U16-Jungen schlagen Russland14. August 2013

“Unbedingt gewinnen” wollte DBB-Bundestrainer Alan Ibrahimagic das letzte Vorrunden-Spiel bei der Europameisterschaft in der Ukraine gegen Russland – seine Spieler machten es jedoch bis in die letzten Sekunden spannend: Mit 71:69 (14:18,  17:12, 18:23, 22:16) setzten sich die U16-Jungen des Deutschen Basketball Bundes durch und tankten so eine Menge Selbstbewusstsein vor dem EM-Viertelfinale, das am Freitag stattfindet. Gegner der ING-DiBa-Korbjäger ist dann Serbien. Leon Kratzer und Niklas Kiel gelang im heutigen Spiel jeweils ein Double-Double.

Gegen Russland, das bisher ohne Zwischenrunden-Sieg keine Chance mehr auf das Viertelfinale hatte, begannen Georg Beyschlag, Richard Freudenberg, Lucien Schmikale, Niklas Kiel und Leon Kratzer. Doch die Russen schafften einen besseren Start und stellte das DBB-Team vor große Probleme (4:6, 4. Min.). Deutschland fand zunächst nicht in die Partie, allein von Kiel ging offensive Kraft aus. Bundestrainer Ibrahimagic war überhaupt nicht zufrieden und rief seine Spieler zu einer Auszeit (7:9, 6. Min.). Doch es blieb dabei: Während die russische Mannschaft befreit aufspielte, tat sich das deutsche Team extrem schwer. Nach zehn Minuten blieb der Rückstand für Deutschland bestehen: 14:18 lautete der ernüchternde Zwischenstand aus deutscher Sicht.

Im zweiten Spielabschnitt agierten die ING-DiBa-Korbjäger endlich stärker, nach sechs unbeantworteten Punkten markierte Richard Freudenberg die erste Führung für Deutschland (120:19, 12. Min.). Doch Russland ließ sich davon nicht beeindrucken und ging dank erstaunlicher mannschaftlicher Geschlossenheit wieder in Führung. Deutschland brauchte viele zweite Chancen, um seine Körbe zu machen und konnte sich offensiv neben Kiel nur auf Kratzer und Freudenberg verlassen. In der 19. Spielminute war das Spiel ausgeglichen (29:29), auch weil Russland sehr teamorientiert spielte und so für die deutsche Mannschaft schwer auszurechnen war. Leon Kratzer besorgte dann die knappe 31:30-Führung vor dem Seitenwechsel – Hoffnung für die zweiten zwanzig Minuten machte sich breit.

Entscheidung fällt erst in den Schlusssekunden

Mit Punkten von Marvin Omuvwie und Jakob Merz startete die deutsche Mannschaft deutlich couragierter in die zweite Halbzeit. Erneut hatte Russland eine Antwort und kam wieder bis auf 36:34 (22. Min.) heran, nachdem Kiel wichtige offensive Akzente setzte, lag das DBB-Team wieder etwas komfortabler in Führung (40:34). Doch mit einem 9:0-Lauf machte die russische Auswahl alle deutschen Hoffnungen auf Besserung zu Nichte. Die hundertprozentige Trefferquote Russlands von der Freiwurflinie machte Deutschland zu schaffen, so ging das Ibrahimagic-Team mit einer 49:53-Hypothek in die letzten zehn Minuten.

In den ersten vier Minuten des letzten Spielabschnittes konnte das DBB-Team den Rückstand nicht weiter verkürzen. Durch Körbe von Freudenberg, Kratzer und Figge stand es 55:57 (4. Min.). Mitte des Viertels war dann ein Aufbäumen der deutschen Auswahl zu spüren. Sowohl in der Offensive als auch unter dem eigenen Brett sammelten die jungen Korbjäger die Rebounds ein und belohnten sich dreieinhalb Minuten vor dem Ende der Partie mit der knappen 63:62-Führung. Nachdem Russland wenig später die Führung zurückerobern konnte, waren es Kratzer und Merz, die drei gute Angriffe des deutschen Teams erfolgreich abschlossen (68:65, 39. Min.). Für Dramatik sorgte das Team von Bundestrainer Alan Ibrahimagic, als es Russland 40 Sekunden vor dem Schlusspfiff einen Offensiv-Rebound zugestand und diese zum 68:67 einnetzten. Auf der Gegenseite gelang Freudenberg ein ganz wichtiger Dreier zum 71:67. Russland blieb jedoch dran, traf zum 71:69 und foulte direkt, um die Uhr bei acht Sekunden anzuhalten. Jakob Merz zeigte Nerven und vergab beide Freiwürfe, die Russen konnten daraus jedoch keinen Profit mehr ziehen. Der letzte Wurf ging daneben und so gewannen die deutschen U16-Jungen mit 71:69.

Bundestrainer Alan Ibrahimagic sagte nach dem Spiel: “Wir wollten Widergutmachung für das verlorene Spiel gegen Griechenland betreiben, das ist uns heute nicht ganz gelungen. Da wir bereits für das Viertelfinale qualifiziert waren, haben wir heute leider nicht 100 Prozent abrufen können. Aber die Mannschaft ist dran geblieben, hat durch Kampf zurück ins Spiel gefunden und am Schluss keine Nerven gezeigt. Es war ein ganz wichtiger Wurf von Richard Freudenberg am Ende der Partie. Genau diese Würfe fordern wir schon die ganze Vorbereitung von ihm ein und es ist schön, dass es heute geklappt hat. Wir hoffen, dass er dann auch im Viertelfinale von Außen für eine zusätzliche Gefahr sorgen kann, unter den Körben haben wir mit Leon Kratzer und Niklas Kiel zwei Jungs, die die Bretter kontrollieren können. Wir freuen uns auf jeden Fall auf Freitag und gehen optimistisch in die Partie.”

 

Für Deutschland spielten:
Georg Beyschlag (TSV 1861 Nördlingen, 2), Richard Freudenberg (FC Bayern München, 14), Luis Figge (Paderborn Baskets 91 / finke baskets, 4), Moritz Hübner (TuS Urspringschule/ Cybex Urspring), Tibor Taras (SG Köln 99ers), Lucien Schmikale (Oldenburger TB / Baskets Akademie Weser-Ems, 2), Jakob Merz (MTV Kronberg / TV 1862 Langen, 6), Marvin Omuvwie (ratiopharm ulm, 2), Leon Kratzer (TSV Tröster Breitengüßbach, 19 Punkte, 14 Rebounds), Till Pape (Paderborn Baskets 91 / finke baskets), Niklas Kiel (BBG Herford/Finke Baskets Paderborn, 16 Punkte, 12 Rebounds), Marcel Keßen (Iserlohn Kangaroos / Phoenix Hagen, 6).

Alle Infos, Statistiken, Spielpläne etc. finden Sie hier

Live Stream unter http://www.ukrbasket.net

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