U20-Damen unterliegen Rumänien21. Juli 2010

Ganz schwaches zweites Viertel macht alle Hoffnungen zunichte
Die deutsche U20-Nationalmannschaft der Damen hat bei der Europameisterschaft in Liepaja/Lettland ihre weiße Weste in der Relegationsrunde eingebüßt und gegen Rumänien mit 50:70 (19:18, 3:19, 11:20, 17:13) verloren. In einem Duell zweier bis dahin in der Relegationsrunde der EM ungeschlagenen Teams fiel die deutsche Mannschaft von Bundestrainer Bastian Wernthaler damit auf Platz 2 zurück, hat aber in den ab Freitag folgenden restlichen drei Spielen weiterhin allerbeste Chancen, den Abstieg in die B-Gruppe zu verhindern.

Wernthaler begann die Partie mit Stephanie Wagner, Svenja Brunckhorst, Anna-Lisa Rexroth, Wiebke Bruns und Sarah-Marie Frankenberger. Nachdem sich anfangs ein Duell auf der Centerposition zwischen Frankenberger und der 1,91 m großen Elisabeth Pavel anbahnte, entwickelte sich eine Partie, in der die DBB-Damen einen besseren Zwischenstand als 6:12 (6. Min.) vor allem durch schon sieben Ballverluste verspielt hatten. Außerdem war die stark beginnende Pavel, bis dato mit 12,6 Punkten im Schnitt Rumäniens zweitbeste Werferin, kaum zu kontrollieren. Aber Deutschland legte einen kleinen Zwischenspurt ein und kam durch Mara Greunke nach neun Minuten zur erfreulichen 15:14-Führung. Eine hervorragende deutsche Defense hielt Rumäniens Topscorerin Gabriela Munteanu weitgehend in Schach, und wieder Greunke traf zum Viertelendstand (19:18).

Krass stellte sich allerdings zu Beginn des zweiten Viertels die Reboundüberlegenheit des Gegners dar (8:18), eine Schwäche, die sich bei der deutschen Auswahl schon durch das ganze Turnier gezogen hatte. Frankenberger tat sich weiter sehr schwer mit Pavel, und als mit Cristina Bigica auch die dritte der üblicherweise dominierenden Rumäninnen ihe ersten Punkte erzielen konnte, sah es schon nicht mehr so gut aus für das DBB-Team (19:27, 14. Min.). Wernthaler versuchte mittels einer Auszeit den Lauf des Gegners zu stoppen. Es sah aber dennoch weiterhin ganz danach aus, als sollte Deutschland das Spiel in diesen Minuten verlieren. Kaum ein Rebound landete in deutschen Armen (Maria Manta 11, Pavel 6 – Deutschland 15), und man konnte von Glück sagen, dass auch Rumänien minutenlang nahezu nichts gelang. Erst nach acht Minuten machte Rexroth mit dem ersten Dreier in der Partie überhaupt die ersten deutschen Punkte im zweiten Spielabschnitt (22:28). Doch Muntenau besserte ihr Punktekonto an der Freiwurflinie ordentlich auf, traf einen Dreier mit der Sirene und zum Seitenwechsel war das Spiel komplett gedreht (22:37, 16:9 Ballverluste, 18:31 Rebounds) und so gut wie entschieden.

Pia Mankertz´ (Foto) Dreier zum 25:40 (22. Min.) verpuffte ohne viel Wirkung, denn Rumänien präsentierte sich in allen Belangen überlegen (26:46, 24. Min.). Spätestens in diesen Minuten dürfte sich in die deutschen Köpfe geschlichen haben, dass man sich lieber etwas für das wichtige Spiel gegen Schweden am Freitag schont. „Abschlachten“ lassen wollte man sich hingegen nicht, und Wernthaler versuchte mit einer Auszeit beim Stande von 26:50 Schlimmeres zu verhindern. Das gelang bis zum Viertelende auch (33:57). Greunke bemühte sich im Schlussviertel nach Kräften und zeigte eine gute Vorstellung, aber sonst gab es nicht viele Lichtblicke in einer deutschen Mannschaft, die sich weiterhin viel zu viele Ballverluste leistete und deren Wurfquote arg zu wünschen übrig ließ. Bleibt zu hoffen, dass die DBB-Damen den morgigen Ruhetag nutzen, um sich ab Freitag wieder sicher gegen Schweden und Bulgarien durchsetzen zu können.

Für Deutschland spielten:
Anastasia Riabchenko (MTV 1879 München, dnp), Stephanie Wagner (Rhein Main Baskets / TV Langen, 10), Svenja Brunckhorst (TSV 1880 Wasserburg, 7), Julia Schindler (Eisvögel USC Freiburg), Pia Mankertz (SCALA RIST Ladybaskets, 6), Raphaela Jochimczyk (TG Ladybaskets Würzburg / TV Marktheidenfeld), Anna-Lisa Rexroth (Rhein Main Baskets / TV Hofheim, 8), Jenny Menz (TuS Jena Burgaupark Ladybaskets, 2), Wiebke Bruns (evo NB Oberhausen, 1), Mara Greunke (Rhein Main Baskets / TV Langen, 12), Astrid Ramcke (SCALA RIST Ladybaskets, dnp), Sarah-Marie Frankenberger (Rhein Main Baskets / Bender Baskets Grünberg, 4).

Weitere Informationen und Statistiken unter www.fibaeurope-u20women.com

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