Erster Turniersieg für U20-Herren27. Juni 2014

Wichtiges Erfolgserlebnis für die deutsche U20-Nationalmannschaft. Beim renommierten Turgut-Atakol-Turnier in Istanbul schlug das Team von Bundestrainer Frank Menz heute Polen mit 66:64 (20:14, 18:24, 15:16, 13:10). Dennoch verpasste man das Halbfinale und spielt ab morgen um die Plätze 5-8 (Morgen zunächst um 15.15 Uhr, Gegner steht noch nicht fest).

Menz schonte im heutigen Spiel Ismet Akpinar und begann mit Max Merz (Foto) , Kenneth Ogbe, Dominic Lockhart, Maximilian Ugrai und Johannes Thiemann. Um noch den Sprung ins Halbfinale zu schaffen, hätte die deutsche Mannschaft mit mindestens 30 Punkten Differenz gewinnen müssen. Eine Hypothek, die bei der Vorbereitung auf die Partie keine Rolle spielte. Vielmehr sollte es für die DBB-Auswahl darum gehen, auf dem Weg zur EM einen Schritt nach vorne zu machen.

Das Spiel begann mit drei schönen Szenen von Thiemann, der sich unter dem polnischen Korb durchsetzte und seine Mannschaft mit 6:2 in Führung brachte (3. Min.). Man agierte aufmerksam in der Defense und suchte vorne meist den Weg zum Korb (14:7, Dreier Niklas Geske, 6. Min.). Lockhart schloss einen Fastbreak zum 16:7 ab und komplettierte einen wirklich guten Start. Dann paste es zwei Mal in der transition defense nicht und es wurden einige freie Bälle abgegeben, was Polen zum 18:14 nutzte (9. Min.). Mit der Sirene besorgte der starke Thiemann das 20:14.

Lockhart hielt Deutschland zunächst in der Spur (24:14, 12. Min.), ehe die Konzentration wieder etwas nachließ und den Polen der Anschluss gestattet wurde (26:25, 14. Min.) – Auszeit Deutschland. Zwei Minuten hatten ausgerechnet, das Spiel fast zu drehen. Ugrais Dreier und der Tip-In von Lockhart zum 31:25 taten in dieser Phase sehr gut, täuschte aber nicht darüber hinweg, dass das Teamspiel vorne in diesen Minuen nicht lief (17. Min.). Zwei Mal in Folge kam Polen zu offenen Dreiern. An der Freiwurflinie gab es dann den Führungswechsel (33:34, 18. Min.). Zur Halbzeit hieß es 38:38.

Die Begegnung war Anfang des dritten Viertels geprägt von vielen Unterbrechungen, es kam auf beiden Seite kein Spielfluss zustande (46:46, 25. Min.). Deutschland bemühte sich um Defensedruck über das gesamte Feld und um schnelle Spieleröffnung in der Offense. Nach Dreier von Jorch stand es 50:51 (26. Min.), kein Team konnte sich absetzen. Hinten agierte das DBB-Team ordentlich und lag bei den Rebounds vorne. Beim 53:51 durch Johannes Joos in der letzten Minute des dritten Viertels hatten sich die ING-DiBa-Korbjäger die erneute Führung verdient. Die hatte nach 30 Minuten allerdings keinen Bestand mehr (53:54).

Die besten deutschen Werfer Thiemann und Ugrai gingen mit Foulproblemen in den Schlussabschnitt. Jetzt war Kampf in diesem echten Härtetest angesagt, und den nahmen die DBB-Akteure an. Thiemann traf an der Linie zum 56:54 (32. Min.) und besorgte auch das 59:54 eine Minute später, Polen nahm eine Auszeit. Der Gegner steckte nicht auf und war sofort wieder da, weil Deutschland einige gute Chancen vergab (58:59, 36. Min.). Doch das DBB-Team ließ jetzt nicht locker und vollendete kurz später einen gut vorgetragenen Fastbreak durch Ogbe zum 63:58 (37. Min.). Deutschland ließ einige Freiwürfe liegen und versäumte so eine Vorentscheidung. Polen kam 90 Sekunden vor dem Ende auf 64:62 heran – kurz später hieß es: Auszeit Deutschland.

In einer hektischen Schlussminute mit Fehlwürfen, Offensivrebounds, Ballverlust und einem Offensivfoul kam Polen zum 64:64-Ausgleich. Deutschland blieben 13 Sekunden, um mit dem letzten Angriff den ersehnten Erfolg zu sichern. Ogbe war 2´6 Sekunden vor dem Ende im 1-1 per Linkskorbleger erfolgreich, Polen hatte nach der Auszeit noch eine Chance. Lockhart stahl den Ball, da machten auch die beiden verfehlten Freiwürfe nichts mehr aus.

“Der Sieg heute war wichtig für die Moral. Schlüssel waren die insgesamt 19 Offensivrebounds und die gute Verteidigung auf den großen Positionen. Man merkt, dass die Kräfte langsam nachlassen, denn eine Freiwurfquote von 14/27 ist natürlich nicht gut. Dennoch bin ich zufrieden. Wir haben jetzt zwei gute Spiele gemacht und die Gegner werden nicht leichter. Morgen geht es wahrscheinlich gegen die Russen, da müssen wir wieder voll da sein”, so Frank Menz nach dem Spiel.

Für Deutschland spielten:
Niklas Geske (Iserlohn Kangaroos/Phoenix Hagen, 7), Konstantin Kovalev (ALBA Berlin), Maximilian Ugrai (s. Oliver Baskets Würzburg, 12), Stefan Ilzhöfer (FRAPORT SKYLINERS), Kevin Bryant (Sunrise Christian Academy Kansas/USA, 7), Max Merz (FRAPORT SKYLINERS, 2), Dominic Lockhart (Baskets Akademie Weser-Ems/EWE Baskets Oldenburg, 10/9 Reb.), Johannes Joos (BBA Ludwigsburg/MHP Riesen Ludwigsburg, 3), Kenneth Ogbe (University of Utah/USA, 6), Robin Jorch (RSVE Teltow/Kleinm./Stahnsdorf, 4), Helge Baues (Eisbären Bremerhaven), Johannes Thiemann (Brose Baskets/FC Baunach, 15).

Die nächsten Spiele:
Samstag, 28. Juni und Sonntag, 29. Juni 2014: Überkreuz- und Finalspiele

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