U16-Jungen nach Krimi weiter ungeschlagen4. Februar 2013

Auch im vierten Spiel der U16-Jungen beim internationalen Turnier im türkischen Sakarya behielt das Team von DBB-Bundestrainer Harald Stein die Oberhand. Gegen treffsichere Slowenien setzte sich die DBB-Auswahl knapp mit 69:67 (19:19, 23:15, 16:22, 12:11) durch. Bester Akteur auf deutscher Seite war Geburtstagskind Leon Kratzer mit 14 Punkten. Am morgigen Dienstag spielt Deutschland um 16.15 Uhr deutscher Zeit gegen Griechenland.

Georg Beyschlag, Moritz Hübner, Leon Kratzer, Moritz Overdick und Tibor Taras bildeten die Anfangsfünf für die ING-DiBa-Korbjäger. Die ersten Punkte jedoch verbuchten die Slowenen für sich und gingen mit 2:0 in Führung. Die Antwort der Deutschen ließ nicht lange auf sich warten. Moritz Hübner und Tibor Taras punkteten und sorgten für das zwischenzeitliche 5:2 (1. Minute). Till Pape und Daniel Keppeler legten weitere vier Zähler nach (9:2, 3. Minute), ehe Slowenien wieder zum Abschluss kam. Zwei schnelle Fouls im ersten Viertel vom slowenischen Center begünstigten die Angriffsbemühungen der deutschen U16-Jungs, die bis zur fünften Minute bis auf 13:5 davon zogen. In der Folge taten sich beide Mannschaften schwer erfolgreich abzuschließen. Nach vierminütiger Pause verkürzte Slowenien mit zwei erfolgreichen Drei-Punkte-Würfen auf 15:11 (8. Minute). Gegen die guten Distanzschützen fand die DBB-Verteidigung bis dahin kein Mittel (17:14). Die ersten zehn Minuten endeten 19:19.

Der zweite Abschnitt begann schleppend. Beide Teams taten sich lange schwer Zählbares auf die Anzeigetafel zu bringen, was auch an der harten und foulintensiven Verteidigung der Slowenen lag. (21:21, 13. Minute). Tibor Taras zeigte wenig später, dass auch er ein gutes Händchen aus der Distanz hat und brachte Deutschland nach zwei Dreiern in Folge mit 30:25 in Führung. Diese baute Moritz Sanders in der 17. Minute auf 32:25 aus und zwang den slowenischen Coach zu einer Auszeit. Die Ladehemmung schien verflogen und das Team von Harald Stein zeigte sich in deutlich besserer Verfassung, was dem Ergebnis aus deutscher Sicht gut tat (39:29, 19. Minute). Beim Stand von 42:34 ging es in die Kabinen.

Zu Beginn des dritten Viertels stand die Defensive des deutschen Teams im Fokus. Aus drei schnellen Fouls nach gespielten 80 Sekunden resultierte ein Punkt der Slowenen, die im Anschluss mit einem verwandelten Dreier nachziehen konnten. Beyschlag sorgte für die 44:38 Führung. Zwei erfolgreiche Angriffe der Slowenen genügten jedoch, um das Spiel wieder offen zu gestalten. 44:42 nach sieben gespielten Minuten, allerdings musste Bundestrainer Stein bereits vier Teamfouls notieren. Nach einem verwandelten Freiwurf durch Luis Figge verlor das deutsche Team zwischenzeitlich seine Ordnung und musste so fünf Punkte in Folge zum 45:47 hinnehmen. Folgerichtig die Auszeit des Bundestrainers, um seine junge Mannschaft neu einzustellen. Doch auch danach blieben die Slowenen aggressiver und erhöhten zur Mitte des dritten Viertels auf 49:47. Allerdings ließ sich das deutsche Team nicht aus der Ruhe bringen und eroberte sich die Führung durch Figge und Kratzer zurück (51:49). Von außen blieb das slowenische Team allerdings weiter gefährlich – 53:53 zwei Minuten vor dem Ende des Viertels. Immer wieder lief das ING-DiBa Team einem Rückstand hinterher, bevor Leon Kratzer nach einem Foul 15 Sekunden vor Ende des Viertels beide Freiwürfe zur 58:56-Führung verwandelte.

Mit dem neunten verwandelten Dreier eröffneten die Slowenen dann das letzte Viertel. Die ersten drei Minuten hatte die deutsche Mannschaft wenig entgegenzusetzen. Ein weiterer Dreier und gute Defensivarbeit der Slowenen und so stand es schnell 61:64 aus deutscher Sicht. Zur Hälfte des entscheidenden Viertels konnten die Männer von Bundestrainer Harald Stein sogar die Führung zurückerobern – 67:64 und drei Teamfouls der Slowenen. Auf beiden Seiten wurde die Defensivarbeit in den letzten Minuten des Spiels intensiviert. Mehr als drei Minuten konnte keines der beiden Teams mehr punkten. Die deutsche Mannschaft musste in dieser Zeit drei Fouls notieren. Auch in dieser entscheidenden Phase konnten sich die Slowenen auf ihre Schützen von außen verlassen. 67:67 24 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit – Auszeit Deutschland. Die Spannung ist zu greifen. Tibor Taras nahm sich dann ein Herz und verwandelte drei Sekunden vor Schluss seinen Dreier zur 70:67 Führung. Doch der Treffer wurde vom Schiedsrichtergespann korrigiert. Nur 69:67 und Timeout Slowenien. Der Slowene Martincic Nejc, der zuvor noch für den Ausgleich gesorgt hatte, scheiterte mit seinem letzten Wurf. Am Ende setzte sich Deutschland knapp mit 69:67 gegen Slowenien durch. Bereits morgen geht es für die U16 weiter. Um 16:15 stehen die Deutschen der Auswahl des bisherigen Tabellenführers aus Griechenland gegenüber. Mit dem Sieg über Slowenien ist das deutsche Team aber bereits für das Viertelfinale qualifiziert. Dort treffen die vier besten Teams der beiden Gruppen aufeinander.

“Das war ein sehr spannendes Spiel. Kurz vor der Halbzeit hatten wir noch mit 12 Punkten geführt. Da war es schon ärgerlich, dass wir nur mit acht Punkten in die Pause gegangen sind. Der erhöhte Druck der Slowenen und die vielen Drei-Punkte-Würfe haben uns in Bedrängnis gebracht. Jetzt freuen wir uns auf die schwere Begegnung gegen Griechenland morgen und versuchen die Pause gut zur Regeneration zu nutzen“, so Bundestrainer Harald Stein nach dem Spiel.

Für Deutschland spielten:

Georg Beyschlag (TSV Nördlingen, 8), Moritz Hübner (Cybex Urspring, 7), Luis Figge (Finke Baskets Paderborn, 3), Daniel Keppeler (TSV Tröster Breitengüßbach, 4), Niklas Kiel (BBG Herford/Finke Baskets Paderborn, 8), Leon Kratzer (TSV Tröster Breitengüßbach, 14), Johannes Menzel (BG 74 Göttingen), Moritz Overdick (TV Langen, 2), Till Pape (Finke Baskets Paderborn, 2), Moritz Sanders (BG Dorsten/Phoenix Hagen, 7), Philipp Colin Sausmikat (Piraten Hamburg/LT Lübeck Lynx, 2), Tibor Taras (SG Köln 99ers, 12).

Die weiteren Spieltermine der DBB-Auswahl in der Vorrunde (deutscher Zeit):
Dienstag, 5. Februar 2013, 16:15 Uhr: Deutschland – Griechenland

Alle Ergebnisse, Tabellen und Statistiken finden Sie auf der türkischen Turnier-Website.

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