B-EM: U20-Herren stürmen ins Halbfinale12. Juli 2007

91:62-Erfolg gegen Estland – Jetzt gegen die Ukraine

Die deutsche U20-Nationalmannschaft der Herren hat bei der B-Europameisterschaft in Warschau/Polen das Halbfinale erreicht und ist damit nur noch einen Sieg vom Wiederaufstieg in die A-Gruppe entfernt. Das Team von Bundestrainer Emir Mutapcic schlug Estland mit 91:62 (22:23, 20:12, 25:6, 24:21). Im Halbfinale, das am Samstag Abend ausgetragen wird, heißt der Gegner nun Ukraine. Das andere Halbfinale bestreiten Montenegro und Finnland.

Deutschland erwischte einen glänzenden Start. Besonders Oskar Faßler (Foto) wollte es anfangs wissen und erzielte acht der ersten zehn deutschen Punkte (10:5, 5. Min.). Doch so leicht wollte es der Gegner den DBB-Korbjägern wohl doch nicht machen. Als einer von in dieser Phase mehreren Dreiern der Esten im deutschen Korb verschwand, stand es plötzlich 17:22 (9. Min.). Zum Glück wurde das DBB-Team dadurch geweckt und schlug erbarmungslos und letztlich entscheidend zurück.

Schon im 2. Viertel bahnte sich der später deutliche Sieg an. Konzentriert und fokussiert auf das große Ziel Halbfinale machten die deutschen Spieler immer weniger Fehler und trafen immer besser. Diese Kombination war für Estland nicht zu kompensieren. Bis zum 37:28 durch Benjamin Fumey nach 16 Minuten spielte die Mutapcic-Crew wie aus einem Guss. Dann folgte die letzte kurze Durststrecke im deutschen Spiel, aber der erneut sehr treffsichere Nikita Khartchenkov netzte einen seiner fünf Dreier zum 42:35 Halbzeitstand ein.

Das 3. Viertel war dann am ehesten mit dem sensationellen 4. Viertel gegen die Polen vergleichbar. Die DBB-Auswahl traf (Dreier) aus allen Lagen und entschied die Partie in wenigen Minuten (50:35, 3er Hauer, 23. Min.; 61:39, 3er Khartchenkov, 25. Min.). Estland gab sich nun auf, und Mutapcic konnte allen elf einsatzfähigen deutschen Spielern Spielpraxis geben. So waren erstmals auch punktemäßig alle deutschen Korbjäger am ungefährdeten Sieg beteiligt. Am Ende wurde es ein munteres „Scheibenschießen“, bei dem dann auch die Esten noch mitwirken durften. Deutschland hatte überragende 60 Prozent von der Dreierlinie getroffen (15/25), und immerhin noch sehr gute 53 Prozent aus dem 2er-Bereich (18/34).

Für Deutschland waren dabei:
Frieder Diestelhorst (Mitteldeutscher BC, 3), Benjamin Fumey (ohne Verein, 11), Per Günther (Phoenix Hagen, 6), Sajmen Hauer (Brose Baskets Bamberg/TSV Breitengüßbach, 10), Nikita Khartchenkov (New Yorker Phantoms Braunschweig, 19), Tom Spöler (Bayer Giants Academy, 10), Oskar Faßler (ALBA Berlin/TuS Lichterfelde, 11), Tim Schwartz (1. FC Kaiserslautern, 3), Tony Granz (POM baskets Jena, 2), Karsten Tadda (TSV Breitengüßbach, 6), Tim Ohlbrecht (Brose Baskets Bamberg, 10).

Scouting unter www.fibaeurope.com (Spalte rechts mit allen Jugend-Europameisterschaften) 

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