U16-Jungen kassieren erste Niederlage22. August 2014

Die deutsche U16-Jungen-Nationalmannschaft hat das letzte Spiel der Gruppenphase der Europameisterschaft in Lettland gegen Frankreich verloren. Das Team von Bundestrainer Harald Stein war aber bereits vorher für die Zwischenrunde qualifiziert und zieht jetzt als Gruppenzweiter in die zweite Runde ein. Das Spiel gegen den Nachbarn aus Frankreich ging mit 59:70 (25:22, 10:24, 14:12, 10:12) verloren. Topscorer der DBB-Auswahl heute war Kostja Mushidi mit 20 Punkten. Die Mannschaft hat jetzt einen Tag frei, ehe am Sonntag die Zwischenrunde beginnt. Der Gegner steht noch nicht fest.

Wie bereits in den ersten Begegnungen gegen Polen und Dänemark ließ Harald Stein seine Starting Five unverändert und begann mit Bennet Hundt, Louis Olinde, Kostja Mushidi, Moritz Sanders und Isaiah Hartenstein (Foto links). Die Franzosen eröffneten die Partie per Dreier von Mokota. Nachdem die Favoriten mit einem Korbleger nachlegten, eröffnete auf der Gegenseite Sanders den Punktereigen für die deutsche Mannschaft ebenfalls per Dreier. Es ging nun hin und her, kein Team konnte sich zunächst einen entscheidenden Vorteil verschaffen, auch wenn Deutschland immer nachziehen musste (7:9, 5. Minute). Ntilikina erhöhte von außen auf 12:7. Mushidi verkürzte per Korbleger und Freiwurf den Rückstand auf drei Punkte, die Antwort des Gegner ließ aber nicht lange auf sich warten. Dennoch war die DBB-Auswahl in dieser Phase in der Partie angekommen, insbesondere Mushidi lief nun “heiß”. Fast im Alleingang glich er die Partie nach sieben Minuten zunächst zum 16:16 aus und “dunkte” kurze Zeit später zur ersten deutschen Führung. Frankreich fand keine Antworten in dieser Phase und sah sich, nachdem Hofmann auf 20:16 erhöhte, zur ersten Auszeit gezwungen. Nach einem Dreier von Zylka fingen sich die Franzosen aber wieder und kamen schnell auf 22:23 heran. Den Schlusspunkt unter das erste Viertel setzte aber erneut der bärenstarke Mushidi zur 25:22-Führung.

Der zweite Abschnitt begann mit einem 7:0-Run der Franzosen, die damit die Partie wieder drehten. Hartenstein unterbrach den Lauf zwar per Dreier (28:29), allerdings hatte der Gegner in der Anfangsphase des zweiten Viertels weiterhin alles unter Kontrolle. Harald Stein nahm nach 14 Minuten eine Auszeit, nachdem der Vorsprung der Franzosen auf 35:29 gewachsen war und die Würfe der ING-DiBa-Korbjäger einfach nicht fielen. Auch wenn offensiv weiterhin nicht viel zusammenlief bei der deutschen Mannschaft, war zumindest der Lauf der Franzosen nun vorerst durchbrochen. Die DBB-Auswahl fand den Weg zum Korb in dieser Phase nicht und schwächelte von der Freiwurflinie. Auch die Schüsse von außen fielen nicht, so dass die Franzosen vier Minuten vor der Halbzeit auf 38:29 davonzogen. Lagerpusch und Hartenstein durchbrachen den Bann – aber nur kurzfristig. Frankreich stellte in diesem zweiten Abschnitt die Weichen durch eine starke Defense-Leistung auf Sieg. Die deutsche Mannschaft lag zur Halbzeit 35:46 zurück.

Die zweite Halbzeit begann ausgeglichen. Lagerpusch eröffnete per Korbleger, Frankreich antwortete auf selbige Art zur 48:37-Führung. Immer wieder verkürzte die deutsche Mannschaft auf sieben bis acht Punkte Rückstand, aber immer wieder folgte auch die Antwort der Franzosen. Nach 25 Minuten lag die DBB-Auswahl wie schon zur Halbzeit mit elf Punkten zurück (44:55). In der zweiten Hälfte des dritten Viertels punkteten beide Teams zunächst kaum noch, was insbesondere auf die starken und konsequenten Defense-Leistungen zurückzuführen war. Erst in der Schlussminute drehte die deutsche Mannschaft wieder etwas auf und konnte den Rückstand zehn Minuten vor dem Ende zumindest auf 49:58 verkürzen.

Die erste Minute des Schlussviertels verlief punktlos. Die Zeit lief aber nun gegen die deutschen Mannschaft, der man den Willen und die Leidenschaft gegen diesen starken Gegner unbedingt bestehen zu wollen, von Beginn an ansah. Aber auch bei noch sechs Minuten auf der Uhr hielten die Franzosen den Vorsprung bei neun bis elf Punkten. Killian Tillie ließ die Lücke sogar noch weiter anwachsen und sorgte fünf Minuten vor dem Ende für die Vorentscheidung (66:53). Am Ende geriet Frankreich nicht mehr in Gefahr, die deutsche Mannschaft kassierte beim 59:70 die erste Niederlage des Turniers.

“Das war heute eigentlich ein sehr gutes Spiel von uns, wir waren nicht chancenlos. Es war sehr intensiv, das zweite Viertel war natürlich ärgerlich. Insgesamt haben wir nur fünf von 18 Freiwürfen getroffen, acht Ballverluste mehr gehabt und die Reboundstatistik mit 34:42 verloren. Wenn wir nur eins von den drei Statistiken besser machen, sind wir dran, nicht nur spielerisch, sondern auch vom Ergebnis her. Trotz dieser Statistiken haben wir ein gutes Spiel abgeliefert. Wir regenerieren jetzt und werden morgen wieder trainieren”, sagte Bundestrainer Harald Stein.

 

Für Deutschland spielten:
Isaac Bonga (Post-SV Koblenz), Isaiah Hartenstein (TSV Quakenbrück/Young Dragons, 9), Jona Hoffmann (TV 1862 Langen, 4), Bennet Hundt (TuS Lichterfelde, 4), Noah Kamdem (TSV Tröster Breitengüßbach), Lars Lagerpusch (SG Braunschweig, 12), Maximilian Mayer (USC Freiburg, dnp), Alexander Möller (Foto mitte, Rhöndorfer TV/Team Bonn/Rhöndorf, dnp), Kostja Mushidi (Rhöndorfer TV/Team Bonn/Rhöndorf, 20), Louis Olinde (BC Hamburg, 4), Moritz Sanders (TSV Tröster Breitengüßbach, 3), Ferdinand Zylka (Foto rechts, ALBA Berlin, 3).

Spieltermine Deutschland Zwischenrunde (dt. Zeit)
morgen spielfrei
Zwischenrunde beginnt am 24.08.

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