Viertelfinal-Niederlage für U20-Damen17. Juli 2009

Deutschland verliert gegen Russland nach ausgeglichener erster Halbzeit
Die U20-Damen des Deutschen Basketball Bundes haben das Viertelfinale bei der Europameisterschaft in Polen mit 47:76 (14:15, 14:18, 11:20, 8:23) verloren. Die ING-DiBa-Korbjägerinnen von Bundestrainerin Julia Gajewski boten den amtierenden Europameisterinnen aus Russland lange Zeit Paroli und hielten die Begegnung bis in den dritten Spielabschnitt offen. Die DBB-Damen spielen nun um die Plätze 5 -8, das erste Spiel der Platzierungsrunde ist morgen um 17.30 Uhr gegen Polen.

In den Anfangsminuten entwickelte sich eine offene Partie, in der zunächst die Russinnen das Tempo vorgaben. Die selbstbewusste deutsche Mannschaft hatte aber stets eine Antwort auf die Bemühungen Russlands, sodass das Spiel nach vier Minuten ausgeglichen war (6:7 aus deutscher Sicht). Die starke Stina Barnert (Foto), die für Deutschland in der Anfangsphase acht Punkt markierte, traf zur ersten Führung der DBB-Damen (10:9, 7. Min.). Die ING-DiBa-Korbjägerinnen führten zeitweise mit 14:11, mussten aber zum Ende des Viertels vier russische Punkte in Folge hinnehmen. Nach dem ersten Viertel lagen die DBB-Damen daher knapp zurück (14:15).

Mit einem Dreier von Nadja Prötzig und Punkten von Svenja Greunke startete die deutsche Mannschaft in den zweiten Spielabschnitt. Das DBB-Team agierte in dieser Phase extrem stark und setzte die Russinnen mit exzellenter Verteidigung unter Druck. Russland erkämpfte sich allerdings die Hoheit über die Rebounds und kam so zu wichtigen Punkten, die den Anschluss brachten (21:21, 14. Min.). Was kaum ein Experte angesichts des einseitigen Favoritenstatus‘ für möglich gehalten hatte, wurde Wirklichkeit: Fortan entwickelte sich eine ansehnliche Partie zweier spielstarker Mannschaften. Nelli Dieterich veranlasste Russland nach einem Drei-Punkt-Spiel zur 28:27-Führung für Deutschland zu einer Auszeit. Danach übernahm Russland wieder das Kommando und stellte mit der starken Vieru den 28:33-Halbzeitrückstand für Deutschland her.

Auch in der zweiten Halbzeit ging die deutsche Mannschaft das Tempo der Russinnen mit: Stefanie Grigoleit traf nach 24 Minuten zum 37:41. Danach gelangen den Russinnen acht unbeantwortete Punkte, die erstmals eine zweistellige Führung der amtierenden Europameisterinnen sicherte (37:49, 37. Min.). Deutschland konnte nun nur noch wenige offensive Akzente setzen und fiel auch im Rebound-Vergleich deutlich zurück (19:41) Trotz Punkten von Barnert mussten die DBB-Damen die nun dominierenden Russinnen vor den letzten zehn Minuten auf 39:53 ziehen lassen.

Die ersten vier Minuten des Schlussviertels verliefen aktionsarm, sodass Bundestrainerin Gajewski eine Auszeit nahm und ihre Mannschaft auf die letzten Minuten einschwor. In den bisherigen Spielen war die Schlussphase immer die Glanz-Zeit der DBB-Damen. Heute allerdings musste die deutsche Mannschaft ihrem kraftraubenden Tempospiel in den bisherigen Spielen Tribut zollen. Trogele traf in der 36. Spielminute zum 41:61, Leonie Prudent und Wiebke Bruns ergänzten Punkte von der Freiwurflinie. Russland punktete dank des überragenden Duos Vieru und Grishaeva stetig weiter und zog deutlich davon (44:68, 38. Min.). Die DBB-Damen musste am Ende in die 47:76-Niederlage einwilligen, können aber angesichts der starken ersten Spielhälfte gegen die amtierenden Europameisterinnen erhobenen Hauptes vom Platz gehen.

Für Deutschland spielten:

Stina Barnert (TV 1870 Saarlouis Royals, 12 Punkte, – Rebound, 1 Assist), Wiebke Bruns (evo NB Oberhausen, 5 / 4 / 1), Nelli Dietrich (Rhein-Main Baskets, 3 / – / -), Stefanie Grigoleit (SV Halle Lions, Rotenburg/Scheeßel, 3 / – / 1), Svenja Greunke (Rhein-Main Baskets, 8 / 3 / 2), Hanna Mügge (Bradley University/USA, 4 / 2 / -), Nadja Prötzig (TSV Wasserburg, 4 / 3 / 2), Leonie Prudent (BBZ Leverkusen/SV Union Opladen, 2 / 2 / 2), Anna-Lisa Rexroth (Rhein-Main Baskets, – / 3 / 2), Antje Skorsetz (TuS Jena), Julia Trogele (Penn State University/USA, 8 / 3 / -) und Stephanie Wagner (Rhein-Main Baskets, – / 1 / -).

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