U20-Damen trotz schwerer EM-Vorrunde optimistisch29. Juni 2005

14. Platz als Minimalziel

„Wir wollen alles erreichen, was möglich ist“, will sich Bundestrainerin Aleksandra Kojic bei der U20-Europameisterschaft weiblich vom 1. – 10. Juli in Brünn/Tschechien angesichts der schweren Vorrundengruppe nicht einschüchtern lassen. Sie vertraut auf die Stärke ihres Teams: „Es besteht ein super Zusammenhalt. Die Mädchen sind zu einer richtigen Einheit zusammengewachsen.“

Dennoch ist die Aufgabe in Tschechien alles andere als einfach, davor kann und will die Bundestrainerin die Augen nicht verschließen. In der Vorrunde trifft die U2O mit Russland, Italien und Polen auf drei Gegner der Superlative. Die Russinnen werden schon vor der EM als Favoriten auf den Titel gehandelt, dürften daher schwer zu schlagen sein. Die Spielstärke der Polinnen ist der DBB-Auswahl schon vertrauter, da es bereits in der Vorbereitungsphase zu einem Kräftemessen der beiden Länder kam. Das Kojic-Team unterlag allerdings mit 73:81. Die polnische Mannschaft ist sehr kompakt und  vor allem auf der Centerposition stark besetzt. Dennoch rechnet sich Aleks Kojic durchaus Siegchancen aus, vorrausgesetzt ihre Mädchen erwischen einen guten Tag.

Das italienische Team bleibt für die U20 vor der EM ein weitgehend unbeschriebenes Blatt. Doch die Italienerinnen haben eine gute Vorbereitung gespielt: Gegen die Spanierinnen, die im letzten Jahr größtenteils mit demselben Kader U18-Vizeeuropameister wurden, gewann Italien mit zwei Punkten. Auch gegen den Europameister Frankreich spielten sie eine beeindruckende Vorbereitungspartie. „Die Spiele gegen Polen und Italien haben Endspielcharakter“, sieht Kojic diese beiden Vorrundenbegegnungen als richtungsweisend an.

Am Minimalziel, dem 14. Rang und damit den gesicherten Klassenerhalt in der A-Europameisterschaft, will die U20 aber unbedingt festhalten. Alles was darüber hinaus geht, wäre eine Überraschung, für die Bundestrainerin aber auch nicht unmöglich: „Ein Platz unter den ersten Acht wäre schön. Ist die Mannschaft gut drauf, können wir alles schaffen.“ Immerhin kann Kojic aus dem Vollen schöpfen. Das Verletzungspech der letzten Wochen ist überstanden, am 28. Juni konnten beim Lehrgang in Dresden erstmals wieder alle zwölf Spielerinnen trainieren. Daran wird sich auch beim Auftaktspiel gegen Italien am 1. Juli nichts ändern. Einen Tag später trifft die U20 dann auf Russland, und am 3. Juli ist sie dann gegen Polen am Ball.

Der EM-Kader:
Sarah Austmann (BG 74 Göttingen), Katja Bavendamm (University New York), Esther Bleise (TV Hofheim), Emily Doharty (SC Rist Wedel), Jessica Feike (NB Oberhausen), Jessica Höötmann (Hagener SV), Ana-Maria Kammer (Foto, TV Hofheim), Lisa Koop (BC Marburg), Dana Penno (University El Paso), Bianca Steidle (KuSG Leimen), Barbara Wagner (KuSG Leimen), Sandra Weber (TV Hofheim).
Auf Abruf: Stephanie Dittrich (SV Halle), Suska Berger (BELKAW BasCats Bensberg), Jana Heinrich (Basketgirls Chemnitz).

Weitere Informationen, sowie Ergebnisse und Statistiken gibt es im Internet unter der Adresse www.basketu20women.com.

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