloren.

Für Deutschland spielten:
Sebastian Schmitt (FC Bayern München), Andreas Obst (TSV Breitengüßbach, 1), Constantin Ebert (Würzburg Baskets, 2), Lars Kamp (Paderborn Baskets, 4), Jan Niklas Wimberg (Oldenburger TB, 13), Jonas Grof (Basketball Boele-Kabel), Lennart Okeke (Eintracht Frankfurt, 2), Tim van der Velde (SG Köln 99ers), Kevin Casper (TuS Lichterfelde, 12), Mahir Agva (SV 03 Tübingen, 10), Niklas Kiel (BBG Herford / Paderborn Baskets, 11), Joschka Ferner (TSV Nördlingen).

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