U20-Damen steigen in die B-Gruppe ab16. Juli 2011

Durch die Niederlage gegen Weißrussland ist Deutschland nach dem vorletzten Spiel der Relegationsrunde nicht mehr zu retten

Die deutsche U20-Nationalmannschaft der Damen ist trotz einer engagierten Leistung gegen Weißrussland in die B-Gruppe abgestiegen. Die Partie morgen gegen Rumänien (13.45 Uhr) hat keinerlei Auswirkungen mehr. Gegen Weißrussland gab es nach großem Kampf eine 65:83 (18:17, 16:18, 11:19, 20:29)-Niederlage. Beste Akteurin auf deutscher Seite war Sonja Greinacher mit 13 Punkten.

Zwei Siege und Niederlagen lautete die Ausbeute in der Relegationsrunde für das Team von Bundestrainer Raoul Scheidhauer vor der heutigen Partie. Da Weißrussland die gleiche Ausbeute vorzuweisen hatte, war sich jeder Beteiligte der Bedeutung dieser Partie bewusst: Sollten die U20-Damen mit mehr als zwei Zählern verlieren, wäre der Abstieg in die B-Division nicht mehr vermeidbar.

Deutschland startete vielversprechend mit einer 4:0-Führung in die Partie, wurden allerdings schnell wieder von den Weißrussinnen eingeholt (4:6, 3. Minute). Es entwickelte sich eine eng umkämpfte Partie, bei der sich keines der beiden Teams absetzen konnte (13:13, 6. Minute). Im Gegensatz zu der Begegnung vom Vortag gegen die Slowakei fand das deutsche Team in diesem Spiel wesentlich schneller seinen offensiven Rhythmus. Die erzielten Punkte verteilten sich dabei gut auf viele Schultern, so dass nicht die komplette Verantwortung auf Sonja Greinacher und Finja Schaake lastete. Mit einer 18:17-Führung gingen die Scheidhauer-Damen in das zweite Viertel.

Der zweite Abschnitt machte dort weiter, wo der erste aufgehört hatte. Beide Teams punkteten im Gleichschritt, so dass es unmöglich war, einen größeren Vorsprung heraus zu spielen (24:26, 13. Minute). Bundestrainer Raoul Scheidhauer griff trotzdem wenig später zu einer Auszeit, um einige Änderungen anzusprechen, denn mit der Defensive konnte der Coach nicht immer zufrieden sein. Die Wirkung zeigte sich prompt: Finja Schaake konnte mit sechs schnellen Punkten die deutsche Führung verbuchen (30:28). Doch die Weißrussinnen fanden regelmäßig die richtige Antwort und gingen erneut in Front (34:35, 19. Minute). Mit diesem Ergebnis ging es schlussendlich auch in die Halbzeitpause.

Weißrussland erwischte den deutlich besseren Start in die zweite Halbzeit und brachte Deutschland schnell in Rückstand (36:41, 23. Minute). Doch die U20-Damen wussten die richtige Antwort, verwandelten einen Dreipunktewurf und verkürzten so auf zwei Punkte. Nach zwei erfolgreichen Freiwürfen von Sonja Greinacher und dem kurzzeitigen Ausgleich schalteten die Weißrussinnen einen Gang hoch und ließen einen 6:0-Lauf folgen. Raoul Scheidhauer zögerte nicht lange und nahm eine Auszeit. Änderung stellte sich allerdings nicht ein. Im Gegenteil, der Rückstand wuchs bis zum Viertelende auf 45:54 an.

Neun Punkte im Hintertreffen zu Beginn des vierten Viertels wären gleichbedeutend mit dem sicheren Abstieg. Dementsprechend wichtig war es, dass Deutschland die ersten Punkte durch Sonja Greinacher zum 47:54 erzielte. Doch ein weiterer Dreier der Weißrussinnen stellte Deutschland vor die Hürde eines Zehn-Punkte-Rückstandes (49:59, 33. Minute). Eine weitere Auszeit von Raoul Scheidhauer fünf Minuten vor dem Ende sollte noch einmal einen Ruck durch seine Mannschaft bringen, damit die benötigte Aufholjagd gestartet werden konnte. Allerdings konnten die Weißrussinnen immer wieder auf erzielte deutsche Punkte antworten, sodass der Rückstand auf dem gleichen Niveau blieb. Am Ende verloren die deutschen U20-Damen mit 65:83 und sind somit in die B-Gruppe abgestiegen.

Bundestrainer Raoul Scheidhauer sagte nach der Partie: „Weißrussland hat es heute geschafft, unsere Defensive ein ums andere Mal mit extra Pässen auszuspielen. Da konnte auch unsere Help-Defense nichts ausrichten. Dazu kommt, dass wir unsere gut heraus gespielten Würfe nicht verwandeln konnten. Am Ende haben wir noch einmal alles versucht, es brachte aber nicht mehr die erhoffte Wendung.“

Für Deutschland spielten:
Svenja Brunckhorst (TSV Wasserburg, 5), Sarah-Marie Frankenberger (University New Hampshire, 5), Julia Gaudermann (Bender Baskets Grünberg/BC pharmaserv Marburg, 4), Sonja Greinacher (NB 92 Oberhausen, 13, 15 Rebounds), Emina Karic (Foto, Herner TC, 11), Julia Kohlmann (SV Halle Lions, 5), Laura Masek (TuS Jena Burgaupark Ladybaskets, dnp), Jule Muegge (Carmel High School/USA, dnp), Finja Schaake (Bender Baskets Grünberg/BC pharmaserv Marburg, 12), Judith Schmidt (Basketball4Girls Chemnitz), Christina Schnorr (Basketball4Girls Chemnitz, 10), Ramona Tews (NB 92 Oberhausen, dnp).

Die letzte Partie der Europameisterschaft:
Sonntag, 17. Juli 2011, 13.45 Uhr: Deutschland – Rumänien

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