U20-Damen unterliegen dem EM-Mitfavoriten 65:8313. Juli 2007

Einstellung und kämpferische Leistung macht dennoch Hoffnung – Tolles 3. Viertel

Die deutsche U20-Nationalmannschaft der Damen ist mit einer Niederlage in die Europameisterschaft in Sofia/Bulgarien gestartet. Gegen den Mitfavoriten Frankreich unterlag das Team von Bundestrainerin Aleksandra Kojic mit 65:83 (18:22, 12:24, 20:12, 15:25). In den beiden folgenden Spielen gegen die Gastgeberinnen und gegen die Ukraine streben die DBB-Spielerinnen nun den Sprung in die obere Zwischenrunde und damit zunächst unter die besten 12 Teams an.

Die Partie begann leider wie so viele Spiele der U20-Damen auch schon im vergangenen Jahr. Zumindest in der Hinsicht, dass Centerin Anna Görg schon nach fünf Minuten drei Fouls auf ihrem Konto hatte. Dennoch hielt die DBB-Auswahl vor allem durch eine stark beginnende Nadine Grieb (Foto) zunächst gut mit (7:9, 6. Min.; 10:13, 8. Min.). Grieb war es auch, die elf Sekunden vor dem Ende des 1. Viertels die Punkte zum 18:22 erzielen konnte, bereits ihre Punkte acht und neun.

Dann aber zogen die Französinnen langsam aber sicher deutlicher davon (18:27, 1. Min.; 20:36, 15. Min.). Erst ein Dreier von Birte Thimm stoppte den französischen Lauf. Deutschland kam auf 28:38 heran (18. Min., 2 Freiwürfe Grieb). Görg hatte in der 15. Minute ihr 4. Foul erhalten, spielte aber dennoch weiter. Wieder zog Frankreich an, und die deutschen Korbjägerinnen sahen sich beim Seitenwechsel einem klaren Rückstand gegenüber (30:46). Unterirdische Wurfquoten der DBB-Damen von gerade einmal 25 Prozent bei den 2ern (7/28) und 20 Prozent bei den 3ern (1/5) hatten zur Vorentscheidung geführt. Einzig Grieb machte mit einer sehr starken Vorstellung eine Ausnahme.

In Viertel Nummer 3 passierte anfangs außer einem Dreier von Romy Bär nichts. Beide Teams verzeichneten reihenweise Ballverluste und Fehlwürfe, ehe Görg nach mehr als vier Minuten zum 35:48 traf (25. Min.). Ganz langsam arbeitete sich die deutsche Mannschaft näher an die Französinnen heran. Wieder Anna Görg war es, die nach 29 Minuten zum 46:56 traf, mit ihrer hohen Foulbelastung jetzt clever agierte, enorm kämpfte und zur besten deutschen Spielerin avancierte. Auch Margret Skuballa war bei vier Fouls angelangt. Dennoch begann Frankreich zu wackeln (50:58, 30.Min., Claudia Scholz).

Deutsche Leistungsträgerinnen wie Bär, Skuballa und auch Lea Mersch konnten aber letztlich nicht ihr normales Leistungsvermögen abrufen, sodass es für die DBB-Auswahl nicht zu einer wirklichen Wende der Partie reichte. So war das Spiel spätestens nach 35 Minuten endgültig entschieden (50:72). Nadine Grieb schied mit fünf Fouls aus, sie war nach dem Seitenwechsel von den Französinnen kontrolliert worden. Bis zur 36. Minute dauerte es, ehe Görg mit einem Freiwurf den ersten deutschen Punkt im Schlussabschnitt erzielte (51:72). Sie hielt bis kurz vor Schluss mit ihren vier Fouls durch, ehe es auch sie erwischte, ebenso wie Skuballa. Trotz der Niederlage darf man den deutschen U20-Damen eine großartige kämpferische Leistung attestieren. Das Team gab sich nie auf und versuchte bis zur letzten Sekunde Alles. Das macht große Hoffnung für die kommenden Aufgaben.

Für Deutschland spielten.
Romy Bär (Basketgirls Chemnitz, 5), Anna-Christine Görg (ohne Verein, 15), Nadine Grieb (ASC Theresianum Mainz, 13), Franziska Höre (USC Freiburg), Tina Menz (TuS Jena, 4), Lea Mersch (evo NB Oberhausen, 5), Tanja Schäffner (TuS Jena, 2), Katharina Schnitzler (ASC Theresianum Mainz), Claudia Scholz (SG Towers Speyer-Schifferstadt, 4), Margret Skuballa (BC Pharmaserv Marburg, 9), Birte Thimm (evo NB Oberhausen, 4), Mirijam Unger (TSV Nördlingen, 4).

Scouting unter www.fibaeurope.com (in der rechten Spalte sind alle Jugend-Europameisterschaften mit Links zu eigenen Websites aufgelistet)

EM-Spieltermine Vorrunde:
Samstag, 14. Juli, 18.15 Uhr: Deutschland – Bulgarien
Sonntag, 15. Juli, 13.45 Uhr: Deutschland – Ukraine

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