U16-Jungen verlieren Bronze in den Schlusssekunden19. Juli 2013

Die U16-Jungen Nationalmannschaft des Deutschen Basketball Bundes (DBB) hat beim European Youth Olympic Festival in Utrecht die Bronze-Medaille um einen Punkt verpasst. Das Team von Bundestrainer Alan Ibrahimagic lag kurz vor Schluss noch mit zehn Punkten in Front, ehe sie das Spiel mit 57:58 (14:6, 13:11, 22:15) gegen die Türkei verlor. Für die DBB-Auswahl blieb am Ende nur der undankbare vierte Platz. Niklas Kiel war mit 10 Punkten der erfolgreichste Schütze für Deutschland.

Die deutsche Mannschaft startete mit Georg Beyschlag, Lucien Schmikale, Tibor Taras, Niklas Kiel und Marcel Kessen in die Begegnung. Trotz der Niederlage am Vortag und den schweren Beinen kam das DBB-Team gut in die Partie. Schmikale und Kessen sorgten für die ersten Punkte im Spiel, Taras und Kiel konnten wenig später auf 7:2 erhöhen (4. Min.). Zur Mitte des ersten Viertels lag Deutschland mit 8:2 in Führung, ehe das Team eine kleine Schwächephase zu überstehen hatte. Fünf Würfe in Folge gingen daneben, erst knapp zwei Minuten vor dem Ende des ersten Viertels das 9:4 durch Kiel. Da die Türkei bereits früh mit fünf Team-Fouls belastet war, gingen die ING-DiBa-Korbjäger in den letzten Minuten durch Merz erfolgreich an die Linie und legten zum 12:6 vor. Till Pape traf mit dem Buzzer zum 14:6.

Nervös startete die Mannschaft in das zweite Viertel. Die Partie nahm an Härte zu, die Türken waren wacher und kam auf 14:12 heran (13. Min.), Pape traf aber im Gegenzug zum 16:12. Zwar hatte das deutsche Team sich eine Rebound-Überlegenheit erarbeitet, konnte die zweiten Chancen aber zu selten nutzen. Auch von jenseits der Dreier-Linie traf das DBB-Team keinen Wurf in den ersten beiden Vierteln. Zwischen der 14. und 18. Spielminute neutralisierten sich beide Teams, die Schützlinge von Bundestrainer Alan Ibrahimagic konnten allerdings den Vorsprung immer halten. Da die Türken mit der Schlusssirene trafen, ging es mit 25:19 in die Halbzeitpause.

In dieser hatte der Bundestrainer wohl die richtigen Worte gefunden, denn das Team spielte konzentriert und mutig. Nach drei Minuten fiel dann auch der erste Dreier durch Schmikale (33:23). Mitte des dritten Viertels sorgten Nkemazon, Kiel und Pape für eine komfortable 40:25 Führung. Der Türkei gelang nicht viel, sechs Dreier vergab das Team in Folge, dazu dominierten die DBB-Männer weiter die Bretter. Sausmikat erzielte mit zwei erfolgreichen Freiwürfen das 42:29 (27. Min), ehe das Team zwei Minuten Punkt los blieb. Pape mit einem Dreier und Merz in der letzten Sekunde trafen zum 47:34.

Dramatik in den Schlusssekunden

Eine Minute war im letzten Spielabschnitt gespielt, als die Türkei noch einmal auf zehn Punkte heran kam (47:37, 31. Min.). Es dauerte mehr als zwei Minuten, ehe Till Pape das deutsche Team auf die Anzeigetafel brachte (49:37). Allerdings antworteten die Türken mit zwei erfolgreichen Angriffen und so war Alan Ibrahimagic gezwungen, beim Stand von 49:41 eine Auszeit zu nehmen. Die gewünschte Wirkung zeigte diese jedoch erst einmal nicht. Zwei Ballverluste und zwei Fehlwürfe, mehr brachte Deutschland in den nächsten zwei Minuten nicht zustande, den Türken erging es aber auch nicht besser. Vier Minuten vor dem Ende stand es immer noch 49:41. Georg Beyschlag (Foto) nahm sich als erster Spieler ein Herz und traf per Dreier zum 52:41, Nkemazon blockte auf der Gegenseite den Wurfversuch der Türken, um wenig später das 54:43 selbst zu erzielen (37. Min.).

120 Sekunden vor dem Ende des Spiels traf die Türkei zum 54:46, Niklas Kiel konnte die Zehn-Punkte-Führung im Gegenzug aber wiederherstellen. Doch Sicherheit brachte dieser Punkt nicht, die Türken legten jetzt alles in die Waagschale und trafen zuerst zum 56:49, ehe sie eine Minute vor dem Ende auf 56:51 verkürzen konnten. Der überragend aufspielende Korkmaz, der am Ende die Hälfte der türkischen Punkte erzielt hatte, setzte den Deutschen weiter zu. Mit seinem 26. Punkt verkürzte er auf 56:54. Das DBB-Team fing an zu zittern, Nkemazon mit nur einem von zwei Freiwürfen und wieder Korkmaz mit dem Dreier zum 57:57 Ausgleich, 44 Sekunden auf der Uhr. 14 Sekunden vor dem Ende der Partie das Foul von Merz, die Türkei ging erstmals in Führung (57:58). Deutschland nahm die Auszeit, um die Taktik für den letzten Angriff zu besprechen. Doch der letzte Wurfversuch von Till Pape fand nicht das Ziel und so gab die deutsche Mannschaft einen sichergeglaubten Sieg noch her und musste mit ansehen, wie sich die Türkei über die Bronzemedaillen freuen durfte.

Alan Ibrahimagic nimmt die Schuld auf sich und das Trainerteam. “Wir haben im ganzen Turnier zwei schlechte Viertel gespielt, die dafür gesorgt haben, dass wir das Finale verpasst und eine Medaille verspielt haben. Das ist bitter. Unsere Aufgabe als Trainer ist es, den Jungs beizubringen so zu spielen, dass man gewinnt. Das haben wir hier nicht geschafft. Noch spielen wir, um nicht zu verlieren.”

Für Deutschland spielten:
Georg Beyschlag (TSV 1861 Nördlingen, 7), Luis Figge (Paderborn Baskets 91 / finke baskets, 2), Richard Freudenberg (FC Bayern München), Moritz Hübner (TuS Urspringschule/ Cybex Urspring), Niklas Kiel (BBG Herford/Finke Baskets Paderborn, 10),  Jakob Merz (MTV Kronberg / TV 1862 Langen, 5), Marcel Kessen (Iserlohn Kangaroos / Phoenix Hagen, 4), Erwin Nkemazon (BG Harburg-Hittfeld, 7), Till Pape (Paderborn Baskets 91 / finke baskets, 7), Philipp Colin Sausmikat (Piraten Hamburg/Lübecker TS 1854, 2) , Lucien Schmikale (Oldenburger TB / Baskets Akademie Weser-Ems, 8 ) und Tibor Taras (SG Köln 99ers, 5).

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