U20-Damen unterliegen nach großem Kampf13. Juli 2008

55:67 gegen EM-Gastgeber Italien

Enttäuschte Gesichter nach dem Schlusspfiff in Italien: die DBB-Juniorinnen von Bundestrainerin Julia Gajewski (Foto oben rechts, FIBA Europe) verloren nach hartem Kampf mit 55:67 (9:17, 16:17, 14:18, 16:15) gegen Italien.
DBB-Bundestrainerin Gajewski hatte immer wieder auf die Bedeutung des Spiels hingewiesen und ihre Mannschaft auf den Punkt genau motiviert. Zudem konnten mit Hanna Mügge und Julia Troegele zwei wichtige Spielerinnen von Anfang an für das DBB-Team auflaufen.

In den Anfangsminuten der Begegnung gegen Gastgeber Italien war auf beiden Seiten die Nervosität ob der wichtigen Partie spürbar. In den ersten Minuten begannen beide Jugend-Nationalmannschaften verhalten und ließen wenig Punkte zu. Nach fünf Spielminuten stand es lediglich 4:2 für die Italienerinnen. Maria Neufurth punktete nach Zuspiel von Hanna Mügge zum 7:10 aus deutscher Sicht (7. Min.). Danach gelang den ING-DiBa-Korbjägerinnen im Angriff weniger und Italien erspielte sich einen kleinen Vorsprung zum 17:9-Viertelstand.

Im zweiten Spielabschnitt gelang beiden Mannschaften in den ersten vier Minuten kein Feldkorb; beide Teams punkteten nur von der Freiwurflinie. Wiebke Bruns und Mirijam Unger brachten die deutsche Nationalmannschaft so auf 12:19 (14. Min.) heran. Unger sammelte in dieser Phase des Spiels wichtige Rebounds – sechs an der Zahl. Doch die italienischen Nachwuchs-Basketballerinnen trafen sicher und wollte sich vor heimischem Publikum keine Blöße geben. Das DBB-Team trotzte der akustischen Überlegenheit und kämpfte sich durch ein Drei-Punkt-Spiel von Tanja Schäffner auf 21:28 (17. Min.). Italien blieb weiterhin in Führung und schaffte durch einen Dreipunktewurf von Bove kurz vor dem Halbzeitpfiff das 34:25.

Die DBB-Bundestrainerin schien in der Halbzeitpause die richtigen Worte an ihre Spielerinnen gerichtet zu haben: fünf Punkte in Folge zum 30:34 brachten das deutschen Basketballerinnen wieder heran. Chiara Consolini konterte per Dreier und leitete damit eine minutenlange Phase ohne Punkte auf beiden Seiten ein. Auch jetzt war die Nervosität bei beiden Teams deutlich zu merken; kurz vor Ende des dritten Viertels standen für Italien 14, für Deutschland 13 Turnover zu Buche. Problematisch aus Sicht der DBB-Damen waren vor allem die aus Ballverlusten resultierenden Fouls, die von den Italienerinnen sicher an der Freiwurflinie in Punkte umgemünzt wurden (20 von 23). Vor dem Schlussviertel hatte sich Italien eine 52:39-Führung erspielt.

Julia Troegele (Foto unten links) begann für Deutschland im vierten Spielabschnitt stark, netzte vier Punkte selber ein und bereitete die Punkte von Jaqueline Fatsawo vor, die Italien zu einer Auszeit zwangen. Die DBB-Damen erkannten ihre Chance, das Spiel drehen zu können und den so wichtigen Sieg zu erkämpfen. Zwei Minuten vor Spielende stand es 52:58 aus Sicht der deutschen Juniorinnen. Consolini traf einen Distanzwurf und Gajewski rief ihre Spielerinnen sofort zu sich, um die Taktik zu erklären. Trotz der bisherigen Treffsicherheit an der Freiwurflinie sollten die Gastgeberinnen gefoult werden, um so das Spiel noch zu drehen. Doch die Italienerinnen untermauerten ihre Nervenstärke von der Freiwurflinie und sicherten so den 67:55-Sieg.

Für Deutschland spielten:
Tanja Schäffner (TuS Jena, 3), Hanna Mügge (Hopkins Royals /USA, 4), Nadja Prötzig (SV Halle, 4), Nicole Dietz (SV Halle), Wiebke Bruns (evo NB Oberhausen, 7), Anna-Lisa Rexroth (TV Hofheim, 5), Maria Neufurth (ASC Theresianum Mainz, 2), Tina Menz (TuS Jena, 2), Jaqueline Fatsawo (TV Langen, 6), Ireti Amojo (Berlin Baskets, 5), Mirijam Unger (ohne Verein, 4/8 Rebounds) und Julia Troegele (Penn State/USA, 13).

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