U20-Damen unterliegen der Türkei mit 75:8618. Juli 2007

Kojic-Team arbeitet weiter am Minimalziel Platz 6

Die deutsche U20-Nationalmannschaft hat den möglichen Einzug ins Halbfinale verpasst und muss nun versuchen, sich für das Spiel um den 5.Platz zu qualifizieren. Gegen die Türkei, die am Vortag Bulgarien knapp besiegen konnte, war die deutsche Auswahl zwar über weite Strecken gleichwertig, aber in den entscheidenden Momenten unterlegen. Die 75:86 (22:27, 19:16, 16:16, 18:27)-Niederlage geht in Ordnung, ist aber zu hoch ausgefallen. 

Bundestrainerin Aleksandra Kojic konnte nach der Niederlage gegen Lettland wieder auf die genesene Lea Mersch zurückgreifen. Die Playmakerin starte zusammen mit Margret Skuballa, Romy Bär, Nadine Grieb und Anna-Christine Görg. Die Türkinnen spielten von Beginn an stark am Brett und gingen in Führung. Hinzu kamen ordentliche Trefferquoten, allen voran von Gizem Yavuz, die allein im ersten Viertel 13 Punkte machte.
Bei den Deutschen mangelte es an Durchschlagskraft bei den Rebounds. Die gute Trefferquote von fast 70 Prozent bei fünf verschieden Scorerinnen sorgte jedoch dafür, dass der Vorsprung der Türkinnen nicht allzu groß wurde und es nach dem Viertel 22:27 stand.

Im zweiten Viertel erlebten die Spielerinnen vom Bosporus erneut den besseren Start: Melike Bakircioglu sorgte mit ihrem Dreier für das 30:22, und Gizem Yavuz baute die Führung auf zehn Punkte aus. Bundestrainerin Kojic nahm die erste Auszeit, und das deutsche Team schien sich nun etwas vorgenommen zu haben. Mirjam Unger fügte sich glänzend ein und machte in knapp fünf Minuten sechs Rebounds und drei Punkte. Bei beiden Teams ließ in dieser Phase etwas die Konzentration nach, und die Zahl der Fehlwürfe stieg. Die deutsche Auswahl behauptete sich jetzt aber immer besser bei den Rebounds. Trotz Führung schienen die Türkinnen verunsichert, und knapp zwei Minuten vor der Halbzeitsirene nahm der türkische Trainer Cem Akdag die erste Auszeit. Doch die letzen guten Aktionen vor der Pause hatten die Deutschen: Tanja Schäffner und Romy Bär mit zwei Dreiern und Nadine Grieb sorgten dafür, dass der Rückstand auf 41:43 verkürzt werden konnte.

Anna-Christine Görg sorgte früh im dritten Viertel für den Ausgleich, kam aber schnell in „Foul Trouble“, und Trainerin Aleksandra Kojic musste reagieren. Für die etatmäßige Top-Rebounderin sprang Mirjam Unger am Brett in die Bresche. Für die weiteren Punkte in der Schlussphase des dritten Viertels sorgten vor allem Margret Skuballa und Anna-Christine Görg, doch das ausgeglichene Spiel ließ sich nicht drehen, da die Türkinnen immer wieder eine Antwort parat hatten.

Mit 57:59 ging es ins Schlussviertel, und auch dort konnten die Türkinnen das DBB-Team weiter auf Distanz halten. Margret Skuballa punktete zwar weiterhin sicher, in Gizem Yavuz hatte jedoch der Gegner die Topscorerin in ihren Reihen. Knapp fünf Minuten vor Ende mussten Romy Bär und Anna-Christine Görg nach ihren 5. Fouls das Parkett verlassen, die Türkei ging mit sechs Punkten in Führung. Doch die Deutschen gaben nicht auf, und Nadine Grieb machte vier wichtige Punkte, sodass die Deutschen wieder auf Tuchfühlung waren. Die Chancen zum Ausgleich konnte das deutsche Team jedoch nicht nutzen, und so zogen die Türkinnen bis zum Ende auf elf Punkte davon. Der Endstand von 86:75 sieht deutlicher aus, als das Spiel war. Die individuelle Klasse der Türkinnen war der entscheidende Faktor, die mit Gizem Yavuz (28/1) und Bahar Caglar 22/11) die zwei Topspielerinnen des Spiels stellten und oft nur mit Fouls zu stoppen waren.

Beim morgigen Spiel gegen Italien wird sich entscheiden, um welchen Platz das Team von Headcoach Aleksandra Kojic spielen wird. Um das vor der EM angepeilte Ziel zu erreichen ist ein Sieg gegen die „Azurri“ Pflicht.  

Für Deutschland spielten.
Romy Bär (Basketgirls Chemnitz, 7 Punkte/1 Rebound), Anna-Christine Görg (ohne Verein, 18/5), Nadine Grieb (ASC Theresianum Mainz, 10/6), Franziska Höre (USC Freiburg), Tina Menz (TuS Jena,0/1), Lea Mersch (evo NB Oberhausen, 6/2), Tanja Schäffner (TuS Jena, 7/1), Katharina Schnitzler (ASC Theresianum Mainz, dnp), Claudia Scholz (SG Towers Speyer-Schifferstadt), Margret Skuballa (Foto) (BC Pharmaserv Marburg, 22/5), Birte Thimm (evo NB Oberhausen, 2/2), Mirijam Unger (TSV Nördlingen, 8/10).

Scouting unter www.fibaeurope.com (in der rechten Spalte sind alle Jugend-Europameisterschaften mit Links zu eigenen Websites aufgelistet)

Nächster EM-Spieltermin:
Donnerstag, 19. Juli 2007, 16.00 Uhr: Deutschland – Italien

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