U20-Herren starten mit Niederlage in B-EM6. Juli 2007

Mutapcic-Team ein absolut ebenbürtiger Gegner für den Top-Favoriten aus Montenegro – Freiwurf-Drama am Ende

Die deutsche U20-Nationalmannschaft der Herren ist mit einer Niederlage in die B-Europameisterschaft in Warschau/Polen gestartet. Gegen den hohen Turnierfavoriten aus Montenegro unterlag das Team von Bundestrainer Emir Mutapcic mit 74:76 (15:23, 29:15, 13:22, 17:16). Dennoch bestehen weiterhin Aussichten, den Wiederaufstieg in die A-Gruppe zu schaffen. Dazu müssen aber zunächst einmal die nun kommenden Vorrundenspiele ausnahmslos gewonnen werden.

Mutapcic schickte eine überraschende 1. Fünf ohne Tim Ohlbrecht, Benjamin Fumey und Nikita Khartchenkov ins Rennen. Sajmen Hauer (Foto), Nicolai Simon, Frieder Diestelhorst, Tom Spöler und Tony Granz begannen für das DBB-Team. Das hielt anfangs sehr gut mit (9:9, 4. Min.) und zeigte keinen großen Respekt vor dem mit vielen Spielern des Vize-Europameisters Serbien-Montenego aus dem vergangenen Jahr angetretenen Gegner. Nach fünf Minuten wurden dann Ohlbrecht und Khartchenkov gebracht. Der stark beginnende Hauer machte das 13:14 nach sieben Minuten, es schien sich ein offenes Spiel zu entwickeln. Doch bereits in der 8. Minute holte sich Ohlbrecht sein 3. Foul, Nicolai Simon schied mit einer Knöchelvberletzung aus und Montenegro ging nach einigen deutschen Fehlwürfen deutlicher in Führung (13:20, 9. Min.).

Zwei Dreier von Oskar Faßler und Khartchenkov brachten die deutschen Korbjäger dann in “Schlagdistanz”, Per Günther besorgte den Ausgleich und Fumey gar die deutsche Führung (27:25, 14. Min.). Der Favorit schien überrascht ob der großen Gegenwehr der DBB-Auswahl und “flüchtete” sich in eine Auszeit. Tony Granz verrichtete Schwerstarbeit unter dem deutschen Korb und holte in dieser Phase viele Rebounds, während auf Seiten Montenegros nun deren überragender Power Forward Vladimir Dasic das Kommando übernahm. Deutschland blieb aber nun meist mit ein bis drei Punkten in Front. Ein Dreier und zwei Freiwurftreffer von Per Günther sorgten sogar für das 44:38 zum Seitenwechsel nach einem ganz starken Viertel der Mutapcic-Schützlinge. 

Nach der Pause erhielt Granz schnell sein 3. Foul und wurde aus dem Spiel genommen. Per Günther agierte weiter sehr überzeugend auf der 1 und sorgte im Wechsel mit Hauer für eine sehr stabile Besetzung dieser Position. Nach 23 Minuten erzielte dann auch Ohlbrecht seinen ersten EM-Punkt mit einem Freiwurf (47:42), Hauer erhöhte mit seinem bereits 13. Zähler nach 27 Minuten auf  53:47. Montenegro versuchte es immer wieder von jenseits der Drei-Punkte-Linie, hatte aber bis dahin kaum Erfolg aus dieser Distanz (3/20). Als sie dann aber zwei Mal in Folge trafen, kamen die Montenegriner nach 28 Minuten zum Ausgleich (55:55). Nach drei Vierteln hatte Montenegro die Führung zwar zurück erobert, die Begegnung war aber nach wie vor völlig offen (57:60).

Tom Spöler erzielte das 62:62 (33. Min.) und stoppte damit einen kleinen Lauf des Gegners, der auf fünf Punkte davon gezogen war. Jetzt war viel Hektik in der Partie, beide Mannschaften vergaben gleich serienweise Würfe, sodass sich das Resultat minutenlang kaum änderte. Dann geriet Deutschland durch leichte Fehler und dummer Fouls wieder deutlicher ins Hintertreffen (62:68), eine Vorentscheidung bahnte sich an. Aber das DBB-Team wehrte sich und verzeichnete einen Dreier von Ohlbrecht, der nun langsma seinen offensiven Rhythmus fand. Montenegro nahm drei Minuten vor dem Ende eine Auszeit (65:68). Montenegro leistete sich ein unsportliches Foul, das von der deutschen Mannschaft aber kaum genutzt wurde (1 Freiwurftreffer Günther,66:68, anschließend Fehlwurf).

Der Dreier von Jovanovic zum 66:71 (39. Min.) tat der DBB-Auswahl weh, doch Ohlbrecht traf 62 Sekunden vor dem Ende einen weiteren Dreier, Montenegro nahm wieder eine Auszeit. Die Dramatik war kaum noch zu steigern, als Khartchenkov 35 Sekunden vor dem Ende mit einem Dreier die Führung für Deutschland zurückholte (72:71) und Tom Spöler 14 Sekunden später foulte, was Montenegro zwei Freiwürfe brachte.

Es folgte ein wahrer Freiwurf-Krimi. Jetzt roch es förmlich nach Verlängerung, denn Montenegro verwandelte nur einen Freiwurf. Hauer wurde an die Freiwurflinie geschickt, zeigte 18 Sekunden vor Schluss aber Nerven und vergab beide. Weitere drei Sekunden später erhielt Montenegro nach erneutem taktischen Foul der Deutschen zwei Freiwürfe: 72:74. Es blieb beim Foulen. 12 Sekunden vor dem Ende durfte dieses Mal Per Günther ran, traf nur einen zum 73:74, Foul Deutschland, Montenegro trifft zum 73:76 elf Sekunden vor dem Ende, Foul an Faßler, wieder nur ein Treffer zum 74:76 acht Sekunden vor Schluss, noch sechs Sekunden, zwei Freiwürfe für Montenegro, kein Treffer, der Dreierversuch von Günther eine Sekunde vor dem Ende bleibt ohne Erfolg. 

Für Deutschland waren dabei:
Frieder Diestelhorst (Mitteldeutscher BC, 3), Benjamin Fumey (ohne Verein, 4), Per Günther (Phoenix Hagen, 13), Sajmen Hauer (Brose Baskets Bamberg/TSV Breitengüßbach, 13), Nikita Khartchenkov (New Yorker Phantoms Braunschweig, 12), Nicolai Simon (ALBA Berlin), Tom Spöler (Bayer Giants Academy, 5), Oskar Faßler (ALBA Berlin/TuS Lichterfelde, 9), Tim Schwartz (1. FC Kaiserslautern), Tony Granz (POM baskets Jena, 4), Karsten Tadda (TSV Breitengüßbach), Tim Ohlbrecht (Brose Baskets Bamberg, 11).

Weitere B-EM-Vorrundenspiele:
Samstag, 7. Juli 2007, 20.00 Uhr: Deutschland – Tschechische Republik
Sonntag, 8. Juli 2007, 17.45 Uhr: Deutschland – Österreich
Montag, 9. Juli 2007, 13.15 Uhr: Deutschland – Schweden

Scouting unter www.fibaeurope.com (Spalte rechts mit allen Jugend-Europameisterschaften) 

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