U20-Damen verlieren gegen Polen7. Juni 2014

Die U20-Damen-Auswahl des Deutschen Basketball Bundes hat das erste von insgesamt drei Testspielen gegen Polen verloren. In Zehlendorf unterlag die Mannschaft von Bundestrainerin Aleksandra Kojic im einzigen offiziellen Länderspiel mit 53:65 (9:20, 25:15, 12:19, 7:11). Beste Schützin für das deutsche Team war Noemie Rouault mit 13 Punkten. Morgen um 17 Uhr kommt es zum zweiten (inoffiziellen) Aufeinandertreffen im Bundesleistungszentrum in Kienbaum.

Aleksandra Kojic schickte Levke Brodersen, Elisabeth Dzirma (Foto), Noemie Rouault, Marie Gülich und Alina Hartmann von Beginn an in die Partie. Nachdem Dzirma mit zwei Freiwürfen die Partie auch auf dem Scoreboard eröffnete, schlugen die Gäste schnell zurück und gingen in Führung. Alina Hartmann beendete eine 6:0-Serie Mitte des ersten Viertels und verkürzte auf 4:6 (4. Minute). Die DBB-Auswahl bekam aber keine Präzision in die eigenen Offense, während der Gegner ins Rollen kam und schnell mit 13:4 in Führung ging. Vor allem Julia Adamowicz konnte nach Belieben schalten und walten und hatte bereits zu diesem frühen Zeitpunkt sieben Punkte auf ihrem Konto. Gepaart mit einer Feldwurfquote von schwachen 13,4 Prozent führte das zum Ende des ersten Abschnitts zu einer 20:9-Führung für die Gäste.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts drehte die deutsche Mannschaft auf. Angeführt von einer starken Marie Gülich und aufgrund einer stark verbesserten Feldwurfquote schloss die DBB-Auswahl die Lücke Mitte des zweiten Viertels fast komplett (23:26, 15. Minute). Die Defense der Gastgeberinnen arbeitete nun deutlich effektiver, auch die Offensivaktionen wurden deutlich zielstrebiger. Hannah Wischnitzki und Noemie Rouault brachten die Mannschaft von Aleksandra Kojic zwei Minuten vor der Halbzeitpause erstmals seit den Anfangsminuten der Partie in Führung (31:28). Die Polinnen waren phasenweise überfordert, Adamowicz blieb nach der guten Anfangsphase im zweiten Viertel völlig blass. Dennoch konterte Karin Puss die deutsche Führung und führte ihr Team zu einer 35:34-Halbzeitführung.

Wieder waren es die Polinnen, die besser aus der Kabine kamen, Deutschland dagegen fand nach der Pause nicht wieder in den Rhythmus. Angelika Stankiewicz baute die Führung mit sieben Punkten in Folge nach der Halbzeit im Alleingang aus (42:34, 22. Minute). Die Offense-Aktionen der deutschen Mannschaft wirkten wieder unkonzentrierter, gegen Ende des stabilisierte sich die DBB-Auswahl wieder, profitierte von einer langen Durststrecke der Gäste und schloss die Lücke abermals (44:48, 28. Minute). In der Schlussminute zogen die Polinnen zwar nochmal an, vor dem Schlussabschnitt war beim Stand von 46:54 alles drin.

Karolina Puss schraubte allerdings acht Minute vor der Schlusssirene die Führung der Gäste per Dreipunkt-Spiel weiter hoch (57:46). Zwei eigene Punkte in den ersten sieben Minuten des Schlussviertels reichten nicht aus, um die Polinnen nochmal ernsthaft zu gefährden. Auch wenn der Gegner selbst auch nicht mehr glänzte, unterlag die DBB-Auswahl am Ende mit 53:65.

Bundestrainerin Aleksandra Kojic zog dennoch ein positives Fazit und blickt optimistisch auf die zwei weiteren Aufeinandertreffen: “Wir haben heute gegen einen taktisch sehr disziplinierten Gegner verloren. Die Qualität der Ausführungen sowohl im kognitiven als auch im physischen Bereich war bei den Polinnen heute einfach besser. Phasenweise haben wir ganz gut mitgehalten, im zweiten Viertel haben wir gute Antworten auf die Fragen, die uns der Gegner gestellt hat, gefunden. Aber die polnischen Aufbauspielerinnen sind schon ein ganzes Stück weiter als wir, wir befinden uns noch im Lernprozess. Man darf aber auch nicht vergessen, dass es eine gute A-Gruppen-Mannschaft ist. Daher bin ich angesichts des aktuellen Standes der Vorbereitung zufrieden.” Zum Abschluss lobte die Bundestrainerin das heimische Publikum: “Vielen Dank an Zehlendorf für die großartige Organisation! Das war eine tolle Kulisse, für viele unserer Spielerinnen war es das erste Mal vor eigenem Publikum.”

 

Für Deutschland spielten:

Levke Brodersen (TV Saarlouis Royals), Keisha Carthäuser (Bender Baskets Grünberg, 7), Pia Dietrich (TV Langen / Rhein-Main Baskets, 1), Elisabeth Dzirma (Bender Baskets Grünberg, 4), Marie Gülich (BBZ Opladen / evo NB Oberhausen, 12), Alina Hartmann (DJK Bamberg, 4),  Isabell Meinhart (Bender Baskets Grünberg, 4), Mary Ann Mihalyi (ohne Verein, 2), Katharina Müller (Herner TC, 4),  Noemie Rouault (TuS Lichterfelde, 13),  Hannah Wischnitzki (TG Neuss, 2).

Weitere Länderspieltermine:
So., 8. Juni 2014, 17.00 Uhr: Deutschland – Polen (inofffiziell, BLZ Kienbaum)
Mo. 9. Juni 2014, 10.30 Uhr: Deutschland – Polen (inoffiziell, BLZ Kienbaum)

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