U20-Herren siegen gegen Lettland18. Juli 2014

Alle Anspannung nach dem nervenaufreibenden Spiel gegen Ungarn war von den deutschen U20-Herren abgefallen. Die drohende Abstiegsrunde konnte durch eine wahre Energieleistung vermieden werden und so war es kein Wunder, dass die DBB-Auswahl heute recht befreit aufspielen konnte. Resultat war ein schwer erkämpfter 67:62 (15:17, 15:14, 17:8, 20:23)-Erfolg gegen Lettland. Damit spielt das Team von Bundestrainer Frank Menz morgen im abschließenden EM-Spiel um Platz 13 gegen den Gewinner der Partie Russland gegen Bulgarien (18.15 Uhr).

Die DBB-Auswahl begann die Partie mit Maximilian Ugrai, Max Merz, Kevin Bryant, Ismet Akpinar (Foto) und Robin Jorch. Insbesondere Ugrai fand gut in die Partie und brachte die Mannschaft von Frank Menz früh durch zwei Korbleger mit 4:0 in Führung. Zwar verkürzten die Letten kurze Zeit später, aber erneut Ugrai (per Dreier) und Robin Jorch vollendeten eine hervorragende Anfangsphase der DBB-Herren zur 9:2-Führung nach gut zwei Minuten. In der folgenden Phase beruhigte sich die Partie etwas, Lettland fand insbesondere in der Defense besser in die Partie, während die Wurfquote der deutschen Mannschaft nach guter Anfangsphase fiel (12:8, 6. Minute). In der Schlussphase des ersten Viertels wendete sich das Blatt, weil die DBB-Auswahl keinen Angriff erfolgreich zuende brachte. Nach knapp acht Minuten gingen die Letten erstmals in Führung (13:12), die sie kurze Zeit später ausbauten (15:12). Folgerichtig nahm Menz eine Auszeit, die zumindest das Momentum des Gegners stoppte. Nach zehn Minuten lagen die ING-DiBa-Korbjäger mit 15:17 zurück.

Zu Beginn des zweiten Viertels wuchs die lettische Führung aber schnell wieder an (21:15). Der deutschen Mannschaft war im Abschluss in dieser Phase deutlich die fehlende Anspannung nach dem gesicherten Klassenerhalt anzumerken. So konnten die Letten beinahe ungehindert davonziehen, ohne selbst glänzen zu müssen (29:17, 15. Minute). Malik Müller taute in den folgenden Minuten auf und gab den deutschen Hoffnungen mit zwei Dreiern – seinen ersten Punkten an diesem Tag – neue Nahrung (23:29, 18. Minute). Nun war bei den Letten “der Wurm drin”, während die deutsche Mannschaft wie aus dem Nichts wieder herankam. Geske und Akpinar minimierten zunächst den Rückstand auf zwei Punkte (27:29), Müller erneut per Dreier eine Minute später auf nur noch einen Punkt (30:31). Mit diesem Zwischenresultat ging es auch in die Halbzeitpause.

Nach der Pause brachte Johannes Thiemann die deutsche Mannschaft direkt wieder in Führung. Jetzt war die deutsche Mannschaft wieder die klar überlege Mannschaft, die die Führung schnell auf 40:33 ausbauen konnte. Vor allem in der Rebound-Statistik, die zur Halbzeit noch komplett ausgeglichen war, legte die DBB-Auswahl nun zu. Lettland ließ zwar den Rückstand nicht weiter anwachsen, sah sich aber weiterhin konstant zwischen sechs und acht Punkten im Rückstand. Eine Minute vor Ende des dritten Abschnittes hatte Ismet Akpinar sogar die Chance, auf zehn Punkte Vorsprung zu erhöhen, verwandelte aber nur einen von zwei Freiwürfen zum 46:37. Wenige Sekunden später stand er aber erneut an der Freiwurflinie und verwandelte erneut einen Versuch. Mit der Sirene verkürzte Lettland auf 39:47.

Im Schlussabschnitt war Deutschland auch nach 33 Minuten unverringert vorne (51:43) und schien dem fünften Erfolg im achten EM-Spiel entgegenzustreben. Lettland blieb aber hartnäckig dran am DBB-Team, das den Vorsprung einbüßte (53:53, 36. Min.). Wieder hatte das Momentum gewechselt und es entbrannte in den Schlussminuten ein verbissener Kampf um den Sieg. Da tat der Dreier von Akpinar zur 57:53-Führung knapp drei Minuten vor dem Ende richtig gut. Müller erhöhte an der Freiwurflinie auf 59:53 (1´28) und Akpinar hatte seinen Wurfrhythmus gefunden (62:56, 1`03, Dreier). Nichts war entschieden, nach Ugrais Freiwurftreffern hieß es 13 Sekunden vor dem Ende 64:59. Lettland traf einen Dreier und Akpinar nur einen Freiwurf (65:62, ´10). Deutschland schickte den Gegner an die Freiwurflinie, wo beide Freiwürfe vergeben wurden. Akpinar machte es besser: Endstand 67:62!

“Lettland war mit dieser Mannschaft bei der U18 im Halbfinale und wir sind damals abgestiegen. Das allein ist schon ein Hinweis darauf, dass wir heute eine gute Leistung gezeigt haben. Man konnte spüren, dass der Druck weg und die ganze Mannschaft lockerer war. Anfangs hatten wir größere Probleme mit der Zone des Gegners, aber dann wurde es ständig besser. Ich habe Ismet Akpinar heute auf der 2 spielen lassen. Am Ende kann man sagen, dass das eine gute Maßnahme war, denn er hat entscheidende Würfe getroffen. Morgen wollen wir noch einmal alles daran setzen, uns mit einer guten Vorstellung von einer aufreibenden EM zu verabschieden”, so der Bundestrainer im Anschluss an die Partie.

Für Deutschland spielten:
Niklas Geske (Iserlohn Kangaroos/Phoenix Hagen, 4),  Maximilian Ugrai (s.Oliver Basketball Akademie Würzburg, 10). Max Merz (FRAPORT SKYLINERS), Malik Müller (Virginia Tech/USA, 13), Kevin Bryant (Sunrise Christian Academy Kansas/USA), Ismet Akpinar (ALBA Berlin, 15), Dominic Lockhart (Baskets Akademie Weser-Ems/EWE Baskets Oldenburg, 2), Johannes Joos (BBA Ludwigsburg/MHP Riesen Ludwigsburg), Kenneth Ogbe (University of Utah/USA, 4), Robin Jorch (RSVE Teltow/Kleinm./Stahnsdorf, 4), Helge Baues (Eisbären Bremerhaven, 1), Johannes Thiemann (Brose Baskets/FC Baunach, 14).

Weiterer Termin:
Sa., 19.07.2014, 18.15 Uhr: Spiel um Platz 13 gg. Russland oder Bulgarien

Alle Informationen und Statistiken finden Sie unter diesem Link

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