U15-Mädchen: TuS Lichterfelde ist Deutscher Meister 201416. Juni 2014

Nach dem Halbfinale war die Enttäuschung groß, aber am Ende jubelten sie wieder: Die U15-Mädchen der TG Würzburg haben am Sonntag ihre starke Saison (20 Siege/2 Niederlagen) mit der Bronzemedaille bei der Deutschen Meisterschaft in eigener Halle gekrönt. Im Spiel um Platz drei besiegte die TGW die SG Weiterstadt mit 44:40 (20:24). Den Titel im Sportzentrum Feggrube holte sich TuS Lichterfelde Berlin mit einem souveränen 72:49 (39:25) im Endspiel gegen die BG Göttingen.

Wo sie am Ende einer langen und anstrengenden Saison noch einmal die Energie hernahmen, um ein fast schon verloren geglaubtes Spiel noch zu drehen, konnten die Spielerinnen um Kapitänin Selina Bohnenberger selbst kaum erklären. „Wir hatten den größeren Willen. Man muss sich gegenseitig immer wieder pushen und aufrichten“, sagte Ann-Christin Menke nach dem Spiel. Beim Spiel um Bronze am frühen Sonntagvormittag gegen Weiterstadt wirkten die jungen Würzburgerinnen über weite Strecken körperlich und mental nicht mehr wirklich frisch. Kaum ein Wurf wollte in den Korb, im dritten Viertel dauerte es über sechs Minuten bis zum ersten erfolgreichen TGW-Angriff.

Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Weiterstadt bereits vermeintlich vorentscheidend auf 31:20 abgesetzt. „Die Mädchen waren in einem ganz tiefen Loch, aus dem sie sich selbst wieder befreit haben. Ich habe sie nicht mehr erreicht“, so Trainer Nico Wucherer. In den letzten knapp 14 Spielminuten zeigten seine Spielerinnen dann nämlich wieder die Stärken, die sie in das Finalturnier gebracht haben: Kompromisslose Verteidigung, Kampf um jeden Ball und mannschaftliche Geschlossenheit. „Wir haben Weiterstadt auch bei der Süddeutschen Meisterschaft besiegt und wollten unbedingt die Medaille holen“, sagte Selina Bohnenberger.

Ganze neun Punkte gestattete die TGW den Gegnerinnen nach der 26. Minute, und in der Offensive kehrte mit den eigenen Korberfolgen das Selbstvertrauen wieder zurück. Marja Wucherer schloss eine gute Minute vor Ende einen Schnellangriff mit einem Korbleger zum 41:40 ab, Marja Wahl legte beim nächsten Angriff zum 43:40 nach. Pauline Werner, mit insgesamt 25 Punkten die beste TGW-Werferin am Wochenende, machte elf Sekunden vor Schluss mit einem Freiwurf zum Endstand von 44:40 alles klar.

„Wir waren zwar in der Bayernliga zusammen mit Nördlingen immer vorne, aber niemand hätte gedacht, dass wir es bis hierher schaffen“, so Bohnenberger. In den Turnieren um die bayerische, südostdeutsche und süddeutsche Meisterschaft blieben die TGW-Mädchen ungeschlagen. „Da haben sie sich in Bereiche gesteigert, die ich mir vorher nicht vorstellen konnte“, so Wucherer.

Gestoppt wurde die Erfolgsserie erst am Samstag im Halbfinale gegen die BG Göttingen. Da war die Nervosität vor allem in der Anfangsphase zu groß, meinte Ann-Christin Menke: „Man spielt nicht jeden Tag um die Deutsche Meisterschaft. Wir haben zu viel liegen gelassen.“ Die Verteidigung stand gut, vorne wurden aber zu viele gute Chance vergeben. Göttingen zog mit einem 60:55-Erfolg ins Endspiel ein. Auch Lichterfelde hatte im zweiten Halbfinale beim 60:56 gegen Weiterstadt einige Mühe.

Nico Wucherers Bilanz: „Ich bin extrem stolz auf die Mädchen und sehr zufrieden, dass wir es bis zur Deutschen Meisterschaft geschafft haben.“ Vor allem im Bereich körperliche Fitness sind seine Spielerinnen noch nicht ganz so weit wie die Konkurrenz aus dem Norden, berichtet der TGW-Coach: „Das ist in unserem Plan auch erst für nächste Saison vorgesehen. Wir sind auf einem guten Weg.“

Das Turnier in Zahlen
Deutsche Basketballmeisterschaft der U15-Mädchen im TGW-Sportzentrum

Halbfinale
TG Würzburg – BG Göttingen 55:60 (9:19, 21:17, 11:15, 14:9)
TuS Lichterfelde – SG Weiterstadt 60:56 (35:21)

Spiel um Platz 3
TG Würzburg – SG Weiterstadt 44:40 (11:12, 9:12, 7:8, 17:8)

Endspiel:
TuS Lichterfelde – BG Göttingen 72:49 (39:25)

Bericht: Website TG Würzburg Basketball

 

TUSLI-Mädchen sind Deutscher Meister 2014 !

Die WU15 von Coach Daniel Langner sicherte sich am Wochenende beim Final Four in Würzburg den deutschen Meistertitel. Bei dem Turnier präsentierte sich die Mannschaft in den entscheidenden  Momenten als nervenstark und abgebrüht. Dies ist besonders bemerkenswert, da es sich bei der Mannschaft fast ausschließlich um Spielerinnen des Jahrgangs 2000 handelt, die auch in der kommenden Saison noch einmal in der WU15 antreten können. Weitere Pluspunkte waren die Präsenz unter dem eigenen und gegnerischen Korb und das aggressive Pressing. Die gut besetzte Bank ermöglichte ein häufiges Wechseln und konnte das Tempo so hoch halten. Der Teamgeist innerhalb dieser Mannschaft war und ist außergewöhnlich gut; neben den nominierten Spielerinnen unterstützte der gesamte Kader von 18 Spielerinnen die Mannschaft.

Im Halbfinale traten die Mädchen gegen den zweiten der Südmeisterschaften, die SG Weiterstadt an. Nach nervösem Beginn wurde das erste Viertel mit 14:7 gewonnen. Im zweiten Viertel spielte sich die Mannschaft in einen wahren Rausch und zog bis auf 38:15 davon – der Finaleinzug schien nur noch eine Formsache zu sein. Im Gefühl des fast schon sicheren Sieges blieb die Konzentration in der Kabine und der Faden ging verloren. Die Weiterstädterinnen kamen neu eingestellt aus der Pause, kämpften und trafen im dritten Viertel fast alles. Am Ende stand es nur noch 49:40, der Vorsprung war fast dahin. Das letzte Viertel entwickelte sich für Spielerinnen und mitgereiste Eltern zu einer Nervenzerreißprobe; die Fehlerquote blieb hoch, Chancen wurden teilweise leichtfertig vergeben – plötzlich waren die Weiterstädterinnen auf zwei Punkte dran und die Uhr zeigte noch 30 sec. Im Gegenangriff zeigte sich dann die Cleverness der Mannschaft. Das 5te Foul gegen eine der Schlüsselspielerinnen konnte gezogen werden und beide Freiwürfe waren drin! Am Ende stand es 60:56, die Erleichterung stand allen ins Gesicht geschrieben.

Am Sonntag dann das Finale – wieder gegen BG74 Göttingen, die bereits bei den Norddeutschen und Nordwestdeutschen Meisterschaften die Finalgegner waren und zwei Mal geschlagen wurden. Die Göttingerinnen setzten sich im ersten Halbfinale gegen den ersten der Südmeisterschaften und Ausrichter die TG Würzburg durch. In dem hochklassigen Finale zeigte sich dann die spielerische Klasse der Mannschaft von TUSLI. Konsequent im Abschluss und stark in der Defense konnte die erste Halbzeit mit 39:25 gewonnen werden. Im dritten Viertel versuchten die Göttingerinnen alles und attackierten direkt an der Grundlinie. Angeführt von der spielerisch sehr starken Aufbauspielerin gelangen den Göttingerinnen ein paar hochklassige Punkte, ohne jedoch Boden gut machen zu können. Immer wieder schlugen die TUSLI-Mädchen mit starken Rebounds und spielerischen Highlights zurück, so dass der Vorsprung sogar ausgebaut werden konnte. Im letzten Viertel waren nur noch wenige kritische Momente zu überstehen und der Sieg wurde mit 72:49 nach Hause gebracht.

Der Gewinn der Deutschen Meisterschaft stellt für die noch jungen Spielerinnen den krönenden Abschluss einer bemerkenswerten Saison dar.  Congratulations und großen Dank an den Trainer und sein gut eingespieltes Team mit Lukas Ritter und Kathrin Hoppe!!!

Bericht: TuS Lichterfelde, Guido Helmke

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