TOP4 – Halbfinale: Gastgeber Breitengüßbach schafft Final-Einzug11. Mai 2013

Das JBBL-Team des TSV Tröster Breitengüßbach hat vorgelegt: Im Halbfinale gegen den TV Langen setzte sich die Mannschaft von Trainer Mirko Petrick mit 66:58 (15:15, 23:12, 15:21, 13:10) durch und schaffte damit, anders als noch beim ersten Anlauf im Jahr 2010, vor heimischem Publikum den Einzug ins JBBL-Finale. Überragender Akteur auf Seiten der Gastgeber war Leon Kratzer mit 18 Punkten und 24 Rebounds, für Langen erzielte Moritz Overdick 19 Zähler.

Leon Kratzer, etatmäßiger Topscorer der Güßbacher, eröffnete die Partie mit den ersten beiden Punkten für die Gastgeber. Es sollten nicht die letzten des Centers sein, mit dem die lange Garde der Langener im ersten Viertel ihre Probleme haben sollte. Acht Punkte und sieben Rebounds standen für Kratzer nach zehn Minuten zu Buche – mit sechs Zähler in Folge hatte er seine Farben auf 9:5 (5. Minute) in Führung gebracht. Auf der anderen Seite kamen die jungen Langener, angeführt vom gewitzten Spielmacher Jakob Merz, offensiv besser ins Spiel. Zwar erhöhte Güßbachs Power-Paket Noah Kamden noch auf 13:7 (7.) und damit zur höchsten Führung für die Hausherren, doch spätestens nach dem Ausgleich durch Joonatan Torbica zum 13:13 (10.) waren auch die Hessen in der Partie angekommen. Beim Zwischenstand von 15:15 ging es in die erste Viertelpause.

Im zweiten Viertel war es dann Daniel Keppeler, der Verantwortung für die Franken übernahm. Mit fünf Punkten in Serie brachte er den TSV mit 24:19 in Front, Ludwig Ueberall ließ zwei weitere Zähler zum 26:19 (16.) folgen. TVL-Coach Fabian Fabian Villmeter hatte genug gesehen und bat seine Schützlinge zu einer ersten Lagebesprechung. Die sollte kurzfristig keine Erfolg bringen, Ueberall war wieder zur Stelle und vollstreckte zum 28:21. Langen mühte sich, doch Güßbach fand immer wieder Lücken in der Hessen-Defensive (32:25, 19.). Timo Dippold war es dann vorbehalten, zur höchsten Führung (34:25, 20.) für die Tröster-Truppe einzunetzen. Mit dem Halbzeitstand von 38:27 ging es dann in die Pause. Kratzer hatte seinen Output bis dahin auf zehn Punkte und zehn Rebounds erhöht, für Langen war Jona Hoffmann mit ebenfalls zehn Zählern bis dato erfolgreichster Scorer.

Die Hausherren schienen, zurück auf dem Feld, eine frühe Entscheidung zu suchen, denn Daniel Keppeler schraubte den Vorsprung Güßbachs auf 40:27 (21.), Michael Ströhlein legte vier schnelle Punkte zum 44:35 (23.) nach. Doch Langen gab sich unbeeindruckt, erhöhte defensiv den Druck und arbeitete sich langsam, aber kontinuierlich wieder heran. In die Karten spielte dem TVL dabei, dass Junioren-Nationalspieler Moritz Overdick seine anfängliche Zurückhaltung ablegte. Nach Steal und Dunk durch Overdick hieß es nur noch 41:44 aus Langen-Sicht, vier weitere Zähler des Centers brachten den „Giraffen“ den 45:45-Ausgleich (25.). Güßbach holte sich den Vorsprung zurück (51:47, 27.), musste aber langsam seiner Intensität Tribut zollen: Marc Kunz und Leon Kratzer kassierten ihr viertes bzw. drittes Foul. Bei Langen saß zu diesem Zeitpunkt schon Center Lars Dracker mit ebenfalls vier Fouls vorsichtshalber auf der Bank. Die Intensität stieg, auch Jona Hoffmann kassierte kurz vor Schluss des Abschnitts sein drittes Foul. Derweil sorgte auf der Gegenseite Kunz, unbeeindruckt von seiner Foulbelastung, mit einem schönen Drive zum Korb für den 53:48-Zwischenstand vor dem finalen Abschnitt. Overdick hatte sich zu diesem Zeitpunkt mit 17 Punkten zum Topscorer der Partie gemausert

Auch im letzten Viertel spielte sich das Geschehen weitgehend unter den Körben ab; weder Breitengüßbach (0/8) noch Langen (0/6) hatten es bis dato geschafft, einen Wurf von jenseits der Drei-Punkte-Linie zu versenken. Der unermüdliche Merz verkürzte den Rückstand auf 50:53 (31.), dennoch schien in der Folge das Momentum auf Seiten der Gastgeber zu kippen. Sven Lorber erhöhte für Güßbach auf 58:50, ein Ballverlust der Langener brachte die Mannschaft von Trainer Mirko Petrick umgehend wieder in Ballbesitz. Als Leon Kratzer dann per Dunking auf 60:52 (36.) erhöhte, erreichte der Lärmpegel in der gut gefüllten Stechert Arena den nächsten Höhepunkt. Langen vergab danach zu viele Gelegenheiten, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Als dann auch noch Jona Hoffmann (12 Punkte) mit dem fünften Foul das Feld verlassen musste (38.), schienen die Hoffnungen der Hessen auf ein Comeback gänzlich zu verschwinden. Aufbau Jakob Merz wollte sich damit noch nicht abfinden und verkürzte mit schnellen vier Punkten auf 56:60 aus TVL-Sicht. Doch, und das wurde an diesem frühen Nachmittag klar, für Güßbach sollte und durfte sich Geschichte nicht wiederholen: 2010 hatten das JBBL-Team der Franken an gleicher (Heim)Stätte den Einzug ins Finale verpasst, nun waren die Petrick-Schützlinge wild entschlossen und vor allem konzentrier genug, um sich ihren Vorsprung nicht mehr nehmen zu lassen. Langen kam beim Stand von 62:58 30 Sekunden vor Schluss nicht zum Abschluss, auf der Gegenseite traf Sven Lorber zwei Freiwürfe zum 64:58. Ein Block von Kratzer, ein langer Ball und ein fulminanter Dunk von Daniel Keppeler zum 66:58-Endstand besiegelten schließlich endgültig den Finaleinzug der Gastgeber, die sich diesen dank ihrer Dominanz unter den Brettern (Reboundverhältnis 49:28, Leon Kratzer 24) auch redlich verdient hatten.

Stimmen zum Spiel:
Mirko Petrick, Headcoach TSV Tröster Breitengüßbach: „Wir haben nach einer guten ersten Halbzeit, wo wir Langen bei 27 Punkten halten konnten, zu Beginn der zweiten Halbzeit zu viele Geschenke verteilt. Die hat vor allem Langens Jakob Merz, der einfach ein toller Point Guard ist, hervorragend ausgenutzt. Für das Finale bin ich jetzt sehr optimistisch gestimmt; die Jungs sind heute mit der Drucksituation hervorragend umgegangen und kennen diese nun für morgen schon.“

Fabian Villmeter, Headcoach TV Langen: „Ganz herzlichen Glückwunsch an Breitengüßbach zum Einzug ins Finale. Wir haben heute am oberen Limit gespielt, deswegen bin ich zufrieden mit unserer Leistung. Hätten wir in der zweiten Halbzeit ein, zwei unserer Mitteldistanzwürfe getroffen, hätten wir vielleicht auch unsere Unterlegenheit beim Rebound kompensieren können. So muss man neidlos anerkennen, dass wir körperlich nicht dagegen halten konnten.“

Tröster CYBEX Breitengüßbach

Hofmann (0), Büttner (1), Keppeler (12), Wudi (0), Lorber (6, acht Rebounds), Rüttinger (5), Ströhlein (7), Kratzer (18, 24 Rebounds), Dippold (7), Kamdem (6), Bretag (0)

TV Langen

Pfaff (0), Hanley (0), Gerst (0), Torbica (3), Bokeloh (0), Lovric (0), Merz (16, fünf Assists), Hoffmann (12), Arndt (2), Lewe (0), Overdick (19, sieben Rebounds), Dracker (6)

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