Frank Menz bei Heckmann, Breunig, Harris und Mönnighoff24. Februar 2012

A2- und U20-Bundestrainer in Boston, Seattle und Spokane – Deutsche Nationalspieler überzeugen im Top-Spiel
Nachdem DBB-Bundestrainer Frank Menz in der vergangenen Woche bei Niels Giffey und Enosch Wolf an der University of Connecticut zu Gast war (hier der Link zum Bericht), standen in dieser Woche Besuche bei U20-Nationalspieler Patrick Heckmann, Martin Breunig als potentiellem U20-Nationalspieler sowie Herren-Nationalspieler Elias Harris und dem Kapitän der U20-Nationalmannschaft Mathis Mönninghoff an.

Patrick Heckmann (Foto oben, rechts), elementarer Bestandteil der erfolgreichen U20-Nationalmannschaft im Sommer 2011, kuriert derzeit das Ende Januar diagnostizierte Pfeiffersche Drüsenfieber aus, befindet sich aber auf dem Weg der Besserung. “Patrick geht es wieder deutlich besser, er hat bereits wieder ein leichtes Training aufgenommen”, berichtet Menz, der seinen Schützling nicht in Aktion sehen konnte, aber um die Qualitäten seines variable einsetzbaren Guards weiß. Interessanter und wichtiger waren für den DBB-Bundestrainer die Gespräche mit Heckmanns US-Trainern und die organisatorische Planung des Sommers 2012.

“Bostons Trainerstab hält große Stücke auf Patrick und sieht ihn als ‘Difference Maker’. In der jungen Mannschaft des Boston College, in der nahezu ausschließlich Freshman spielen, kann sich Patrick sehr gut entwickeln und mit dem Trainerstab an seinen Schwächen arbeiten. Der athletische und medizinische Staff ist hervorragend und betreut Patrick genauso, wie wir uns das wünschen. Head Coach Donahue hat mir zudem versichert, dass er sich dafür einsetzen wird, dass Patricks Prüfungen vorverlegt werden, sodass er zum ersten Nationalmannschafts-Lehrgang in Deutschland sein kann.”

Nächster Stopp war für Menz die University of Washington, bei der Martin Breunig (Foto Mitte, links) in der Pacific 12 League spielt. “Martin ist hier in einer recht guten League bei der Top-Mannschaft”, so Menz, der insbesondere die physische Entwicklung seines Schützlings für die U20-Nationalmannschaft im Auge hat. “Martin ist physisch stärker geworden, hat knapp zehn Kilo zugenommen und ist mit seinen 2,03 Metern wahnsinnig athletisch. Für die Position vier ist er damit ein interessanter Kandidat; in den USA spielt er sogar teilweise auf der Center-Position. Es wäre allerdings wünschenswert, wenn er vermehrt die Option auf Einzeltraining hätte; dies ist aber – wie bei den anderen Spielern auch – trotz großem Coaching-Staff kaum der Fall.”

Die letzten drei Tage verbrachte Frank Menz auf dem Campus der Gonzaga University in Spokane, wo mit Elias Harris und Mathis Mönninghoff gleich zwei Spieler aktiv sind (Foto unten). Neben diversen Trainingseinheiten hatte Menz auch die Gelegenheit, das Top-Spiel der Gonzaga Bulldogs gegen BYU zu verfolgen, bei dem insbesondere Harris eine großartige Leistung zeigte und mit 19 Punkten und seine Karriere-Bestleistung von 16 Rebounds zu überzeugen wusste. “Elias Auftritt in diesem wichtigen Spiel war sehr beeindruckend und hat die extrem guten Trainingsleistungen bestätigt. Auf seiner Position hat er den Starter der kanadischen Nationalmannschaft verdrängt. Auch Mathis hat ein gutes Spiel gezeigt, acht Minuten Spielzeit bekommen und einen Dreier getroffen”, berichtet Menz.

Dennoch war die verringte Einsatzzeit von Mönninghoff im Gespräch mit Gonzagas Head Coach Mark Few eines der wichtigsten Themen: “Mathis hat eine sehr solide erste Saison gespielt, dann eine überragende EM als Führungsfigur und nun stagniert seine Entwicklung. Das ist eine unbefriedigende Situation für Mathis und für uns. Wir werden gemeinsam beobachten, wie es da weiter geht. Die acht Minuten im Spitzenspiel gestern Abend waren aber sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung”, hofft Menz auf einen positiven Effekt seines Besuchs.

Als vorerst letzte Station reist Menz nun nach San Diego, um Dennis Kramer, ebenfalls 2011 im U20-Programm erfolgreich, zu besuchen. Kramers San Diego University spielt am Sonntag passenderweise gegen die Gonzaga Bulldogs, sodass Menz in den Genuss von drei deutschen Nationalspielern in der NCAA kommt.

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