U20-Damen: Sieg zum EM-Start3. Juli 2014

Die deutsche U20-Damen-Nationalmannschaft ist mit einem enorm wichtigen Sieg in die B-Europameisterschaft im bulgarischen Sofia gestartet. Der als einer der direkten Konkurrenten um einen der drei Aufstiegsplätze ausgemachte Gegner aus Ungarn konnte mit einem 79:71 (20:15, 20:25, 18:12, 21:19)-Erfolg in die Schranken gewiesen werden. Damit ist dem Team von Bundestrainerin Aleksandra Kojic ein optimaler Start in die B-EM geglückt, bei der nach dem Motto “jeder gegen jeden” gespielt wird und am Ende die drei bestplatzierten Teams in die A-Gruppe aufsteigen. Das ist das erklärte Ziel der ING-DiBa-Korbjägerinnen, die heute in Marie Gülich ihre beste Werferin hatten (16 Punkte).

Levke Brodersen, Elisabeth Dzirma, Alina Hartmann (Foto), Ama Degbeon und Marie Gülich bildeten die Erste Fünf. Nach kurzem Abtasten kam das deutsche Spiel schnell in Gang (7:2, 4. Min.). Gülich und Degbeon zeigten starke Präsenz unter den Körben, aber Ungarn kam nach dem 11:5 (6. Min.) schnell wieder heran (11:11), was Kojic zu einer ersten Auszeit veranlasste. Unter anderem die schon vier Ballverluste konnten ihr nicht gefallen. Außerdem wurden den Ungarinnen viel zu viele Offensivrebounds gestattet, was einen besseren Zwischenstand als das 14:13 nach acht Minuten verhinderte. Bis zum Viertelende stabilisierten die ING-DiBa-Korbjägerinnen die Defense und behaupteten einen knappen Vorsprung (20:15).

Fortan krankte das deutsche Spiel weiter am mangelnden Reboundverhalten. Die Partie blieb knapp, keines der beiden Teams konnte sich absetzen (22:20, 13. Min.). Eine ordentliche Wurfquote hielt Deutschland im Spiel (27:24, 16. Min.) und kompensierte die Schwächen beim Beschützen des Balles. Kurz vor der Pause übernahm Ungarn die Führung, die starke Brodersen hatte da bereits ihr drittes Foul auf dem Konto (32:37, 19. Min.). Hartmann und Pia Dietrich jeweils per Dreier sowie Noemie Rouault glichen jedoch nach 20 Minuten wieder aus (40:40).

Die DBB-Damen erwischten einen guten Start in das dritte Viertel (47:42, 22. Min.) und legten mit vollem Einsatz noch eine “Schippe drauf”, als Brodersen nach 26 Minuten das 55:46 und damit die bis dahin höchste Führung besorgte. Nach wie vor waren die Offensivrebounds der Ungarinnen zum Haareraufen, aber man fand in dieser Phase offensiv immer einen Weg zu punkten. Doch die Freude über den deutlicheren Vorsprung dauerte nur wenige Augenblicke. Auch Ungarn intensivierte noch einmal sein Spiel und kam auf 55:52 heran. Bei der Zwischenbilanz von 14 Ballverlusten bat Kojic erneut zur Auszeit (29. Min.). Gülich und Mary Ann Mihalyi zeichneten dann für die 58:52-Führung nach drei Vierteln verantwortlich.

Bemerkenswert ist sicher, dass bereits alle zwölf deutschen Spielerinnen nach drei Vierteln auf dem Feld gestanden hatte. Kojic hatte allerdings vor der EM mehrfach betont, dass man eine große Tiefe im Team besitzt. Die erste Minute des Schlussabschnitts war mit Offensivrebounds und Ballverlusten auf beiden Seiten eine Art Spiegelbild der gesamten Partie. Deutschland punktete durch Hartmann zuerst, doch die Ungarinnen netzten von der Dreipunkte-Linie ein und ließen nicht locker. Mit Leidenschaft verteidigte die DBB-Auswahl ihren Vorsprung, wohl um die Bedeutung des Spieles wissend (62:57, 34. Min.). Deutschland “fing” sich einen weiteren Dreier, eine dramatische Schlussphase bahnte sich an. Hartmann verschaffte ihrer Mannschaft mit einem “and one” etwas Luft (66:62, 36. Min.), ehe Dzirma wichtige Punkte erzielte. Von diesem Mini-Zwischenspurt erholten sich die Ungarinnen dann nicht mehr. Deutschland brachte das Spiel trotz 22 Ballverlusten und 18 abgegebenen Offensivrebounds an der Freiwurflinie nach Hause.

“Das war eine echte Teamleistung heute. Alle haben ihr Herz gegeben und bis zum Umfallen gekämpft. In der Halbzeit haben wir uns vorgenommen, die Ungarinnen unter 70 Punkten zu halten, das hat fast geklappt. Natürlich ist jetzt noch nichts gewonnen, aber der Sieg war unheimlich wichtig und sollte uns Selbstvertrauen geben. Den Sieg haben wir erst einmal im Rücken”, meinte die Bundestrainerin nach der nervenaufreibenden Partie.

Für Deutschland spielten:
Pia Dietrich (TV Langen / Rhein-Main Baskets, 3), Mary Ann Mihalyi (ohne Verein, 3), Levke Brodersen (TV Saarlouis Royals, 12), Elisabeth Dzirma (Bender Baskets Grünberg, 13), Hannah Wischnitzki (TG Neuss), Isabell Meinhart (Bender Baskets Grünberg, 2), Aline Stiller (SG 1886 Weiterstadt), Noemie Rouault (TuS Lichterfelde, 12), Katharina Müller (Herner TC, 2), Marie Gülich (BBZ Opladen / evo NB Oberhausen, 16), Alina Hartmann (DJK Bamberg, 10), Ama Degbeon (BC pharmaserv Marburg / Bender Baskets Grünberg, 6).

Die kommenden deutschen Spiele im Überblick (deutscher Zeit):
04.07.2014: Deutschland – Israel (15 Uhr)
05.07.2014: Deutschland – Norwegen (15 Uhr)
07.07.2014: Deutschland – Großbritannien (12:45 Uhr)
08.07.2014: Deutschland – Bulgarien (17:15 Uhr)
09.07.2014: Deutschland – Litauen (12:45 Uhr)
11.07.2014: Deutschland – Portugal (19:30 Uhr)
12.07.2014: Deutschland – Bosnien & Herzegowina (12:45 Uhr)
13.07.2014: Deutschland – Rumänien (12:45 Uhr)

Alle Informationen rund um die EM finden Sie hier.

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