U20-Damen unterliegen Russland9. Juli 2013

Auch im zweiten Zwischenrundenspiel bei der Europameisterschaft im türkischen Samsun hat es für die deutschen U20-Damen nicht zu einem Sieg gereicht. Gegen Russland, bis dato ebenfalls noch ohne Zwischenrundenerfolg, musste das Team von Bundestrainer Harald Janson trotz einer besonders im zweiten Viertel überzeugenden Vorstellung in eine 51:80 (11:21, 24:16, 10:25, 6:17)-Niederlage einwilligen. Damit gilt die volle Konzentration nun dem Spiel am kommenden Freitag, wenn es nach dem neuen Modus der FIBA Europe gegen einen der vier Vorrundenletzten darum geht, den Klassenerhalt in der A-Gruppe vorzeitig zu sichern. Zuvor steht morgen noch die Zwischenrundenpartie gegen Italien auf der Agenda. Heute traf Anna Heise am besten für Deutschland (12 Punkte).

Katharina Müller (Foto), Laura Hebecker, Lena Bradaric, Carla Bellscheidt und Anna Heise nahmen die Begegnung für Deutschland in Angriff. Der Start ging daneben, denn bis zum 1:9 (4. Min) war der deutschen Offensive noch nicht viel gelungen. Wie am Vortag gegen Frankreich scheiterte man zu häufig daran, offensiv überhaupt in die nötigen Strukturen zu kommen. Anschließend hielt das DBB-Team aber gut mit, und wäre nicht die Freiwurfschwäche gewesen, hätte es freundlicher als 7:13 stehen können (8. Min.).

Nach zwölf Minuten machte Heise das 14:24. Deutschland bemühte sich mit vereinten Kräften, in Reichweite der Russinnen zu bleiben, um vielleicht hinten raus eine Siegchance zu bekommen, aber der Gegner spielte nicht mit und erhöhte den Druck (14:29, 13. Min.). Deutschland wehrte sich energisch und hatte durch einen Dreier von Bradaric Erfolg (18:29, 15. Min.). Hebecker setzte zum 20:29 nach und plötzlich war es ein echtes Basketballspiel. Russland war spürbar irritiert. Und es lief weiter hervorragend für die ING-DiBa-Korbjägerinnen, die über 28:33 (Heise, 18. Min.) und 32:35 (Hebecker, 20. Min.) immer näher an den Favoriten herankamen. Mit einem Dreier machte Müller den 35:38-Halbzeitstand perfekt.

Deutschland vier Minuten ohne Punkte

Die ersten vier Minuten im dritten Viertel blieb die deutsche Mannschaft ohne Punkte. Zu wenig, um die jetzt wieder konzentrierteren Russinnen weiter unter Druck zu setzen (35:46, 24. Min.). Janson versuchte, seine Spielerinnen mit einer Auszeit zu “wecken”, wollte die Partie nicht so einfach aus der Hand geben. Hebecker brach dann den Bann, aber Russland blieb zweistellig vorne (40:50, 26. Min.). So sehr sich die DBB-Damen in diesen Minuten auch wieder bemühten, am Gegner dranzubleiben, so abgeklärt agierten jetzt die Russinnen (44:58, 29. Min.). Zudem wurde die Freiwurfschwäche (9/20) immer ärgerlicher. Nach dem dritten Viertel bestand kaum noch Hoffnung auf einen deutschen Erfolg (45:63).

Im Schlussabschnitt wurde es dann doch noch eine sehr deutliche Niederlage, die den Verlauf der Partie nicht wirklich wiedergibt. Nicht viel hätte vor der Pause gefehlt und Deutschland wäre sogar mit einer Führung in die Kabine gegangen. Was man sich auf diesem Niveau allerdings nicht leisten darf, sind minutenlange Schwächephasen, die die Gegner zumeist eiskalt ausnutzen. Beim 49:72 nach 34 Minuten und drei Minuten später beim 51:77 nahm Janson noch einmal Auszeiten, um den negativen Verlauf des Spiels nach Möglichkeit aufzuhalten. Der Bundestrainer setzte insgesamt alle zwölf Spielerinnen ein und war nach dem Spiel nicht einmal unzufrieden: “In der ersten Halbzeit haben wir es erstmals geschafft, gegen aggressive Defense in unsere Aufstellung zu kommen. Wir haben den Abstand nicht so groß werden lassen, auch wenn für uns der Blick auf das Scoreboard nicht die erste Priorität hatte. Nach der Pause gingen die Stats bei uns in den Keller, vor allem die Freiwurf- und Dreierquote waren nicht gut genug. Wir machen aber konstant kleine Schritte in die richtige Richtung.”

Für Deutschland spielten:
Katharina Müller (Herner TC, 6), Mary Ann Mihalyi (Chemcats Chemnitz), Levke Brodersen (TV Saarlouis Royals), Elisabeth Dzirma (Bender Baskets Grünberg, 4), Isabell Meinhart (Bender Baskets Grünberg, 2), Lena Gohlisch (Berlin Baskets/ASV Moabit Berlin, 2), Ilka Hoffmann (Eisvögel USC Freiburg, 3), Caroline Van der Velde (Herner TC, 2),  Laura Hebecker (SV Halle LIONS, 9), Lena Bradaric (TuS Bad Aibling Fireballs, 5), Carla Bellscheidt (BBZ Opladen, 6), Anna Heise (University of Maine/USA, 12).

Sämtliche Information zur Europameisterschaft der U20-Damen gibt es unter diesem Link

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