U20-Damen ziehen richtige Lehren22. Juni 2013

Die deutschen U20-Damen haben wie schon in der Drei-Spiele-Serie gegen die Tschechische Republik offenbar die richtigen Lehren aus der Niederlage in der ersten Partie gezogen. Den zweiten Vergleich in Berlin bestritten die Schützlinge von Bundestrainer Harald Janson ungleich stärker und setzten sich mit 71:68? (17:16, 18:16, 16:14, 20:22) durch. Vor allem eine längere Schwächephase wie zuvor im zweiten Viertel vermieden die ING-DiBa-Korbjägerinnen, die in Elisabeth Dzirma ihre erfolgreichste Werferin hatten (16 Punkte). Morgen kommt es zu einer weiteren, allerdings inoffiziellen Partie zwischen beiden Mannschaften.

Für das DBB-Team betraten anfangs Lena Gohlisch, Laura Hebecker (Foto), Katharina Müller, Anna Heise und Ilka Hoffmann das Parkett. Ungarn begann stark und mit viel Tempo, Deutschland hielt mit vier Heise-Punkte dagegen (4:7, 4. Min.). Bis zum 6:11 war besonders eine Spielerin aufgefallen, die ungarische Centerin Amadea Szamosi mit bereits acht erzielten Punkten. Sie hatte man überhaupt nicht im Griff. Überhaupt passte es noch nicht in der deutschen Defense, die den Ungarinnen schlicht zu viele Punkte gestattete (67 Prozent Wurfquote). Dann aber fassten die ING-DiBa-Korbjägerinnen besser Fuß und kamen durch einen Dreier von Hebecker zum Ausgleich (6. Min.) und kurz später durch Caroline van der Velde zur Führung (15:13, 6. Min.). Die wurde bis zum Viertelende behauptet (17:16).

Die rund 100 lautstarken und u.a. mit zwei Trommeln ausgestatteten Zuschauer in Berlin-Hohenschönhausen sahen im zweiten Spielabschnitt eine Begegnung, in der zunächst der Mitaufsteiger in die europäische A-Gruppe wieder die Führung übernahm (19:23, 13. Min.). Und wieder war es die sehr stark beginnende Hebecker, die per Dreier ausglich. Deutschland behauptete ein Vorteil bei den Rebounds (14:9), hinkte aber bei der Wurfquote weiter hinterher (38/HUN 50). Nach dem Ausgleich benötigte das DBB-Team vier Minuten, um wieder Punkte auf die Anzeigetafel zu bringen. Doch auch Ungarn hatte in dieser Phase nur zwei Punkte erzielen können. Die Schlussphase des zweiten Spielabschnitts gehörte dann den Gastgeberinnen, die zur Pause mit 35:32 vorne lagen.

Nach dem Seitenwechsel warfen Gohlisch, Hebecker, Heise und Dzirma ihr Team mit 43:36 in Front (25. Min.), Ungarn reagierte mit einer Auszeit. Doch die deutschen Damen blieben in diesem Viertel dominant und nach dem 47:38 durch die jetzt aufdrehende Dzirma sah es nach 27 Minuten sogar so aus, als könne man sich deutlich absetzen. Doch schon fünf Minuten später war das Spiel beim 51:50 wieder völlig offen. Deutschland hatte den Rhythmus verloren und war wieder etwas nachlässig geworden. Das Momentum war jetzt auf der Seite der Gäste, denen es nach 34 Minuten wieder gelang die Führung zu übernehmen (57:58).

Hochspannend auch der weitere Verlauf des Spieles, in dem Centerin Anna Heise jetzt sogar einen Dreier traf, der aber von der wieder “aufgetauchten” Szamosi prompt gekontert wurde. Auch Gohlisch war von jenseits der Dreipunktelinie treffsicher (63:60, 35. Min.). Ungarn ließ sich aber zum wiederholten Male nicht abschütteln (63:64, 36. Min.). Hin und her mit mehreren Führungswechseln verlief jetzt eine Partie, die für das Publikum ob der Spannung durchaus sehenswert war. Außerdem könnte so in einigen Tagen ein mögliches Duell um den Klassenerhalt in der europäischen A-Gruppe aussehen. Noch eineinhalb Minuten waren zu spielen, als Heise an der Freiwurflinie zum 69:68 vollstreckte. Dzirma machte ebenfalls mit Freiwürfen elf Sekunden vor dem Ende den Sieg perfekt.

“Wir haben an entscheidenden Schauben gedreht, um dieses Spiel gewinnen zu können. Wenn wir so hart und konzentriert weiter arbeiten, dann werden wir diese knappen Spiele auch künftig für uns entscheiden. Ein großer Dank geht an den Ausrichter Berlin Baskets, die hier wirklich einen ganz tollen Job gemacht und einen würdigen Rahmen für das Länderspiel geschaffen haben”, sagte Bundestrainer Harald Janson nach dem packenden Spiel.

Für Deutschland spielten:
Carla Bellscheidt (BBZ Opladen, 2), Lena Bradaric (TuS Bad Aibling Fireballs), Levke Brodersen (TV Saarlouis Royals), Elisabeth Dzirma (Bender Baskets Grünberg, 16), Lena Gohlisch (Berlin Baskets/ASV Moabit Berlin, 9), Laura Hebecker (SV Halle LIONS, 14), Anna Heise (University of Maine/USA, 15), Ilka Hoffmann (Eisvögel USC Freiburg, 9),  Isabell Meinhart (Bender Baskets Grünberg, 2), Mary Ann Mihalyi (Chemcats Chemnitz), Katharina Müller (Herner TC, 8), Caroline Van der Velde (Herner TV, 4).

Scouting

Weiterer Testspieltermin
Sonntag, 23. Juni 2013, 10.45 Uhr: Deutschland – Ungarn (Kienbaum, inoffiziell)

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