U20-Herren nach dem Seitenwechsel von der Rolle20. Juli 2009

EM auf Rhodos: Deutschland steht nach 77:86-Niederlage gegen Slowenien mit dem Rücken zur Wand – Abstieg in die B-Gruppe droht

Die mehr als unglücklich verlaufene Vorrunde der deutschen U20-Korbjäger bei der Europameisterschaft auf Rhodos/Griechenland hat Spuren hinterlassen. Im Auftaktspiel der Abstiegsrunde unterlag das Team von Bundestrainer Henrik Rödl gegen Slowenien mit 77:86 (17:15, 18:18, 20:31, 22:22) und steht damit vor den beiden noch verbliebenen Spielen gegen Belgien (22. Juli) und Israel (24. Juli) mit dem Rücken zur Wand. Zwei Siege werden wohl nötig sein, um den Abstieg aus der A-Gruppe zu verhindern.

Gegen die Slowenen, die zuvor Niederlagen gegen Lettland, Spanien und Russland hatten einstecken müssen, begannen die Deutschen sehr nervös und mit vier Fehlwürfen in Folge, ehe Elias Harris nach mehr als zwei Minuten für die ersten deutschen Punkte sorgte (2:5). In einer zerfahrenen Partie brachte dann Robin Benzing (Foto) die DBB-Auswahl durch zwei Freiwürfe mit 8:7 in Führung (6. Min.). Beide Mannschaften hatten bis dahin eher durch mäßige Wurfquoten und Ballverluste “geglänzt”. Und Deutschland fand auch im weiteren Verlauf des 1. Viertels keinen Rhythmus, sodass es nach zehn Spielminuten keinen Anlass für Rödl gab, sich entspannt zurückzulehnen. Wenigstens EM-Topscorer Benzing hatte sich aber mit zwei Dreiern in Folge etwas “frei” gespielt und damit wie auch Center-Kollege Andreas Seiferth zur deutschen Führung beigetragen (17:15).

Die Slowenen eroberten durch einige erfolgreiche Dreipunktewürfe die Führung zurück, als die deutsche Defense eine Zeit lang nicht die nötige Aufmerksamkeit zeigte (22:23, 13. Min.). Weiterhin war die übergroße Nervosität ob der Bedeutung der Partie deutlich zu spüren. Rödl versuchte seine Spieler in einer Auszeit neu einzustellen (29:30, 17. Min.). Nicht eben zur Erbauung trugen die jeweils drei Fouls von Benzing und Seiferth bei. Schwethelms Dreier zum 32:30 wirkte nach mehreren Fehlwürfen fast wie eine Erlösung (19. Min.). Trotzdem war die Partie nach 20 Minuten völlig offen (35:33).

Elias Harris, Bastian Doreth per Dreier und Benzing waren zu Beginn  des 3. Viertels die Garanten für die deutsche 46:42-Führung und einen guten Start. Aber Sicherheit gaben auch diese positiven Minuten der deutschen Mannschaft nicht. Es wurde richtig brenzlig, als Benzing bereits nach fünf Minuten im 3. Viertel sein 4. Foul kassierte und umgehend auf der Bank Platz nehmen musste. Wer sollte nun im Angriff die Verantwortung übernehmen? Das deutsche Spiel brach fast völlig auseinander (46:53, 26. Min.), Seiferth erhielt sein 4. und kurz später auch sein 5. Foul. Zwischen der 24. und 28. Minute kassierte das DBB-Team eine 0:13-Serie und lag mit 46:55 hinten, ehe Schwethelm endlich wieder Punkte für Deutschland erzielte. Bis zum Viertelende konnte sich die deutsche Mannschaft dann etwas stabilisieren, weil Kai Barth couragiert auftrat und wichtige Punkte erzielte. Doch der slowenische Dreier kurz vor der Sirene tat weh (55:64).

Als Benzing nach 33 Minuten mit fünf Fouls ausschied, Elias Harris genäht werden musste und Maurice Stuckey per Notarzt ins Krankenhaus gebracht wurde (Röntgen von Ellenbogen und Becken), musste Deutschland die Begegnung fast schon abschreiben (59:69). Kaum etwas sprach zu diesem Zeitpunkt noch für die Wende. Slowenien traf einen weiteren Dreier, Rödl bat sechs Minuten vor dem Ende zur Auszeit (59:74). Doch nichts half mehr. Slowenien ließ sich den Erfolg nicht mehr nehmen, und der deutschen Mannschaft bleibt nun nur noch die volle Konzentration auf die beiden letzten Spiele.

Für Deutschland spielten:
Maurice Stuckey (Brose Baskets Bamberg / TSV Breitengüßbach, 5), Kai Barth (TV 1862 Langen, 7), Bastian Doreth (Franken Hexer, 11), Philipp Schwethelm (Köln 99ers, 12), Elias Harris (BIS Baskets Speyer, 15), Thierno Agne (TSG Erdgas Ehingen Urspringschule, 0), Thomas Schoeps (ALBA Berlin, 5), Jonas Wohlfahrt-Bottermann (SOBA Dragons Rhöndorf / Telekom Baskets Bonn, 0), Robin Benzing (ratiopharm Ulm, 14), Andreas Seiferth (ALBA Berlin, 3), Tibor Pleiß (Köln 99ers, 3), Stefan Schmidt (BBC Bayreuth, 2).

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