Zweiter EM-Erfolg für U20-Damen4. Juli 2014

Gute Nachrichten aus dem Lager der U20-Damen-Nationalmannschaft bei der B-Europameisterschaft in Sofia/BUL. Auch im zweiten Spiel gab sich das Team von Bundestrainerin Aleksandra Kojic keine Blöße und gewann gegen Israel mit 66:48 (17:10, 14:14, 20:18, 15:6). Nach dem 79:71-Erfolg gegen Ungarn sind die ING-DiBa-Korbjägerinnen damit weiter auf einem guten Weg, das Ziel Aufstieg in die A-Gruppe zu erreichen. Dazu muss in der “jeder gegen jeden”-Gruppe mindestens der dritte Platz erreicht werden. Die meisten Punkte für Deutschland erzielte heute Ama Degbeon (15).

Gegen Israel, das das erste Spiel gegen die Gastgeberinnen klar verloren hatte (62:91), kam die DBB-Auswahl zunächst offensiv nur langsam in Fahrt. Dafür aber hielt man den eigenen Korb die ersten vier Minuten komplett “sauber” (7:0, 3er Alina Hartmann). Einzig die zwei schnellen Fouls von Ama Degbeon störten in einer wirklich guten Anfangsphase (12:4, 6. Min.). Israel wurde auf unter 20 Prozent Wurfquote gehalten, aber richtig “weg” kamen die ING-DiBa-Korbjägerinnen auch wegen mäßiger Freiwurfquote nicht (17:10 nach dem ersten Viertel).

Das sollte sich auch anfangs des zweiten Viertels nicht ändern, so dass Kojic nach 13 Minuten zur ersten Auszeit bat (19:14). Der Faden im deutschen Spiel war gerissen, die Würfe fielen nicht mehr und Marie Gülich handelte sich ihr drittes Foul ein. Da tat das “and one” von Degbeon gut, war aber nur ein kurzes Strohfeuer, denn anschließend kamen die Israelis durch deutsche Ballverluste und Fehlwürfe auf 22:21 und dann auf 24:24 heran (18. Min.). Bis zum Seitenwechsel konnte sich Deutschland dann allerdings doch wieder etwas befreien (31:24).

Deutschland investierte viel, um die wichtige Führung zu behaupten. Elisabeth Dzirma, Gülich und Noemie Rouault (Foto) trafen zum 42:30 nach 24 Minuten. Der Ballast schien endlich abgeworfen, allerdings gab es mit dem vierten Foul von Gülich gleich wieder einen Dämpfer. Die Foulbelastung auf den großen Positionen wurde zu einem ernsten Problem, als auch Degbeon mit vier Fouls auf der Bank Platz nehmen musste. Kojic war förmlich gezwungen, die Tiefe der Bank auszunutzen. Rouault sicherte sich in ihrer unnachahmlichen Art Rebound um Rebound und warf sich den Israelis mit vollem Einsatz entgegen. Wieder einmal leistete sich die deutsche Mannschaft viel zu viele Ballverluste gegen die nur durchschnittlichen Israelis, die trotz mäßiger Wurfquote von 26 Prozent immer noch nicht abgeschüttelt waren (45:37, 28. Min.). Nach 30 Minuten musste Deutschland weiter um den fest eingeplanten Erfolg bangen (51:42).

Man hielt aber als Team zusammen und präsentierte sich in allen Belangen als echte Einheit. Eine Tatsache, die im Verlauf der B-EM noch zu einem ganz großen Plus werden kann. Israel blieb auch zu Beginn des Schlussabschnitts äußerst unbequem und verlangte den Deutschen alles ab. Trotz der Foulproblematik profitierte das DBB-Team von der körperlichen Überlegenheit unter den Körben, wo Rouault bereits 19 Rebounds eingesammelt hatte (55:44, 33. Min.). Der Dreier von Hartmann zum 58:44 nach 34 Minuten war so etwas wie eine Vorentscheidung. Deutschland hatte sich durch eine schwierige Partie gekämpft und eine weiteren kleinen Schritt in Richtung A-Gruppe gemacht.

“Wir haben den zweiten Sieg, das ist das Wichtigste! Israel war sehr unangenehm und unkonventionell mit vier Außenspielerinnen, da haben wir uns schwer getan. Aber nach dem Seitenwechsel konnten wir uns dann besser durchsetzen, zuvor hatten wir viele Korbleger vergeben. Ein Sonderlob für ihre unglaubliche Reboundleistung geht heute an Noemie Rouault. Wir sind weiter optimistisch, gucken jetzt Fußball und konzentrieren uns dann auf den nächsten Gegner”, meinte eine zufriedene Bundestrainerin.

Für Deutschland spielten:
Pia Dietrich (TV Langen / Rhein-Main Baskets), Mary Ann Mihalyi (ohne Verein, 4), Levke Brodersen (TV Saarlouis Royals, 3), Elisabeth Dzirma (Bender Baskets Grünberg, 11), Hannah Wischnitzki (TG Neuss, 1), Isabell Meinhart (Bender Baskets Grünberg), Aline Stiller (SG 1886 Weiterstadt, 4), Noemie Rouault (TuS Lichterfelde, 12/21 Rebounds), Katharina Müller (Herner TC, 3), Marie Gülich (BBZ Opladen / evo NB Oberhausen, 7), Alina Hartmann (DJK Bamberg, 6), Ama Degbeon (BC pharmaserv Marburg / Bender Baskets Grünberg, 15).

Die kommenden deutschen Spiele im Überblick (deutscher Zeit):
05.07.2014: Deutschland – Norwegen (15 Uhr)
07.07.2014: Deutschland – Großbritannien (12:45 Uhr)
08.07.2014: Deutschland – Bulgarien (17:15 Uhr)
09.07.2014: Deutschland – Litauen (12:45 Uhr)
11.07.2014: Deutschland – Portugal (19:30 Uhr)
12.07.2014: Deutschland – Bosnien & Herzegowina (12:45 Uhr)
13.07.2014: Deutschland – Rumänien (12:45 Uhr)

Alle Informationen rund um die EM finden Sie hier.

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