U20-Damen: Schwächephase im dritten Viertel23. Juni 2013

“Aller guten Dinge sind drei!” So lautet ein bekanntes Sprichwort, das allerdings zur Bilanz der drei Testspiele der deutschen U20-Damen gegen die Ungarinnen binnen drei Tagen nicht passt. Denn diesen dritten Vergleich entschieden die Gäste für sich, das Team von Bundestrainer Harald Janson unterlag nach einer Schwächephase im dritten Viertel mit 77:82 (18:18, 21:13, 14:24, 24:27). gegen den Mitaufsteiger in die A-Gruppe. Dennoch, in Kienbaum wurde der Grundstein dafür gelegt, bei der EM vom 4.-14. Juli 2013 im türkischen Samsun bestehen zu können. Laura Hebecker traf am besten für Deutschland (20 Punkte).

Elisabeth Dzirma, Lena Gohlisch, Laura Hebecker, Anna Heise (Foto) und Katharina Müller bildeten die deutsche Erste Fünf. Janson musste insgesamt mit einer kleineren Rotation auf den großen Positionen auskommen, da Ilka Hoffmann wegen anstehender Abitur-Prüfungen bereits abgereist war. Zu für Basketball frühen Morgenstunde – das Spiel begann um 10.45 Uhr – ging die Partie recht verhalten los, nach einem Dreier von Hebecker lag die DBB-Auswahl nach fünf Minuten mit 7:6 vorne. Heise traf zum 13:7 zwei Minuten später, man durfte bis dahin zufrieden sein mit den ING-DiBa-Korbjägerinnen. Janson wechselte früh durch, auch weil Gohlisch und Heise bereits zwei Fouls auf ihrem Konto hatten. Ungarn benötigte ein paar Minuten länger, um richtig wach zu werden, und wendete das Blatt, doch noch vor Viertelende traf Carla Bellscheidt einen Dreier zum 18:18-Ausgleich.

Zwei Dreier von Hebecker bedeuteten die 27:20-Führung nach 14 Minuten, aber Ungarn konnte umgehend wieder aufschließen, was Janson zu einer Auszeit veranlasste. Das Momentum lag in dieser Phase bei den Deutschen, die durch Gohlisch zum 30:24 kamen (15. Min.), sich aber nicht wirklich vom Gegner lösen konnten. Hebecker erwies sich in diesen Minuten immer wieder als Garantin dafür, dass der Vorsprung verteidigt wurde, und Bellscheidt traf noch einen Dreier (35:26, 18. Min.). Das dritte Foul von Heise noch vor der Pause tat allerdings weh. Zum Seitenwechsel war noch nichts entschieden (39:31).

Ungarn kam besser aus den Kabinen und verkürzte schnell (39:38, 24. Min.). Janson nahm eine weitere Auszeit, um den Lauf der Ungarinnen zu stoppen. Doch der Faden war komplett gerissen und die DBB-Damen benötigten fünfeinhalb Minuten, um nach der Pause erstmals zu punkten. Da hatte Ungarn aber mit einem 13:0-Lauf das Spiel gedreht (41:44, 26. Min.). Deutschland bemühte sich mit hohem Einsatz wieder in die Partie zurück zu kämpfen (49:51, Dreier Brodersen, 28. Min.). Nach 30 Minuten blieb das Spiel wie schon am Vortag auf des Messers Schneide (53:55).

Mit Beginn des Schlussabschnitts glich Deutschland durch einen Brodersen-Dreier aus (56:56). Bellscheidt schraubte anschließend mit ihrem Dreier die deutsche Quote aus der Ferndistanz auf sehr gute 62 Prozent (8/13), aber Ungarn blieb trotzdem vorne (59:64, 33. Min.). Heise kassierte ihr viertes Foul, traf aber vor ihrer Auswechslung noch zum 63:66 (34. Min.). Die letzten fünf Minuten nahm Janson dann wieder mit seiner Ersten Fünf in Angriff. Heise schaffte den 67:68-Anschluss (37. Min.), musste dann aber mit ihrem fünften Foul ausscheiden. Hebecker übernahm wieder und machte mit ihren Distanztreffern zum 70:73 zwei Minuten vor dem Ende sowie zum 73:75 eine Minute später Hoffnung. Doch auch zwei Auszeiten von Janson und noch ein Hebecker-Dreier brachten nicht mehr die Wende.

“So etwas wie heute im dritten Viertel darf uns bei der EM nicht passieren. Sonst hätten wir das Spiel gewonnen. Wir sind jetzt gewarnt, dass wir immer hellwach sein müssen”, so Harald Janson nach dem Spiel.

Für Deutschland spielten:
Mary Ann Mihalyi (Chemcats Chemnitz, 2), Levke Brodersen (TV Saarlouis Royals, 6), Elisabeth Dzirma (Bender Baskets Grünberg, 7), Isabell Meinhart (Bender Baskets Grünberg), Lena Gohlisch (Berlin Baskets/ASV Moabit Berlin, 3), Caroline Van der Velde (Herner TV, 2),  Laura Hebecker (SV Halle LIONS, 20), Lena Bradaric (TuS Bad Aibling Fireballs, 2), Carla Bellscheidt (BBZ Opladen, 17), Anna Heise (University of Maine/USA, 16), Katharina Müller (Herner TC, 2).

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