B-EM: U20-Herren mit sensationellem Schlussviertel11. Juli 2007

Am Ende klarer Sieg gegen Polen

Die deutsche U20-Nationalmannschaft der Herren hat bei der B-Europameisterschaft in Warschau/Polen ihr erstes Spiel der Zwischenrunde gewonnen. Das Team von Bundestrainer Emir Mutapcic schlug Gastgeber Polen nach einem sensationellen Schlussviertel mit 85:68 (21:21, 17:21, 13:17, 34:9) und hat damit das Halbfinale weiter im Blick. Morgen steht die entscheidende Partie gegen Estland auf dem Programm (20.00 Uhr). Die DBB-Auswahl muss bei der B-EM mindestens Zweiter werden, um den Aufstieg in die A-Gruppe zu schaffen.

Ohne Nicolai Simon mussten die deutschen Korbjäger antreten, der mit einem Bänderriss im Sprunggelenk den Rest der B-EM ausfallen wird. Den 5:0-Blitzstart durch Tim Ohlbrecht und den von einer Magenverstimmng genesenen Per Günther drehten die Polen schnell (5:8, 4. Min.), ehe Oskar Faßler mit einem Dreier die muntere Anfangsphase beendete. Nach sechs Minuten verdiente die Partie die Attribute “schnell” und “abwechslungsreich” (14:14, Layup Faßler). Immer wieder gingen die Polen in Führung, Deutschland musste nachlegen. Ohlbrechts zwei frühe Fouls störten zu diesem Zeitpunkt die Planungen des Bundestrainers (14:19, 8. Min.). Mit der Schlusssirene des 1. Viertels versenkte Tom Spöler einen umjubelten Dreier zum 21:21-Ausgleich.

Auch der insgesamt überragende Nikita Khartchenkov zielte zwei Mal aus der Distanz perfekt (26:23, 13. Min.; 29:27, 15. Min.), ehe die Polen wieder aufschlossen und das DBB-Team in Zugzwang brachten. Khartchenkov war jetzt heiß und traf seinen dritten Dreier im 2. Viertel (32:31, 27. Min.), aber Polen ließ nicht locker. In dieser Phase konnte man wieder von einem der gewohnt knappen und spannenden Spiele mit deutscher Beteiligung ausgehen. Das Publikum durfte eine gutklassige Begegnung verfolgen, der Ohlbrecht durch seinen 2. Dunking ein weiteres Highlight hinzufügte (36:34, 18. Min.). Schwerer wog allerdings sein 3. Foul in der selben Minute. Kurz vor dem Seitenwechsel wuchs dann vor allem die Überlegenheit der Polen bei den Rebounds. Auch eine Folge daraus: der 38:42-Rückstand der DBB-Auswahl nach 20 Minuten.

Gleich zu Beginn des 3. Viertels kassierte Ohlbrecht sein 4. Foul, es sah nicht gut aus für Deutschland. Fast als Trotzreaktion traf Faßler einen Dreier zum 44:44 (23. Min.). Auch Günther kam mit seinem 3. Vergehen in “foul trouble”, aber Khartchenkov holte mit einem Freiwurf die deutsche Führung zurück. Doch kurze Zeit später lag Polen plötzlich wieder deutlicher in Front (45:52, 26. Min.), die deutschen Korbjäger waren wieder gefordert, aber zunächst handelte sich auch Tony Granz das 4. persönliche Foul ein. Egal, was die deutsche Mannschaft auch versuchte, Polen zog weiter davon (45:54, 27. Min.) und schien sich einen bereits vorentscheidenden Vorsprung erspielen zu können. Nach drei Vierteln gab es dann durch einen Dreier von Frieder Diestelhorst wieder etwas mehr Hoffnung für das DBB-Team (51:59).

Mit dem Mut der Verzweiflung startete das DBB-Team in den Schlussabschnitt. Ohlbrecht traf zum 53:59 und zum 55:59, Polen verwarf jetzt gleich mehrmals. Khartchenkov tauchte wieder auf und machte einen Dreier, Deutschland war wieder mitten im Spiel (58:59, 33. Min.), Polen wirkte konsterniert. Als Günther per Korbleger zum 64:61 einnetzte und wenige Sekunden später auch für das 67:61 verantwortlich zeichnete, durfte man von einer erstaunlichen Wende sprechen (36. Min.). Diestelhorsts Dreier und zwei weitere Punkte von Günther schraubten den Score auf 72:61 (37. Min.). Dann musste Günther mit fünf Fouls das Spielfeld verlassen, Sajmen Hauer ersetzte ihn. Polen nahm beim 72:64 eine Auszeit, Ohlbrechts Dreier zum 75:64 sorgte für Jubel auf der deutschen Bank (38. Min.). Als Hauer 100 Sekunden vor Schluss zum 80:66 traf, war die endgültige Entscheidung gefallen.

Für Deutschland waren dabei:
Frieder Diestelhorst (Mitteldeutscher BC, 6), Benjamin Fumey (ohne Verein, 4), Per Günther (Phoenix Hagen, 13), Sajmen Hauer (Brose Baskets Bamberg/TSV Breitengüßbach, 2), Nikita Khartchenkov (Foto, New Yorker Phantoms Braunschweig, 28), Tom Spöler (Bayer Giants Academy, 3), Oskar Faßler (ALBA Berlin/TuS Lichterfelde, 10), Tim Schwartz (1. FC Kaiserslautern), Tony Granz (POM baskets Jena, 3), Karsten Tadda (TSV Breitengüßbach), Tim Ohlbrecht (Brose Baskets Bamberg, 16).

Scouting unter www.fibaeurope.com (Spalte rechts mit allen Jugend-Europameisterschaften) 

Weitere News

27. März 2017

Standorte der Minifestivals 2017 stehen fest

Auftakt im Ruhrgebiet - Basketball, Trikot und Überraschung

Minifestival Dortmund2017-500

26. März 2017

Wasserburg gewinnt DBBL-Pokal

Süddeutsche verteidigen Titel

DBBL-Pokal_Wasserburg_500

25. März 2017

Manfred Ströher: Herzlichen Glückwunsch zum 80.!

Über 50 Jahre zum Wohle des Basketballs

StroeherManfredKopf2016-500

DBB auf Flickr

Bitte anklicken, um die Slideshow zu öffnen.