U20-Herren: Trotz Niederlage noch Viertelfinal-Chancen16. Juli 2013

Die deutsche U20-Nationalmannschaft der Herren hat bei der Europameisterschaft in Tallinn/Estland trotz der heutigen Niederlage gegen Kroatien weiterhin alle Chancen sich für das Viertelfinale zu qualifizieren. Gegen das Team vom Balkan musste man in ein 61:66 (9:18, 17:11, 17:20, 18:17) einwilligen. In der Mannschaft von Bundestrainer Harald Stein war David Brembly der eifrigste Punktesammler (13). Morgen geht es mit dem abschließenden Zwischenrundenspiel gegen Montenegro weiter. Das müssen die DBB-Youngster in jedem Fall gewinnen.

Mit Alexander Blessig, Hans Brase, David Brembly, Leon Tolksdorf und Kenneth Ogbe startete die DBB-Auswahl. Von Beginn an lagen die Kroaten in Führung. Man merkte dem bis dahin in der Zwischenrunde noch sieglosen Team an, dass es das Spiel unbedingt gewinnen musste, um noch eine Chance auf das Viertelfinale zu haben. Deutschland wirkte zu passiv und fand nicht ins Spiel. Gegen Ende des ersten Spielabschnitts wurde der Rückstand größer (7:13, 8. Min., 9:18, 10. Min.). Besonders die Dreier der Kroaten taten dem DBB-Team weh, auch wenn man selber immer wieder schöne Aktionen setzen konnte (Stephan Haukohl, Foto). Es fehlte aber die Konstanz und so blieb Kroatien eindeutig vorne (9:24, 12. Min.).

Deutschland kam viel zu selten zu seinem Offensivspiel, zu schnell wurde abgeschlossen. So hatte der Gegner bis dahin recht leichtes Spiel. Sechs Dreier hatte Kroatien bereits versenkt, während die DBB-Korbjäger noch auf den ersten Treffer von “downtown” warteten. Das Stein-Team versuchte nun ruhiger zu agieren und mehr über Radosavljevic zu spielen. Ogbe schloss einen schönen Fastbreak zum 15:24 ab (15. Min.). Johannes Richter legte nach, verpasste jedoch den Bonusfreiwurf. In der Defense hatte man Kroatien jetzt im Griff und ließ sechs Minuten lang keine gegnerischen Punkte zu (21:24, 17. Min., Richter). Ogbe verkürzte auf 23:24 und machte einen 14:0-Lauf der Deutschen komplett, ehe Kroatien wieder zu Punkten kam. Brase traf den ersten deutschen Dreier zum 26:27, der Dreierversuch von Brembly mit der Schlusssirene verfehlte sein Ziel: 26:29 zur Pause.

Deutschland übernahm direkt nach dem Seitenwechsel die Führung durch zwei Freiwürfe von Brembly (30:29), konnte sich aber nicht lange darüber freuen. Radosavljevic kassierte sein drittes Foul und direkt im Anschluss noch ein technisches Foul, Kroatien verwandelte vier Freiwürfe zum 30:33 und düpierte die DBB-Auswahl mit einem Fastbreak zum 30:35: Auszeit Deutschland. Mit einem Dreier von Brembly kamen dann die DBB-Youngster aus der Auszeit. Und Brembly hatte noch einen Dreier im Köcher (36:37, 24. Min.). Kroatien blieb jetzt immer leicht in Front und wurde von Deutschland mit großer Regelmäßigkeit an die Freiwurflinie geschickt, wo man sich nur wenig Blößen gab (41:48, 29. Min.). Die letzte Durchschlagskraft fehlte den Deutschen in der Offense gegen die wechselnde kroatische Defense.

Mit 43:49 ging es in den Schlussabschnitt, aber auch dort fielen die Würfe nicht und Kroatien ging zweistellig in Führung (43:53, 32. Min.). Dann musste Radosavljevic das Spielfeld nach einem Offensivfoul verlassen und man gab prompt einen Offensivrebound ab und gestattete dem Gegner den Vorsprung auszubauen (43:55, 33. Min.). Das Momentum war eindeutig auf die kroatische Seite gewechselt und kaum jemand der wenigen Zuschauer rechnete noch mit einer Wende. Fünf unbeantwortete Punkte von Blessig machten wieder Hoffnung (48:55, 34. Min.), aber ein weiterer kroatischer Dreier konnte nicht verhindert werden. Mit aller Kraft wehrte sich Deutschland gegen die drohende Niederlage und kam wieder durch Brembly per Dreier auf 53:58 heran (36. Min.), Kroatien nahm sofort eine Auszeit. Und es entwickelte sich eine dramatische Schlussphase zunächst mit Vorteilen für Deutschland. Blessig traf zum 55:58 und Richter zum 57:58, ehe Ogbe an der Freiwurflinie die 59:58-Führung besorgte, die jedoch umgehend von einem kroatischen Dreier beantwortet wurde. Brembly konnte noch einmal zum 61:61 ausgleichen, aber Kroatien sicherte sich anschließend an der Freiwurflinie den Sieg.

“Wir haben zu lange gebraucht, um die kroatischen Dreier besser zu verteidigen. Das hatten wir in der zweiten Halbzeit besser im Griff. Außerdem haben wir in einer Phase zu viele Fouls begangen und leider drei Mal offene Dreier bei Zweipunkt-Rückstand nicht getroffen. Ansonsten waren wir mit unserem Spiel schon nahe am Plan. Leider haben wir es jetzt nicht in der eigenen Hand, ob wir ins Viertelfinale kommen, sondern sind von anderen Ergebnissen abhängig”, so Harald Stein nach dem Spiel.

Für Deutschland spielten:
Alexander Blessig (Florida Gulf Coast University / USA, 11), Hans Brase (Princeton University/USA, 6), David Brembly (Trefl II Sopot/Polen, 13), Mauricio Marin (FC Bayern München, 1), Stephan Haukohl (Erdgas Ehingen/TuS Urspringschule, 4), Fabian Bleck (NOMA Iserlohn / Phoenix Hagen), Max Merz (Fraport Skyliners/Eintracht Frankfurt), Leon Tolksdorf (University of Connecticut/USA, 2), Kenneth Ogbe (Erdgas Ehingen/TuS Ursrpingschule, 8), Kevin Bryant (Erdgas Ehingen/TuS Urspringschule), Johannes Richter (TSV Breitengüßbach / Brose Baskets Bamberg, 10), Bogdan Radosavljevic (FC Bayern München, 6).

Die weiteren Spiele der DBB-U20-Herren in der Zwischenrunde:
Mittwoch, 17. Juli 2013, 14:45 Uhr: Deutschland – Montenegro

Alle Spiele, Statistiken etc. gibt es unter diesem Link

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