U20-Damen verlieren gegen die Türkei5. Juli 2013

Die DBB-U20-Damen haben ihr zweites Spiel bei der Europameisterschaft in der Türkei gegen die Gastgeberinnen verloren. Nach dem Auftaktsieg gestern gegen Litauen unterlag die Mannschaft von Bundestrainer Harald Janson heute den favorisierten Türkinnen mit 48:72 (14:13, 14:24, 12:17, 8:18) . Am morgigen Samstag (17 Uhr deutscher Zeit) treten die ING-DiBa-Korbjägerinnen gegen Schweden an, das sich heute deutlich gegen Litauen durchsetzten konnte (69:47).  Beste Werferin am heutigen war Katharina Müller (Foto), die 16 Zähler für Deutschland auf die Punktetafel brachte.

Erneut begann DBB-Bundestrainer Harald Janson mit Elisabeth Dzirma, Lena Gohlisch, Ilka Hoffmann, Laura Hebecker und Anna Heise, die gleich die ersten Punkte der Partie markierte. Die Türkinnen, ihrerseits gestern mit einem ähnlich dramatischen und knappen Auftaktsieg gestartet (68:65 gegen Schweden), zeigten sich allerdings unbeeindruckt und setzten sieben unbeantwortete Punkte dagegen. Nach vier Hoffmann-Punkten war die deutsche Mannschaft aber wieder dran; auch Dzirma traf, ebenso die eingewechselte Mary Ann Mihalyi und so war die kurzweilige Begegnung nach sechs Spielminuten völlig offen (10:11). Hebecker und die ebenfalls eingewechselte Katharina Müller eroberten für Deutschland die Führung zurück, die auch zur Viertelpause Bestand hatte (14:13).

Auch im zweiten Spielabschnitt zeigte sich die deutsche Mannschaft im Angriff variabler, während die Offensivlast der Türkinnen auf den Schultern weniger Spielerinnen verteilt war. Müller machte dort weiter, wo sie im ersten Viertel aufgehört hatte – und punktete für Deutschland. Defensiv schalteten nun beide Mannschaften noch einen Gang nach oben, was die Partie noch punkteärmer machte. Dzirma besorgte den 20:16-Zwischenstand von der Freiwurflinie, dann folgte ein 0:9-Lauf der Türkinnen, der Deutschland wieder ins Hintertreffen brachte. Heise und Isabell Meinhart markierten in dieser Phase wichtige Punkte für die DBB-Damen, doch die türkische Auswahl hatte nun immer eine Antwort und so sah sich Bundestrainer Janson gezwungen, sein Team zu einer Auszeit zu sich (24:29, 18. Min.). Die deutschen Spielerinnen wehrten sich auch danach nach Kräften, doch die Gastgeberinnen hatten nun das Momentum auf ihrer Seite. So ging Deutschland mit einem 28:37-Rückstand in die Halbzeitpause.

Türkinnen nutzen Heimvorteil

Nach dem Seitenwechsel bot sich ein ähnliches Bild wie in der ersten Halbzeit: Deutschland mühte sich zwar redlich; die favorisierten Türkinnen agierten aber zu clever und treffsicher. Vor allem unter den Körben dominierten die Gastgeberinnen und sicherten sich zwischenzeitlich doppelt so viele Reboundes wie die deutschen Damen. Die durchaus beeindruckende Kulisse von circa 1500 Zuschauern, die ihre Mannschaft lautstark unterstützten, tat ihr Übriges: Deutschland konnte nur schwer die Spielzüge ansagen; der Lärm der Fans schien alles zu übertönen. Müller und Hebecker waren nun im Angriff zumeist auf sich alleine gestellt, sodass die Türkei nach 25 gespielten Minuten ihre Führung vergrößern konnte (36:51 aus deutscher Sicht). Vor Beginn der letzten zehn Minuten traf Müller noch einmal; in Schlagdistanz war Deutschland damit aber noch nicht (40:54).

Erneut eröffneten Müller-Punkte das Viertel; die Hoffnungen auf eine mögliche Aufholjagd erstickten die Türkinnen mit fünf Zählern in Folge jedoch im Keim. Hinzu kam die schwache Trefferquote der DBB-Damen aus der Distanz: Deutschland traf keinen seiner neun Würfe von jenseits der Dreipunktelinie. Beim Stand von 46:61 (36. Min.) rief Bundestrainer Harald Janson seine Spielerinnen noch einmal zusammen, um Instruktionen für die letzten Spielminuten zu geben. Zu diesem Zeitpunkt haderten auch die Türken mit ihrem Angriffspiel, sodass Janson womöglich  noch eine Chance sah, das Spiel für sich zu entscheiden. Doch nach Wiederanpfiff machte Akgün direkt einen Strich durch die Rechnung. Die DBB-Damen mussten sich trotz furiosem Start am Ende mit 48:72 geschlagen geben. Am morgigen Samstag steht nun das abschließende Gruppenspiel gegen die Auswahl Schwedens an.

DBB-Bundestrainer Harald Janson sagte nach dem Spiel: “Wir dürfen vor dem am Ende deutlichen Ergebnis nicht unsere durchaus ansprechende Leistung in der ersten Halbzeit vergessen. Zum Verhängnis ist uns der Rebound, insbesondere der Defensiv-Rebound geworden. Es ist indiskutabel, dass wir 21 Rebounds abgeben, die die Türkinnen dann direkt verwerten können. Das müssen wir morgen verbessern, denn auch die Schwedinnen rebounden sehr gut. Es war heute ein Bonusspiel für uns, das war vorher klar, aber wir hätten es auch sehr gerne gewonnen und in der ersten Halbzeit sah es lange Zeit gut aus.”

Für Deutschland spielten:
Katharina Müller (Herner TC, 16), Mary Ann Mihalyi (Chemcats Chemnitz, 2), Levke Brodersen (TV Saarlouis Royals, 2), Elisabeth Dzirma (Bender Baskets Grünberg, 6), Isabell Meinhart (Bender Baskets Grünberg, 4), Lena Gohlisch (Berlin Baskets/ASV Moabit Berlin, 4), Ilka Hoffmann (Eisvögel USC Freiburg, 4), Caroline Van der Velde (Herner TC),  Laura Hebecker (SV Halle LIONS, 8), Lena Bradaric (TuS Bad Aibling Fireballs), Carla Bellscheidt (BBZ Opladen), Anna Heise (University of Maine/USA, 6).

EM-Vorrunden-Spieltermine U20-Damen (deutsche Zeit)
Samstag, 6. Juli 2013, 17.00 Uhr: Deutschland – Schweden

Sämtliche Information zur Europameisterschaft der U20-Damen gibt es unter diesem Link

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