TOP4 – Halbfinale: Leverkusen beißt sich gegen Sharks durch11. Mai 2013

Der TSV Bayer 04 Leverkusen steht im Finale um die Deutsche U16-Meisterschaft. Das Team von Trainer Andreas Aust setzte sich in einem hochdramatischen Schlussviertel gegen die Sharks Hamburg durch. Die Hanseaten hatten mit ihrem letzten Angriff die Chance auf den Sieg, leisteten sich jedoch einen Ballverlust und unterlagen so letztlich mit 68:70  (16:19, 18:19, 21:19, 13:13). Leverkusen trifft im JBBL-Finale auf Ausrichter Tröster CYBEX Breitengüßbach – die Partie beginnt am Sonntag (12.5.2013) um 11:00 Uhr.

Beide Seiten verschwendeten keinerlei Zeit, um sich taktisch abzutasten, sondern schalteten mit Spielbeginn direkt in den fünften Gang. Leverkusen erwischte dabei den etwas besseren Start und sicherte sich nach einem frühen Dreier einen kleinen Vorsprung (0:6, 3. Minute). Die Sharks gingen das ungemein hohe Tempo mit, fanden letztlich aber kaum erfolgreiche Abschlüsse, wodurch der Rückstand in Windeseile zweistellige Dimensionen annahm (5:15, 7. Minute). Sharks-Coach Lars Mittwollen stellte in der Verteidigung geringfügig um, wodurch die rheinischen Fastbreaks ein abruptes Ende fanden. Hamburg schloss die Lücke mit einem 10:2-Lauf, den Bayer-Trainer Andreas Aust lediglich durch eine Auszeit stoppen konnte (15:17, 9. Minute), wodurch die jungen „Riesen vom Rhein“ ihre minimale Führung zunächst verteidigten (16:19, 10. Minute).

Im zweiten Abschnitt begegneten sich „Haie“ und Farbenstädter permanent auf Augenhöhe. Bei den Nordlichtern sorgte 2,07-Jungspund Erwin Nkemazon mit neun eingesammelten Rebounds für eine gefühlte Lufthoheit, allerdings scheiterte der 16-Jährige ein ums andere Mal beim Abschluss. So war es an Sharks-Guard Dimitrios Ganitis, durch seine Drives für offensive Entlastung zu sorgen (21:24, 13. Minute). Bei allem Eifer und Willen schafften es die Nordlichter jedoch nicht, Leverkusens Anton Zraychenko unter Kontrolle zu bekommen. Der quirlige Flügel wusste vor dem Seitenwechsel mit 15 Zählern zu gefallen und avancierte damit zum Hauptgrund, dass die Bayer-Truppe an ihrer Führung festhalten konnten (34:38, 20. Minute).

Nach dem Seitenwechsel mutierte die Angelegenheit auf dem Parkett der Bamberger Stechert-Arena zu einem Privat-Duell zwischen Ganitis und Zraychenko. Beide sorgten in kritischen Phasen für die „Big Points“ ihrer Farben, wobei der Leverkusener nicht allein den Vorwärtsdrang der Hanseaten aufhalten konnte. So war es Hamburgs Mehmet Antikoglu vorbehalten, mit einem Korbleger für die erste Führung der Mittwollen-Schützlinge zu sorgen (46:45, 26. Minute). Davon völlig unbeeindruckt konterten die Rheinländer mit einem 7:0-Lauf, ehe Zraychenko sein viertes persönliches Foul kassierte. Dies hinderte ihn jedoch nicht, direkt im Anschluss seinen fünften Dreier des Nachmittags zu versenken. Trotz alledem: Die Sharks hatten Blut geleckt und blieben nach einem Distanztreffer durch Ganitis in Reichweite (55:57, 30. Minute).

Im finalen Durchgang nahm die Intensität nochmals zu. Hamburg startete mit einem 6:0-Run ins letzte Viertel und verschaffte sich so einen kleinen Vorsprung (61:57, 34. Minute). Bayer-Coach Andreas Aust rief seine Schützlinge zur Besprechung an der Seitenauslinie zusammen, woraufhin diese mit neuem Fokus zu Werke gingen. Ein 10:2-Lauf stellte das alte Kräfteverhältnis wieder her und läutete gleichzeitig eine an Spannung kaum zu überbietende Schlussphase ein (63:67, 37. Minute). Mit einem Dreier durch Marcel Hoppe lancierten die „Haie“ einen letzten Comeback-Versuch, der beinahe von Erfolg gekrönt gewesen wäre (68:69, 40. Minute). Mit seinen langen Armen entschärfte Erwin Nkemazon einen Leverkusener Angriff, womit Hamburg die Chance blieb, sich mit dem finalen Angriff der Begegnung das Endspiel-Ticket zu sichern. Ein Ballverlust 5,8 Sekunden vor Schluss machte aller nordischen Hoffnung auf ein gutes Ende einen dicken Strich durch die Rechnung – so konnte Zraychenko an der Freiwurflinie „den Deckel draufmachen“.

Sharks Hamburg

Weidemeyer (0), Hollatz, Ja. (10), Hollatz, Jo. (4/1 Dreier), Antikoglu (9/1), Okona (10, 9 Rebounds), Manschwetus (dnp), Ganitis (9/1, 4 Assists), Hoppe (10/2), Janssen (dnp), von der Wense (7), Höbermann (dnp), Nkemazon (9, 21 Rebounds)

TSV Bayer 04 Leverkusen 

Krvavc, M. (10), Heckel (2), Braun (0), Durdel (0), Krvavc, T. (9), Aminu (18/2), Pook (dnp), Zraychenko (24/5), Gnad (2), Götzmann (dnp), Nick (5), Hoffmann (0)

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