Tolles Spiel der U18-Mädchen reicht nicht gegen Belgien17. August 2013

“Belgien ist der Top-Favorit auf den Titel”, sagte Bundestrainer Stefan Mienack vor dem Turnier über den heutigen Gegner der DBB-U18-Mädchen. Seine Mannschaft machte gegen die Favoritinnen ein tolles Spiel, musste sich aber dennoch knapp mit 48:57 (10:16, 17:12, 10:14, 11:15) geschlagen geben. Am morgigen Sonntag steht das abschließende Vorrunden-Spiel Deutschlands gegen Österreich an; Hochball ist um 20.30 Uhr.

Mit Nele Aha, Anneke Schlüter, Alina Hartmann, Noemie Rouault und Ama Degbeon (Foto) startete die deutsche Mannschaft in die Partie, in der sich beide Mannschaften zunächst abtasteten. Es dauerte rund zwei Minuten, bis der erste Korb fiel: Rouault traf für Deutschland und sicherte mit weiteren Punkten einen guten Start in diese Begegnung. Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem Belgien offensiv zwar breiter aufgestellt war, Rouault aber immer für das DBB-Team kontern konnte. Nach sechs unbeantworteten Punkten der Belgierinnen fing sich Deutschland auch dank der Berlinerin; nach zehn Minuten war trotz des 10:16-Rückstandes noch alles drin.

Deutschland begann stark in den zweiten Spielabschitt und ließ die favorisierten Belgierinnen zunächst nicht mehr ins Spiel kommen. Neben der gewohnt starken Rouault trat nun auch Degbeon vermehrt offensiv in Erscheinung und markierte wichtige Treffer. Deutschland kämpfte sich Punkt für Punkt heran (22:24, 16. Min.). Schlüter und die eingewechselte Maj vom Hofe trugen sich ebenfalls in die Scorerliste ein und so war die Partie vor dem Seitenwechsel nahezu ausgeglichen (27:28).

Allemand eröffnete die zweite Spielhälfte mit einem Distanzwurf, den Schlüter für Deutschland beantworten konnte. Belgien behauptete seinen kleinen Vorsprung, die DBB-Mädchen ließen aber nicht nach und zeigten ihr großes Kämpferherz. Doch offensiv mussten die Spielerinnen von Bundestrainer Mienack für jeden Korb extrem hart arbeiten, sodass Degbeons Freiwurf zum 31:35 nach 25 Spielminuten immens wichtig war. Schlüters Distanzwurf verdiente dieses Attribut allemal, Ahas Punkte zur Führung erst Recht (36:35, 26. Min.). Fünf unbeantwortete Punkte von Belgien ließen das Momentum dann wieder auf die Gegenseite wandern, vor Beginn der finalen zehn Minuten war es aber zu früh, von einer Vorentscheidung zu sprechen (37:42).

Anneke Schlüter schienen Dreipunktewürfe zum Viertelbeginn zu gefallen, so legte die deutsche Aufbauspielerin auch im Schlussabschnitt entsprechend los. Degbeon traf zwei Freiwürfe und egalisierte das Spiel – 42:42, die Spannung stieg schon jetzt, obwohl noch über acht Minuten zu spielen waren. Vier Punkte Belgiens in Serie zwangen Bundestrainer Mienack dann zu einer Auszeit; noch war allerdings für beide Mannschaften alles drin. Doch auch nach der Unterbrechung agierten die Belgierinnen treffsicherer, nach einem Distanzwurf betrug Deutschlands Rückstand fünf Minuten vor Spielende sieben Punkte (42:49). Lisa Jankos Punkte waren da wichtig, wurden aber von vier belgischen Treffern gefolgt, sodass Deutschlands Hypothek weiter anwuchs. Degbeon und nach guter Verteidigung nochmals Janko verkürzten noch einmal für die DBB-Mannschaft, doch als Medjo 33 Sekunden vor Spielende traf, war die Entscheidung gefallen. Das deutsche Team musste sich mit 48:57 geschlagen geben und spielt nun morgen die letzte Vorrunden-Partie gegen Österreich. Dieses muss Deutschland gewinnen, um noch theoretische Chancen auf die Zwischenrunde zu haben.

Bundestrainer Stefan Mienack sagte nach dem Spiel: “Meine Mannschaft ist heute über sich hinaus gewachsen und hat es geschafft, auf einem unglaublichen Niveau 32 Minuten mitspielen. Wir haben heute das beste Spiel des Sommers gemacht und zwar gegen den Top-Favoriten hier bei diesem Turnier. Am Ende haben Kleinigkeiten den Ausschlag gegeben, sicherlich fehlt uns da auch die Erfahrung. Die Mädchen brauchen mehr Spiele auf so hohem Niveau. Morgen müssen wir gegen Österreich unsere Hausaufgaben machen und dann hoffen, dass wir durch einen Dreiervergleich noch nach oben rutschen.”

Für Deutschland spielten:
Alexandra Wilke (ChemCats Chemnitz, 2), Nele Aha (ASC 46 Göttingen, 8), Anneke Schlüter (USC Freiburg, 11), Chantal Neuwald (TSV Hagen 1860, 1), Cynthia Homburger (MTV München), Paulina Körner (SG Köln 99ers / Rhein Girls Baskets), Maj Vom Hofe (BG 74 Göttingen, 2), Julia Heck (USC Freiburg), Noemie Rouault (BG Zehlendorf / ASV Moabit, 17 Punkte und 14 Rebounds),  Lisa Janko (TV Langen, Rhein-Main-Baskets, 4), Alina Hartmann (DJK Brose Bamberg), Ama Degbeon (TSV Grünberg, 9).

Die weiteren Termine der EM-Vorrunde:
Sonntag, 18. August 2013, 20.30 Uhr: Deutschland – Österreich

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