B-EM: U20-Herren schaffen Sprung in die Zwischenrunde9. Juli 2007

65:61-Erfolg gegen Schweden im letzten Vorrundenspiel

Die deutsche U20-Nationalmannschaft der Herren hat bei der B-Europameisterschaft in Warschau/Polen die Zwischenrunde erreicht. Das Team von Bundestrainer Emir Mutapcic schlug Schweden mit 65:61 (9:16, 17:12, 18:17, 21:16) und muss nun in der nächsten Runde ab Mittwoch gegen Polen und voraussichtlich Estland um den Einzug ins Halbfinale kämpfen.

Eiskalt wurden die deutschen Korbjäger erwischt, bereits nach 30 Sekunden lag man 0:5 zurück. Coach Mutapcic wechselte sofort aus, da Tony Granz bereits nach zehn Sekunden zwei Fouls gesammelt hatte, und brachte Benjamin Fumey und Oskar Faßler für Granz und Nicolai Simon, der nach weniger als einer Minute wieder mit dem schon verletzten Fuß umgeknickt war. Zu allem Überfluss konnte auch der zuletzt so starke Per Günther wegen einer heftigen Magenverstimmung nicht mitwirken. Tim Ohlbrecht mit einem Dreier und Sajmen Hauer glichen nach drei Minuten aus, Fumey machte das 7:5 und 9:5, der Schock war verdaut. Doch jetzt waren die Skandinavier wieder an der Reihe (9:12, 7. Min.), was Mutapcic zu einer Auszeit veranlasste. Nach der 9:0-Serie der DBB-Auswahl von 0:5 auf 9:5 machten die Schweden nun elf Punkte in Serie zum 9:16 nach dem 1. Viertel.

Und es ging so weiter, beim 9:19 nahm Mutapcic bereits seine zweite Auszeit (13. Min.). Erst Nikita Khartchenkov beendete die rund fünfminütige Durststrecke der Deutschen, aber Schweden dominierte die Partie in dieser Phase eindeutig (13:22,  16. Min.). Ein Dreier von Khartchenkov und zwei Zähler von Hauer brachten die deutsche Mannschaft kurz vor dem Seitenwechsel etwas näher heran (19:25, 19. Min.). Hauers Dreier brachte dann das 23:28 (´30), und Frieder Diestelhorst (Foto) netzte mit der Halbzeitsirene ebenfalls von jenseits der 6,25-Meter-Linie ein: 26:28 nach 20 Minuten, das Spiel hatte eine erfreuliche Wende genommen. Und das trotz schwacher deutscher Wurfquote von 33 Prozent (9/27).

Die Partie blieb eng. Immer wieder drohte Schweden wegzuziehen, doch jetzt waren die Deutschen auf der Hut und kamen durch Hauer, einen weiteren Dreier von Diestelhorst und Fumey zur 37:36-Führung nach exakt 24 Minuten. Der wieder überzeugende Hauer erhöhte per Dreier auf 40:36 (26. Min.). Schweden glich wieder aus (41:41, 28. Min.), die Begegnung wurde immer spannender. Deutlich war beiden Teams anzumerken, was auf dem Spiel stand. Auf deutscher Seite punktete in dieser Phase fast ausschließlich Hauer, der aber kurz vor Viertelende zwei Freiwürfe zur deutschen Führung vergab (44:45, 30. Min.).

Ohlbrecht und Karsten Tadda verwarfen zu Beginn des 4. Viertels zwei Dreier, die den Deutschen gut getan hätten. So blieb es ein Zitterspiel, in dem Khartchenkov die deutsche Führung zurückholte (48:47, 34. Min.) und unmittelbar danach weitere vier Punkte folgen ließ (52:47, 35. Min.). Dann handelte sich Ohlbrecht sein 4. Foul ein, ebenso wie zuvor schon Schwartz, der dennoch auf dem Feld blieb und einige ganz wichtige Rebounds holte. Nach exakt 35 Minuten bat Mutapcic beim Stand von 52:50 zur Auszeit. Khartchenkov übernahm wieder das Kommando und versenkte einen Dreier zum 57:50 (37. Min.). Schwartz beging sein 5. Foul, und wenige Sekunden später erwischte es auch Ohlbrecht. Weitere Fouls und viele vergebene Freiwürfe in dieser wichtigen Phase sorgten dafür, dass Schweden plötzlich wieder im Spiel war (57:54, 39. Min.). 80 Sekunden vor dem Ende war die Dramatik kaum zu toppen (57:56). Dann sorgten drei Freiwurftreffer von Khartchenkov und ein Dreier von Hauer 27 Sekunden vor Schluss für die Entscheidung (63:58). Schwedens Auszeit 24 Sekunden vor dem Ende brachte nicht mehr den gewünschten Effekt.

Für Deutschland waren dabei:
Frieder Diestelhorst (Mitteldeutscher BC, 7), Benjamin Fumey (ohne Verein, 6), Per Günther (Phoenix Hagen, dnp), Sajmen Hauer (Brose Baskets Bamberg/TSV Breitengüßbach, 21), Nikita Khartchenkov (New Yorker Phantoms Braunschweig, 21), Nicolai Simon (ALBA Berlin), Tom Spöler (Bayer Giants Academy), Oskar Faßler (ALBA Berlin/TuS Lichterfelde), Tim Schwartz (1. FC Kaiserslautern), Tony Granz (POM baskets Jena), Karsten Tadda (TSV Breitengüßbach), Tim Ohlbrecht (Brose Baskets Bamberg, 10).

Scouting unter www.fibaeurope.com (Spalte rechts mit allen Jugend-Europameisterschaften) 

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